Täglich Shaarli
March 6, 2024
Im zweiten Teil dieser Serie habe ich kurz zusammengefasst, warum das Schreiben von Hand für das Lernen besser ist und einen Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse zu dem Thema gegeben. Nach der Veröffentlichung hatte ich auf Mastodon einen regen Austausch zu dem Thema. Dabei kam auch die Frage auf, ob es einen Unterschied macht, ob man mit einem Stift auf Papier oder mit einem Stift auf einem Display schreibt. Ich liess mich von dieser Diskussion gerne ablenken und beleuchte im Folgenden das Thema des Schreibens mit Stiften auf Touchscreens.
In einer Zeit, in der digitale Technologien unseren Alltag dominieren, suchen viele nach Möglichkeiten, die Vorteile des Digitalen mit der Haptik und Übersichtlichkeit von Papier zu verbinden. Nach einer jahrzehntelangen Odyssee habe ich in letzter Zeit einen funktionierenden Workflow entwickelt, der diesen Spagat schafft und die Stärken beider Welten optimal nutzt. In diesem ersten Blogbeitrag stelle ich zunächst die Medium-Methode von Chad Hall [1] vor, auf der mein Workflow basiert. Nächste Woche werde ich dann auf mein System eingehen und erläutern, warum das Schreiben von Hand tatsächlich vorteilhaft ist.
Journalisten hatten Bilder von Daniela Klette mit einer kommerziellen Suchmaschine entdeckt. Viele verlangen jetzt, die Polizei sollte solche Gesichtersuchen auch einsetzen dürfen. Aber bei der Diskussion um die Fahndung nach den Ex-RAF-Mitgliedern geht einiges durcheinander. Ein Kommentar.
Nehmen wir diesen Samstagnachmittag Anfang Februar in Regensburg, nur so zum Beispiel: Ein paar hundert Leute haben sich am Domplatz zu einer Mittelstandsdemo zusammengefunden. Die Rednerinnen und Redner stehen auf der Ladefläche eines Lkw. Gegen Ende tritt einer ans Mikrofon, der einem örtlichen Nachrichtenportal zufolge eigentlich gar nicht als Redner vorgesehen war, sich dann aber selbst eingeladen haben soll: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
Deutsche Medien nennen mich "Hasen", "Hasenin" oder auch "Hasnaim": Ist das Rassismus oder Blödheit? Jedenfalls: Leute, bitte gebt euch mehr Mühe, okay?
Bis zur russischen Vollinvasion im Februar 2022 war die ukrainische Hafenstadt Mariupol ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Bei der Belagerung wurden Schätzungen zufolge mehr als 80.000 Menschen getötet, noch mehr flohen, mehr als 80 Prozent der Wohnungen wurden zerstört. Seit September 2022 ist Mariupol vollständig unter russischer Verwaltung. Der versprochene Aufbau geht derweil kaum voran. Geflohene Besitzer werden enteignet, die besten Objekte sichern sich die russischen Besatzer. Mediazona hat Eindrücke gesammelt: Von Bewohnern, von einem Bauarbeiter aus Siribiren, der geschockt wieder heimgefahren ist, und von einem Kartografen, der die Zerstörung von Israel aus dokumentiert.
In unserer digitalen Welt könnte man meinen, dass das Schreiben von Hand überholt sei. Einige Leserinnen und Leser haben diese Meinung auch in Reaktion auf den ersten Teil dieser Serie geäussert, in dem ich mit der Medium-Methode einen Workflow vorstellte, den ich für meine Bedürfnisse angepasst habe. Eigentlich wollte ich diese Woche meine Version der Medium-Methode vorstellen. Nachdem ich mich jedoch eingehender mit der Forschung zum Thema handschriftliche Notizen beschäftigt habe, möchte ich zunächst die wichtigsten Erkenntnisse vorstellen. Verschiedene Studienergebnisse betonen immer wieder die Bedeutung des Schreibens mit Stift und Papier – und bis zu einem gewissen Grad auch mit Stylus und Tablet. Eine Studie, veröffentlicht in Frontiers in Psychology von Audrey van der Meer und Ruud van der Weel [1], zeigt, dass das Schreiben von Hand zu einer höheren Aktivität in jenen Gehirnregionen führt, die für Bewegung, Sehen, sensorische Verarbeitung und Gedächtnis verantwortlich sind.