Meta Brandes war das vierte der sieben Kinder von Hirsch und Hanchen Brandes. Die Familie lebte mindestens seit Mitte des achtzehnten Jahrhunderts in Rotenburg an der Fulda. Hirsch hatte dort ein Geschäft für Vorhänge.

Metas Lebenslauf ist eher vage. Sie und ihre jüngere Schwester Paula lebten einige Zeit in Amerika, wann genau ist unbekannt. 1902 gründeten Meta und Paula in Rengsdorf bei Koblenz am Rhein ein Tuch- und Kurzwarengeschäft, die „Geschwister Brandes“. Beide Schwestern blieben ledig. Wahrscheinlich zogen sie zu ihrer verheirateten Schwester Jetchen nach Rengsdorf.

1917 schloss sich Meta ihrem jüngsten Bruder Sally, dessen Frau Bertha und deren gemeinsamen Sohn Fritz in #Bamberg an und wurde Teilhaberin im Familientuchgeschäft. Sie lebte einige Jahre bei ihnen in der Dominikanerstraße 10, dann verzog sie. Sie kehrte etwa 1936 zurück und wohnte mit ihnen zunächst in der Friedrichstraße 7 und danach, ab April 1939 im „Judenhaus“ in der Hainstraße 4a.

Meta Brandes wurde am 9. September 1942 mit dem Transport II/25, Nr. 714 über Nürnberg nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 13. Mai 1943 umkam.

Quelle: The Last Train - Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg 4/2024

#Stolpersteine #keinVergessen

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