Heute auf dem Weg zum Bahnhof noch beim #Stolperstein für
Jeanette und Martin Wiesenfelder
zum Polieren vorbeigefahren. Die Steine, die nur selten Aufmerksamkeit bekommen, brauchen dann immer sehr viel Zuneigung, bis sie wieder glänzen.
Viel ist von Jeanette Wiesenfelder nicht bekannt: sie war verwitwet und wurde am 9. September 1942 aus #Bamberg nach Theresienstadt deportiert; dort kam sie am 24. September 1942 ums Leben.
Ihr Stiefsohn Martin Wiesenfelder war kaufmännischer Angestellter in München, Frankfurt/M., Ludwigshafen, Saarbrücken und auch in Bamberg. Er war im KZ Dachau inhaftiert, hielt sich ein Jahr in New York auf und war anschließend Patient der »Nervenklinik St. Getreu« in Bamberg. Ab 1937 erneut im KZ Dachau, später im KZ Buchenwald inhaftiert. Mit der Auflage, Deutschland zu verlassen, wurde er von dort entlassen. Auf der »St. Louis« versuchte er von Hamburg nach Kuba zu fliehen, doch das Schiff wurde nach Europa zurückgeschickt, Martin Wiesenfelder daraufhin in Frankreich verhaftet und aus Drancy nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er ermordet.
Mimi hat dies geteilt.