Monatlich Shaarli
March, 2019
Wir brauchen eine aktivere Rolle von Regierungen und Regulierungsbehörden, um Menschen im Netz zu schützen. Unternehmen können und sollten das nicht alleine leisten. Ein Gastbeitrag.
In Brasilien jährt sich am 31. März der Beginn der Militärdiktatur im Jahr 1964. Der Autokonzern Volkswagen hatte damals in seinen brasilianischen Werken von der Diktatur profitiert. Heute hätte VW die Chance, sich zu seiner historischen Verantwortung zu bekennen.
John River ist ein eigenbrötlerischer Londoner Polizeiermittler, den der Mord an seiner Kollegin Stevie schwer getroffen hat. Sie war als Einzige in sein Geheimnis eingeweiht. Der Polizist hat die Gabe und den Fluch die Geister der Opfer aus seinen Morduntersuchungen zu sehen. Packende, britische Polizeiserie mit Stellan Skarsgård in der Hauptrolle.
Die absichtlich schwammig formulierten Schlüsselpassagen in der neuen Copyright-Richtlinie werden zu völlig unterschiedlichen nationalen Umsetzungen führen. Bis dahin herrscht zwei Jahre lang Rechtsunsicherheit im Netz.
Im Wikimedia-Salon „Wer rettet die Demokratie – Institutionen oder Communities?“ wurde diskutiert, wie politische Entscheidungsprozesse in der digitalen Gesellschaft funktionieren können. Im Gastbeitrag plädiert Salon-Gast Michael Seemann für ein grundsätzliches Umdenken der Politik. Sie muss sich fragen, was das Gemeinwohl im Digitalen ist. Und sie muss sich und die staatlichen Strukturen, die sie befehligt, wieder in den Dienst dieses Gemeinwohls stellen.
Konservative Medien behaupten, die Umweltaktivistin befürworte Atomenergie. Das ist nicht nur falsch – es ist ein bewusstes Ablenkungsmanöver.
Die Stadt Bamberg nimmt vom 20. Mai bis 09. Juni 2019 am STADTRADELN teil. Alle, die in der Stadt Bamberg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen.
Kritik gehört zum Journalismus wie das Amen zur Kirche – solange Politiker, Regisseurinnen oder andere Menschen des öffentlichen Lebens betroffen sind. Journalistinnen und Journalisten die andere Medienschaffende kritisieren, werden hingegen nicht sonderlich gerne gesehen, meint unser Kolumnist Matthias Dell.
Bei aller Interaktivität dürfen wir nicht vergessen: Das Internet ist in der Hauptsache noch immer ein Lesemedium – ein unfassbar anspruchsvolles Lesemedium, nicht selten sogar ein Medium, das zwar gelesen werden will, aber gleichzeitig alles dagegen tut, in Ruhe gelesen zu werden. Und auch wenn es sich bei beiden Medien um Buchstaben vor einem Hintergrund handelt, könnten Print-Texte und Online-Artikel in Sachen Leseerfahrung unterschiedlicher nicht sein.
Das Grundgesetz und die Grundrechte bilden das feste Fundament unserer Demokratie. Wir dürfen sie nicht auf dem Altar der Sicherheit opfern. Ein leidenschaftliches Plädoyer der ehemaligen Justizministerin.
Die 32-jährige Annalena Schmidt kam 2015 nach Bautzen und begann bald, sich gegen Fremdenfeindlichkeit zu engagieren. Die Zahl ihrer Feinde wuchs; erst am Donnerstag bekam sie einen Drohanruf. Schmidt will trotzdem bleiben.
Facebooks Skandale gleichen einer Never-Ending-Story. Nach den Enthüllungen zur 2FA und Android-Apps will Zuckerberg nun Facebook anders aufstellen.
Männlichkeit bringt Privilegien, die abschaffen muss, wer Gerechtigkeit will. Und nein: Das ist keine Einschränkung von Freiheiten. Es ist das genaue Gegenteil.
Der Umgang mit vermeintlich illegalen Inhalten im Netz wird derzeit heiß diskutiert – sei es bei der EU-Urheberrechtsreform oder im Kampf gegen Terrorpropaganda. Brüssel bereitet sich nun auf eine Änderung der e-Commerce-Regeln vor. Dabei geht es um mehr als Haftungsfragen - der Schutz der Meinungsf
Flexible Arbeitszeiten und das Arbeiten von zu Hause aus lassen die Zahl der Überstunden in Deutschland einer Studie zufolge steigen.
Eine Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung weist nach, dass flexibles Arbeiten zwar bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen könne, die Arbeitsbelastung insgesamt aber vor allem für Frauen steige. Sie kümmerten sich im Schnitt zusätzlich drei Stunden pro Woche mehr um die Kinder oder um pflegebedürftige Angehörige, wenn sie im so genannten Homeoffice tätig seien. Außerdem leisteten sie durchschnittlich eine Wochen-Arbeitsstunde mehr im Vergleich zu einer Tätigkeit in einem externen Büro. Bei Männern fielen im Schnitt zwei Überstunden pro Woche an, allerdings erledigten sie keine zusätzliche Haus- und Familienarbeit.
Der Studie liegt den Angaben zufolge eine Befragung von mehreren tausend Haushalten zugrunde. Die Hans-Böckler-Stiftung gilt als gewerkschaftsnah.
Bayerns neuer Umweltminister Thorsten Glauber fällt mit seinem Modegeschmack und seinem forschen Auftreten auf. Damit verschafft er sich Aufmerksamkeit - auch bei seinem Widersacher und Parteichef Hubert Aiwanger.
Irgendwie bleibt die viel beschworene, schreckliche Pubertät aus. Ich bin gespannt, ob das Zufall ist oder ob es wirklich nicht mehr kommt.
Der Unternehmer, Blogger und FAZ-Autor Volker Rieck hat einen Brandbrief an Europaabgeordnete geschickt. Er will "eindeutige Beweise" für eine amerikanische "Einmischung" in den Gesetzgebungsprozess entdeckt haben. Doch die halten einer Überprüfung nicht stand.
Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt, blockiert seinen offiziellen Twitteraccount für einen Korrespondenten der "Jerusalem Post". Der Journalist wiederum will nun Klage einreichen, weil er die Pressefreiheit eingeschränkt sieht.
Die Schülerinnen und Schüler, die jeden Freitag auf die Straße gehen, haben etwas Entsetzliches verstanden: Sie werden gerade verraten. Dafür hat diese Woche wieder erschütternde Beispiele geliefert.
Die Selbstüberschätzung der Tories hat Großbritannien ins Verderben geführt. Nun muss Europa pragmatisch sein - und helfen.
Woher die lustigen Bilder stammen, wissen nur die wenigsten. Genau diese Frage, und wie sich Memes verbreiten, nimmt eine neue Studie unter die Lupe.
Es ist der 4. Februar 2017. Der französische Präsidentschaftskandidat Emanuel Macron eröffnet den Wahlkampf. Am selben Tag vermeldet die russische Internetseite "Sputnik" um 12.19 Uhr: "Ex-Wirtschaftsminister Macron könnte ein US-Agent sein, der Bankinteressen vertritt." Außerdem greift das Portal das Gerücht auf, dass er "heimlich schwul" sei und "ein Doppelleben" führe. Die diffamierenden Unterstellungen laufen exzellent: 17.000 Mal werden sie laut einer Untersuchung binnen weniger Tage in Blogs, Filmbeiträgen und auf Twitter weiterverbreitet.
Zum achten Mal besuchte ich kürzlich die SXSW, die wichtigste Digitalkonferenz der Welt – aber solch einen Auflauf hatte ich nicht mal bei Al Gore erlebt. Ich saß schon einige Stunden im Ballroom D, als die Bilder langer Schlagen im Social Web auftauchten, die von der Saaltür über mehrere Stockwerke (das ist noch normal) bis auf die Straße und um die Ecke des Convention Centers. Währenddessen balgte sich vor der Bühne eine für SXSW-Verhältnisse riesige Menge Fotografen und Kameraleute um den besten Platz. Mehr los war in all den Jahren nur bei Barrack Obama.
Ist es nun vorbei mit dem Geschichtenerzählen im Journalismus? Was sagt uns Friedrich Dürrenmatt – aus dem Grab – zum Thema? Und wie geht’s nun weiter?
Der große Hype der Digitalkonferenz SXSW waren E-Scooter. Doch ich prophzeie: Sie werden schon bald Geschichte sein. Die Gründe lesen Sie hier.
Was sind mögliche Auswirkungen von Artikel 13 im Rahmen der EU-Urheberrechtsreform? Wir haben eine ausführliche Analyse und erklären, wer die eigentlichen Profiteure davon sin
Ein Jahr ist Markus Söder nun Ministerpräsident und die Berge sind nicht eingestürzt. Verändert hat sich Bayern aber doch.
Die AfD hat ein Allheilmittel gegen Wiederholungstaten: härtere Strafen. Und noch härtere Strafen. Und dann nochmal härtere Strafen, wenn der Täter einen schlechten Charakter hat. Dass das hilft, wusste man schon vor 70 Jahren.
Matthias Matussek, ehemals angesehener Journalist bei u.a. stern, Spiegel und Welt, wird 65 und wünscht sich zum Geburtstag vor allem Aufmerksamkeit. Die bekommt er, weil er Teile der Gästeliste seines Geburtstags selbst veröffentlicht – und dabei zeigt, wie gern er mit Rechtspopulist*innen und Rechtsextremen feiert. Manch ehemaliger Wegbegleiter wird davon überrascht.
Die Europawahl steht bevor. Also zeigen sich CSU-Chef Markus Söder und Spitzenkandidat Manfred Weber beim politischen Aschermittwoch in seltener Zweisamkeit - alles zur Neuerfindung der CSU.
Kaum ein Nordkoreaner kommt ins Netz, zugleich hat das Land eine schlagkräftige Cyberarmee: Rund 7000 Hacker stehen in den Diensten Kim Jong Uns. Wie die Truppen vorgehen.
Den Gender Studies wird vorgeworfen, die „natürliche“ Ordnung der Geschlechter, der Familien und des Sex zu untergraben. Weltweit sind sie heftigen Angriffen von rechtsgerichteten Populisten und den Verächtern einer liberalen Gesellschaft ausgesetzt. Auf dem Spiel steht dabei weit mehr als nur...
Das wahrscheinliche Ende vieler Zeitungen der DuMont-Gruppe ist weder die erste Hiobsbotschaft für die Branche, noch wird sie die letzte sein. Während der Non-Profit-Journalismus international auf dem Vormarsch ist, steckt der kommerzielle Journalismus in der Krise. In seinem Gastbeitrag beleuchtet Medienforscher Christopher Buschow die schwierigen Bedingungen journalistischer Neugründungen.
Der digitale Kapitalismus hat einen neuen Gesellschaftsvertrag etabliert: Daten gegen Bequemlichkeit. KI spielt für dessen Zukunft eine zentrale Rolle.
Zu den geschichtspolitischen Strategien der AfD gehört die Selbstverlängerung in die Romantik. Kaum etwas könnte beim näheren Hinsehen absurder sein, denn in der Romantik sieht man alles, was die AfD gerne ausschliessen würde.
Die Politiker wirken neben den engagierten Teenagern wie Bürokraten, die deren Forderungen nicht verstehen. Sie sollten aufhören, sie zu maßregeln, denn welche Möglichkeiten der politischen Mitwirkung haben Jugendliche sonst?
Was man unter Framing versteht – und wie es wirklich wirkt
Vor ein paar Tagen habe ich einen Brief an Herrn Axel Voss geschickt. Darin ging es um meine Kritik an Artikel 13 des neuen Urheberrechtsgesetzes des EU. Was heute passiert ist, hatte ich allerdings nicht erwartet. Heute mittag klingelte mein Handy und es ...
Die Reform des EU-Urheberrechts bietet falsche Antworten für eine veränderte digitale Welt. Sie zementiert stattdessen die Rechte von großen Verwertern und nur einem kleinen Teil der Urheber. Trotzdem werden wir mit diesen Regeln über Jahre leben müssen.
Nach mehr als zwanzig Jahren der Verhandlungen wurde 2015 in Paris endlich ein globales Abkommen zum Klimaschutz erreicht, im Konsens von 195 Staaten. Viele deutsche Politiker beteuern immer wieder, dass sie voll hinter diesem Abkommen … Weiterlesen
Es war eine erstaunliche Koinzidenz: Am Sonntag, den 10. März verkündete Sahra Wagenknecht ihren Rückzug aus der von ihr begründeten Sammlungsbewegung „Aufstehen“ und nur fünf Tage später, am 15. März, demonstrierten mehr als eine Million junge Menschen in mehr als 2000 Städten und 120 Ländern, von Grönland bis Südafrika, mit ihrer Sammlungsbewegung „Fridays for future“ für eine neue Klimapolitik. Auf diese Weise fiel das Ende einer von Anfang an falsch, nämlich von der Spitze her gedachten und gelenkten nationalen Bewegung[1] zusammen mit dem wohl definitiven Beginn einer neuen globalen Jugend- und Protestbewegung von unten.
Ein Schiff voller Touristen havariert, Helfer eilen in Hubschraubern herbei. Ein Schiff voller Migranten havariert, Helfer werden am Helfen gehindert. Darf man das miteinander vergleichen? Man muss.
Ich sitze am Schreibtisch und bin müde. Der Tag war lang, die Nacht zuvor haben die Kinder schlecht geschlafen und ich deshalb auch. Nun sind sie wieder im Bett. Endlich Zeit zum Arbeiten. Ganz oben auf meiner To-do-Liste steht dieser Text über das Bauhaus und die Frage, ob Gestaltung Gesellschaft verändern kann – und der Esstisch, der noch nicht abgedeckt ist. Wie lässt sich die Fallhöhe zwischen dem historischen Bauhaus, dem Gesellschaftsdesign und dem dreckigen Geschirr aushalten? Oder anders gefragt: Warum soll man sich mit dem Bauhaus beschäftigen, wenn noch so viel anderes zu tun ist? Und ist für das, was heute zu tun ist, ein Blick auf das Bauhaus sinnvoll?
Europaweit wird gegen die EU-Urheberrechtsreform protestiert. Die re:publica-Gründer Markus Beckedahl und Johnny Haeusler sind uneins, ob das noch hilft.
Er boxt eine Reform durchs EU-Parlament, obwohl Tausende dagegen protestieren. Im VICE-Interview erzählt Axel Voss (CDU), warum er das noch immer für eine schlaue Idee hält.
Der Verfassungsschutz hat eine lange Tradition, rechte Gewalt zu vertuschen und zu verharmlosen. Doch das Problem sind nicht die vielen Skandale, sondern der Geheimdienst selbst. Er dient nicht dem Schutz der Demokratie, sondern der Überwachung politischer Gegner, der Steuerung von antidemokratische
Die CDU kämpft um ihr Image. Im Rahmen der Debatte um geplante Uploadfilter in der EU-Urheberrechtsreform wird jetzt plötzlich eine neue Idee präsentiert: Man könne ja zuerst für Uploadfilter stimmen, aber diese bei der späteren Umsetzung einfach rauslassen. Das ist absurd. Ein Kommentar.
Maschinelles Lernen hat heute schon Einfluss auf die Vergabe von Krediten und Jobs oder die Höhe von Versicherungsbeiträgen. Aber was heißt eigentlich Lernen, wenn wir von einer Maschine sprechen? Und wie leisten wir Nutzer*innen dabei Hilfestellung? Das erklärt Timo Daum in diesem Kapitel aus seine
Was plant Ocado mit seinem neuen Schnellbringdienst für Lebensmittel in London? Und für welche Zielgruppe? Die wichtigsten Antworten auf einen Blick.
Edmund Brettschneider hatte sie angeblich alle: Brad Pitt, George Clooney, Nicole Kidman, Arnold Schwarzenegger, Sharon Stone. Mehr als einhundert Hollywood-Stars gewährten dem Reporter erstaunlich intime Einblicke, sprachen mit ihm über Ehekrisen, Alkoholprobleme, Affären.
Eine Kuhherde tötet eine Frau. Der Bauer haftet. Tirols Politik skandalisiert das Tiroler Kuh-Urteil. Völlig zu Unrecht, wie die präzise Arbeit des Landesgerichts Innsbruck zeigt
Zunehmend setzen Sicherheitsbehörden Software ein, um Verdächtige zu erkennen. Doch dabei geraten auch jede Menge Unschuldige ins Visier der Ermittler. Schuld ist die Mathematik.
Seit Jahren ist es dasselbe Ritual: Ende des Jahres, in der Regel Anfang Dezember, findet eine Weltklimakonferenz statt, um die dramatische globale Lage festzuhalten und zu beklagen. Doch schon nach W
Alte Konservative regen sich über die klimastreikenden Schüler auf. Dabei tun die letztlich nichts anderes, als den wissenschaftlichen Konsens der letzten 30 Jahre pointiert zusammenzufassen.
Die E-Privacy-Verordnung soll die Nachverfolgung der Nutzer im Netz einschränken. Verlage sehen ihr Geschäft in Gefahr. Datenschützer sagen: Das ist Sinn der Sache.
An einem Strand der idyllischen schwedischen Urlaubsinsel Sandön wird eine Leiche angeschwemmt. Der Polizist Thomas Andreasson (Jakob Cedergren) beginnt zu ermitteln ... - Basierend auf Viveca Stens Bestseller-Romanen bringt die Krimiserie aus Schweden (2010) auf mitreißende Art wunderschöne Bilder der Schärenlandschaft mit Familiengeheimnissen und grausamen Verbrechen zusammen.