Monatlich Shaarli
May, 2021
Angela Merkel warnte kürzlich vor einem Deutschland, in dem es zugeht wie in den USA unter Donald Trump. Derweil arbeiten Teile der Union selbst an dieser Entwicklung. Das ist so fatal wie widersinnig.
Der CSU-Abgeordnete Alfred Sauter steht unter Korruptionsverdacht. Grüne und FDP wollen nun wissen, warum seine Tochter im bayerischen Bauministerium so schnell aufsteigen konnte.
Umweltminister Thorsten Glauber will mit viel Geld den Nahverkehr ausbauen, Moore schützen und Windräder bauen - nur der Koalitionspartner CSU weiß davon noch nichts.
Als Mitte Mai 2020 die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der Coronapandemie erstmals seit ihrer Gründung im Jahr 1948 nur virtuell stattfinden konnte, versprachen die Regierungen der reichen Industriestaaten dem „Rest“ der Welt ihre Solidarität bei der Bekämpfung von Covid-19 und eine globale gerechte Verteilung von Impfstoffen. Auf einem nachfolgenden Gipfeltreffen der EU bekräftigte Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit vielen hehren Worten dieses Versprechen. Schon damals stießen diese Ankündigungen bei manchen Beobachter*innen auf große Skepsis, weil die konkret beschlossenen Maßnahmen zu ihrer Umsetzung höchst unzureichend erschienen.
Die Geschlechterordnung unserer Gesellschaft gerät zunehmend ins Wanken. Das zeigen allein schon die Debatten der letzten Wochen: Mit einem gemeinsamen Coming-Out gehen 185 queere Schauspieler*innen an die Öffentlichkeit. Kurz darauf erklärt das Oberlandesgericht Celle, es halte das deutsche Abstammungsrecht für verfassungswidrig, da es nicht gestattet, die Ehepartnerin einer Mutter als Elternteil anzuerkennen. Unterdessen sorgt die gendersensible Schreibweise erneut für Aufregung. Bei den Auseinandersetzungen um diese Fragen handelt es sich keineswegs nur um ideologische „Identitätspolitik“, wie oftmals abfällig behauptet wird. Vielmehr sind sie der Versuch, die symbolische Ordnung der Geschlechter an die realen gesellschaftlichen und reproduktionstechnologischen Entwicklungen anzupassen. Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage: Ist Geschlecht eine biologische Realität oder konstruiert? Und was bedeutet das für aktuelle politische Debatten?
Was Menschen vor, sagen wir, 3.000 Jahren so getrieben haben, lässt sich heute bestenfalls grob rekonstruieren: ein Job für Archäologen. Was aber werden sie in 3.000 Jahren machen? Für den Umgang mit dem deutschen Atommüll ist das keine ganz unbedeutende Frage, sie beschäftigt Experten seit Jahren. Wie hält man künftige Generationen davon ab, genau dort tiefe Löcher zu bohren, wo in grauer Vorzeit – genauer: im 21. Jahrhundert – einmal hochradioaktiver Abfall vergraben wurde? CD-Laufwerke wird es dann vermutlich schon lange nicht mehr geben, und einen USB-Stick werden künftige Archäologen vielleicht so rätselnd in Händen halten wie ihre Ahnen eine getöpferte Grabbeigabe. Wenn es ein Problem gibt, das die Herausforderung Endlagersuche verdeutlicht, dann die Übermittlung des genauen Lageplans. Gesucht wird ein Ort, um die Hinterlassenschaft von vielleicht drei Generationen sicher zu deponieren. Doch gefährlich bleibt diese Hinterlassenschaft rund 30.000 Generationen lang, bis zu einer Million Jahre.
Lange hat er die Macht gesucht, nun ist er angekommen: Bayerns SPD-Landeschef Florian von Brunn ist nun auch Fraktionsvorsitzender. Wird seine Politik "mit Wumms" die Partei aus dem Tief holen?
Und ich finde das richtig schön und die Idee ist auch ganz wundervoll. Diese perfekt loopenden Gifs aus Filmen sind ja schon sehr lange ein Ding und dennoch immer noch wunderschön anzuschauen, diese aber thematisch in einen Film zu sortieren finde ich aber ziemlich clever, weil die Filme dann ja die Geschichte des Films erzählen. Es ist so meta, ich finde es richtig gut. Davon ab geht Ennio Morricone als Soundtrack (hier „My Fault“ aus „My Name is Nobody“) sowieso immer sehr gut klar.
In diesem Jahr wäre der Schweizer Dramatiker Friedrich Dürrenmatt 100 Jahre alt geworden. Seine ehemalige Lektorin Anna von Planta erinnert sich im Fachjournalist an die Zusammenarbeit mit ihm und gibt Einblicke in die Arbeit beim Diogenes Verlag. Von Planta erklärt, was gute Lektoren ausmacht und was angehende Schriftsteller von Autor John Irving lernen können. Außerdem verrät sie ihre drei Lieblingsbücher.
Der Riss durch die Welt – ETA Hoffmann Theater Bamberg – Sibylle Broll-Pape kehrt mit Roland Schimmelpfennigs jüngstem Stück zum Spielbetrieb zurück
Der deutschen Banken- und Finanzaufsicht glückt ein kaum für möglich gehaltenes Kunststück. Sie hat noch mehr Skandale zu verantworten als der Verfassungsschutz. Statt kriminelle Machenschaften aufzudecken, steht sie bei Raubzügen Schmiere.
Facebook startet in Deutschland einen neuen Feed für Nachrichten. Damit will der Konzern nicht in erster Linie seine Nutzer:innen beglücken, sondern Presseverlage wie Axel Springer. Ein Kommentar.
Ziehen die Kinder aus, beginnt für Eltern eine neue Lebensphase: Autorin Andrea Paluch über Veränderungen, Rollenbilder und ihren Mann Robert Habeck.
Heute vor 130 Jahren starb ein verarmter Superstar, dessen gemalte Reise auf dem Mississippi Millionen in die Säle trieb. Es war das Meisterwerk einer vergessenen Kunstform.
Voller Tatendrang agieren die beiden jungen Ermittler Arash "Rash" Sayyad (Ben Tavassoli) und Stefan Kowolski (Mark Strepan) unabhängig voneinander in London. Als ihre Fälle Verbindungen zueinander aufweisen bilden sie ein Team.
Inspiriert von den Bestsellern der Schriftstellerin Helene Tursten: Im Mittelpunkt steht die junge Polizeianwärterin Katarina Huss (Karin Franz Körlöf), die ihren Dienst in Göteborg beginnt.
»Blätter«-Gespräch mit Omri Boehm, Shimon Stein und Moshe Zimmermann, moderiert von »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik
Die Welt verliert ihre tropischen Nebelwälder. In den vergangenen Jahren verzeichneten vor allem Afrika, Nord- und Südamerika große Verluste. Das bedroht das Überleben zahlreicher Arten.
Ständig äußern Schauspieler ihre Meinungen in Talkshows, Interviews oder im Netz. Warum nur glauben sie, dass sie uns die Welt erklären sollen?
Im Schatten der Pandemie wächst die Macht von Google und Facebook. In einem Dokumentarfilm für das ZDF zeigen meine Kollegin Nemi El-Hassan und ich, wie die Tech-Konzerne ihren Einfluss in Berlin und Brüssel weiter ausbauen, wie sie ihre Kampagnen organisieren und weshalb sie von den EU-Aufsichtsbehörden nichts zu befürchten haben.
Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim ist im Netz viel Hass ausgesetzt. Im Gespräch sagt sie, was gegen Verschwörungstheoretiker und Fake News hilft.
Am Anfang vom Ende der Pandemie könnten die Hoffnungen auf Erholung in Bayern steigen. Es bleibt einem zur Zeit ja kaum was übrig als sich auf die Schönheiten vor der eigenen Tür zu besinnen.
Nudeln in Muschel- oder Schleifenform brauchen viel Platz, weil sie sperrig sind. Nun hat ein Forscherteam Nudeln entwickelt, die beim Kochen die gewünschte Form annehmen.
Solange nicht alle Menschen Zugang zu Corona-Impfstoffen und -Medikamenten haben, können sich auch bereits geimpfte Menschen nicht sicher fühlen. Ein Hindernis am Weg zu besserer Versorgung sind Patente. Sie auszusetzen ist aber erst der Anfang.
Die meisten Social-Media-Plattformen haben Donald Trump verbannt – nun nimmt der Ex-US-Präsident die Sache selbst in die Hand. Ein neues Blog-Tool soll ihm die Kommunikation mit seinen Fans möglich machen.
Knapp 200 Hochschulen und Forschungsinstitute in Deutschland haben derzeit keinen Zugang zu Zeitschriften des größten Wissenschaftsverlags Elsevier. Statt über einen Umstieg auf Open Access zu verhandeln, bekämpft Elsevier jedoch lieber Schattenbibliotheken, die Forschenden den vertragslosen Zustand erträglicher machen.
At the onset of the pandemic last year, when hospitals were facing a dire need for protective gear and equipment, we at GiveIndia had responded in record time to stand strong beside our saviours, our healthcare heroes. And we were able to fill the gap by raising ₹28+ lakhs through this mission and helped those who were risking their lives to save ours.
Gruner + Jahr war einst ein bedeutendes Verlagshaus und Europas größter Zeitschriftenverlag. Fast 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzierten über 100 Zeitschriften und Zeitungen, darunter Magazine wie “Stern”, “Geo”, “Brigitte”, “Capital” und “Schöner Wohnen” sowie Tageszeitungen wie “Financial Times Deutschland” und “Berliner Zeitung”. Doch irgendwann setzte der Niedergang ein: “Wird demnächst auch das Frankreich-Geschäft verscherbelt, ist Gruner + Jahr vollständig auf den deutschen Markt zurückgeworfen. Dann droht im Herbst der Todesstoß. Die RTL-Group, der umsatzstarke Fernsehboulevard-Riese, könnte den angeschlagenen Verlag übernehmen, inhaltlich ausschlachten und schließlich liquidieren.” Wolfgang Michal macht sich auf die Suche nach der Antwort auf die Frage, wie es zu diesem beispiellosen Absturz kommen konnte.
Life’s too short to ride busy roads
Find the best route on quiet lanes and cycleways
Mit schwimmenden Algenfarmen lässt sich der Klimawandel wohl nicht so verlangsamen wie bisher erhofft. Das legen Analysen des Großen Atlantischen Sargassum-Gürtels nahe.
Eine Londoner Agentur bietet Influencer:innen auf der ganzen Welt Geld an, damit sie falsche Behauptungen über den Impfstoff von Biontech/Pfizer verbreiten. Mehrere beißen an und veröffentlichen Videos. Recherchen von netzpolitik.org und dem ARD-Magazin Kontraste zeigen: Hinter der Kampagne steckt eine Werbefirma, die vor allem in Russland operiert.
Wegen seiner brillianten Hackerfähigkeiten lässt sich der Student Jeremy von einem Betrüger-Ring einspannen. Er soll einen Cyberangriff auf eine Bank durchführen und Hunderte Millionen Euro stehlen.
Wie die politische Nähe zur Wissenschaft die Demokratie verändert.
Faire maschinelle Entscheidungen werden immer dann zum Thema, wenn Ungleichbehandlung ans Tageslicht tritt. Dabei ist gar nicht so klar, was mit Fairness gemeint ist. Dieser Gastbeitrag erklärt, warum Gerechtigkeit nicht einfach als Plugin aktiviert werden kann und wie vielleicht dennoch faire Algorithmen entstehen können.
Nicht nur Kinder, auch Erwachsene können zu jeder Behauptung eine Begründung verlangen. So entstehen Begründungsketten, bei denen es vor allem am Ende spannend wird. Eine Kolumne.
Aktivist:innen haben die Geodaten aller Häuser in Deutschland öffentlich gemacht. Nun versucht die bayrische Vermessungsbehörde mit ungewöhnlichen Mitteln, dagegen vorzugehen. Dabei sind Geodaten in einigen Bundesländern längst kostenlos und offen.
Die Initiative der Digitalstaatsministerin zur Förderung der digitalen Mündigkeit ist mit großen Versprechen gestartet. Obwohl fast alle hinter dem Anliegen stehen, sind davon bis heute wenige eingelöst. Eine Spurensuche.
Rechte Vereine werden immer wieder als gemeinnützig eingestuft. Zuletzt gelang das dem „Demokratienetzwerk“, das gegen Journalist:innen hetzt.
Varianten von Sars-CoV-2 treiben in vielen Ländern neue Corona-Wellen an. Woher sie kommen und warum sie so schnell entstehen, zeichnet sich erst langsam ab. Die Antwort darauf könnte jedoch auch verraten, wie viele von ihnen noch kommen.
Bei der Vorhersage von Wahlergebnissen kann man vieles falsch machen und trotzdem richtig liegen. Wie das die Meinungsforschung voranbrachte, erzählen Hemmer und Meßner.
Ab Donnerstag findet im Netz die diesjährliche re:publica statt. Die Internet-Gesellschaftskonferenz hat wieder eine Vielzahl an netzpolitischen Themen und Debatten im Programm. Wir bieten einen kleinen Überblick, Stream-Tickets gibt es noch zu kaufen.
Covid-19-Impfungen für Kinder und Jugendliche - muss das sein? Ist das zu rechtfertigen? Überwiegt der Nutzen das Risiko? Hier stellen sich viele Fragen für Eltern, auch der Mutter und Ärztin Natalie Grams.
Meinen, ohne zu wissen, ist grundsätzlich nicht sinnvoll – in der Nahostkrise erst recht nicht. Unschuldige sind die Leidtragenden, ihnen sollte Solidarität gelten.
Aufbruch im Osten, Geflüchteten-Integration in Hessen, Kampf mit der Armut in Baden-Württemberg: Regelmäßig zeigt die ARD in ihren Dritten Programmen richtig gute Regional-Reportagen. Peer Schader hat mal genauer hingesehen.
Impro-Serie mit Charly Hübner - Ein Roadtrip durch die Republik auf der Suche nach verdrängter Schuld und Verantwortung.
Hass und Häme sind alte Bräuche, die sich bis heute größter Beliebtheit erfreuen. Ein frühes Shitstorm-Opfer war die Tänzerin Lola Montez.
In "Schlafschafe" geht es um eine Familie, die auf eine harte Probe gestellt wird, als die Sorgen, Ängste und besonders die Weltanschauungen der Eltern plötzlich nicht mehr zusammenpassen.
Wer dem Social-Media-Oligopol von Facebook, Twitter, Youtube und Co. den Rücken kehren will, muss auf alternative Plattformen ausweichen – und rutscht damit unweigerlich in eine Parallelwelt. Ein Selbstversuch.
Berichte über Verkehrsunfälle halten die Schuld häufig von Autofahrern fern. Laut Dirk Schneidemesser prägt das unser Bewusstsein.
Fast alle GNU/Linux-Distribution kommen von Hause aus mit einer grossen Anzahl von Schriftarten daher. Da finden sich Fonts mit Namen wie: Ani, Chilanka, Dyuthi, Jamrul, Kalimati, usw. In der Regel sind es hunderte Schriftarten, die ohne euer Zutun von der Distribution mitgebracht werden. Von dieser Menge werden üblicherweise nur 10 Prozent wirklich verwendet. Da stellt sich die Frage, wie man die überflüssigen Fonts loswird.
Soziale Netzwerke wie Twitter, Instagram, Facebook, YouTube und Co. sollte man eigentlich meiden. Jedenfalls dann, wenn einem Datenschutz und ein freies/offenes Internet am Herzen liegt. Wer auf die Inhalte dieser Plattformen hin und wieder dennoch zugreifen möchte, der kann dies zumindest datenschutzfreundlich tun.
Der Bundestag verlangt, dass Musikklubs im Baurecht mit Museen und Opernhäusern gleichgestellt werden. Eine Entscheidung, die ungeahnte Folgen haben könnte.
Man müsse den Weltuntergang ernst nehmen, sagt der Romanist und Apokalypseforscher Robert Folger. Er erklärt, warum die Corona-Pandemie eine Apokalypse ist und was das bedeutet.
Twitter erweitert seine Plattform um einen Audio-Dienst. Via "Spaces" können die Nutzer Gespräche hosten und anhören - ähnlich wie bei Clubhouse. Dem Original ist man auch schon in einem Punkt voraus.
Mit einem genialen Trick treiben deutsche Influencer ihre Follower-Zahlen nach oben. Die Deals werden in geheimen Telegram-Gruppen gemacht. Offenbar fließen Zehntausende Euro.
Ob Vertrauen in den Partner, in Kollegen, Politiker oder in vollkommen Fremde: Wann wir uns auf andere verlassen und wann nicht, verrät mehr über uns selbst als über unsere Mitmenschen.
Vor zehn Jahren erschoss ein US-Kommando Osama Bin Laden in Pakistan. Unser Autor erinnert sich an seine Tage vor dem Haus des meistgesuchten Terroristen der Welt.
Die Medien sind in der Krise, aber ein Greifswalder Magazin ist ein Erfolg: Nischenthemen, keine Bilder, rasantes Wachstum. Jetzt machen sie eine Zeitung.
Warum ist die Mär vom bürgerlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus noch heute so populär? Gedanken anlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl.
Die kriminelle Organisation versucht die Pandemie für sich zu nutzen und setzt etwa Gastronomen massiv unter Druck. Sandro Mattioli kennt die Ziele und Methoden der 'Ndrangheta in Bayern und ist von der Politik enttäuscht.
Herr Laschet,
ich bin kein Freund offener Briefe.
Wenn ich jemandem die Meinung zu sagen habe, schreibe ich ihm persönlich.
Doch wenn ich Ihnen schriebe, käme der Brief überhaupt bei Ihnen an? Und wenn er ankäme, würden Sie ihn auch lesen? Und angenommen, Sie läsen ihn, würden Sie ihn verstehen? Ich bezweifle alles davon und Letzteres am meisten.
Die brutale Tötung George Floyds, eines 46jährigen schwarzen Mannes, begangen von vier Polizisten der Stadt Minneapolis, hat einen landesweiten Aufstand entfacht. Diese Proteste lösen Erschütterung, Euphorie, Sorgen, Angst und Solidaritätserklärungen aus. Allein ihr Umfang ist erstaunlich. Überall in den Vereinigten Staaten, in großen wie in kleinen Städten, strömten junge Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft auf die Straßen, Menschen, die die Nase voll haben. Es handelt sich um den größten Aufstand seit den Riots in Los Angeles im Jahr 1992. Die Wut und Erbitterung über rassistische und hemmungslose Polizeigewalt, Machtmissbrauch und sogar Mord brechen sich schließlich Bahn, und zwar landesweit.
Das Angebot einer mysteriösen Fremden im Zug stürzt einen verschuldeten Ex-Polizisten in ein Dilemma: Geht er darauf ein, ist er alle Sorgen los, doch leider auch seine Selbstachtung.
Finnland ist dabei, als erstes Land der Welt sein Atommüll-Problem zu lösen. Das Endlager für abgebrannte Brennelemente mit der Bezeichnung "Onkalo" soll gegen Mitte der 2020er Jahre den Betrieb aufnehmen. Man rechnet in Finnland also damit, den ewigen Rivalen Schweden hinter sich zu lassen, dessen identisch konzipiertes Endlagerprojekt noch die Zulassung der Regierung benötigt, sowie die nukleare Supermacht Frankreich, die eine Endlagerung ab Anfang der 2030er Jahre plant. Regelmäßig wird das finnische Projekt als vorbildlich bezeichnet. Es gilt als Best-practice-Beispiel für ein demokratisches, konsensorientiertes und partizipatives Verfahren und für eine schlüssige Langzeitplanung. Trotz seiner unbestreitbaren Vorteile hat das finnische Modell, das auf Vertrauen beruht, jedoch auch seine Schwächen.
Im anstehenden Bundestagswahlkampf wird digitale Werbung wohl so bedeutend wie noch nie. Allerdings gibt es bislang kaum Gesetze, die den Wahlkampf im Netz regeln und vor Manipulation oder Hetze schützen. Ein zivilgesellschaftliches Bündnis schlägt den Parteien nun einen Verhaltenskodex vor.
In Schweden droht ein Tabubruch: Bei der Parlamentswahl im Herbst 2022 planen die bürgerlichen Parteien, einen politischen Wechsel herbeizuführen – indem sie auf die Unterstützung durch die rechten Schwedendemokraten setzen. Schon seit geraumer Zeit kritisieren die liberal-konservative Moderate Sammlungspartei und die konservativen Christdemokraten die Krisenpolitik der rot-grünen Regierung in Stockholm scharf. Auffällig wohlwollende Töne finden sie hingegen gegenüber den Schwedendemokraten. Führt der Sonderweg in der Coronapandemie nun also zu einem politischen Rechtsruck – ausgerechnet in jenem Land, das wie kaum ein anderes durch die Sozialdemokratie geprägt wurde?
Australien führe einen Stellvertreterkrieg von globaler Tragweite, verkündete Ende Februar der dortige Finanzminister Josh Frydenberg, die ganze Welt blicke auf seinen Kontinent. Und tatsächlich hatte das Kräfteringen zwischen der liberal-konservativen Regierung in Canberra und den Techkonzernen des Silicon Valley internationale Bedeutung. Denn als erstes Land wollte Australien Google und Facebook per Gesetz dazu zwingen, ihre Werbeeinnahmen mit den traditionellen Medienunternehmen im Lande zu teilen.
Aber “Er” checkt doch nur Privilegien und stellt Zeitungsartikel gegenüber, um zu zeigen wie schlimm Journalisten sind und wie wenig man der Presse angeblich trauen kann. Die Rede ist vom anonymen Account Argonerd, der im Rahmen dieser Kurzanalyse betrachtet wird.
In der amerikanischen Wirtschaftspolitik gehen enorme Änderungen vonstatten. Der Inhalt und das Ausmaß von Joe Bidens wirtschaftspolitischen Initiativen, die Geschwindigkeit, mit der er sie vorbringt, aber auch die nur sehr gedämpfte ideologische Opposition deuten darauf hin, dass wir es mit einem neuen politischen Paradigma zu tun haben – ganz ähnlich wie bei den Amtsübernahmen von Franklin D. Roosevelt 1933 oder Ronald Reagan 1981. Jeder neue Präsident bringt neue Initiativen mit, aber nur alle paar Jahrzehnte kommt ein Präsident mit einer neuen Philosophie, wie Politik gestaltet werden sollte.
Die Aktivistin Lilith Wittmann hat in der vergangenen Woche mehrere gravierende Sicherheitslücken in Wahlkampf-Apps gefunden. Im Interview erzählt sie, wie einfach sie tausende Datensätze mit Informationen zu Alter, Geschlecht und politischer Meinung finden konnte und was sie daran am meisten bestürzt.
New Ocean Sea Cycle - Pinakothek Ed. 1/14 – Baffin: Der US-amerikanische Choreograph Richard Siegal arbeitet mit seiner am Schauspiel Köln beheimateten und tief in München verwurzelten Kompanie Ballet of Difference an hybriden Formen, in denen sich nicht nur unterschiedliche Kunstdisziplinen, sondern auch ästhetische und naturwissenschaftliche Perspektiven wechselseitig durchdringen.
Bei Instagram und Twitter kommentieren viele den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, als würden sie ihre Fußballmannschaft anfeuern. Was helfen würde: mehr zuhören, weniger behaupten.
Wie frei und verantwortlich für unser Handeln sind wir wirklich? Philosophen suchen Antworten auf eine knifflige Frage.
Kaum jemand im Unionsvorstand reagierte so wütend auf die Nominierung Hans-Georg Maaßens zum CDU-Bundestagskandidaten wie Serap Güler. Warum?
Die junge Polizistin Chloé Bresson ermittelt in der Serie "Maroni" in verschiedenen mystischen Fällen, die sie in der 1. Staffel ins tropische Französisch-Guayana und in der 2. Staffel auf das eisige Neufundland führen. Die französische Thriller-Serie ist in voller Länge ab 13. Mai online verfügbar. Die 1. Staffel ist online bis zum 9 Juni und die 2. Staffel bis zum 25. Juni.
Das Lokalblatt „Nordkurier“ fällt zunehmend durch seine Nähe zur „Querdenken“-Bewegung auf. Das Start-up „Katapult MV“ möchte dem etwas entgegensetzen.
„Volle Transparenz“? Der Gesundheitsminister und sein Sprecher informieren die Medien nicht, sondern dirigieren sie. Wer kritisiert, wird ausgeschlossen.
Als Juso-Chef machte Kevin Kühnert erstmals Bekanntschaft mit der »Bild«-Zeitung. In einem neuen Buch von Kritikern rechnet er nun mit dem Boulevardblatt ab. Ein Auszug aus »Ohne Rücksicht auf Verluste: Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet«.
Die USA machen den Weg frei, um den Schutz geistiger Eigentumsrechte für Covid-19-Impfstoffe auszusetzen. Über Zugang zu Medikamenten wird bei der WTO bereits seit über 20 Jahren gerungen. Zu den Hintergründen.
In der Pandemie sind schwere Fehler gemacht worden. Manche sind unverzeihlich. Wenn unsere Gesellschaft heilen will, dann darf sie nicht vergessen – und muss versuchen, sich zu versöhnen.
Spielt naturwissenschaftliche Evidenz in der Pandemie eine zu große Rolle? Nun, schon Francis Bacon wusste: Man besiegt die Natur, indem man ihren Gesetzen gehorcht.
Der „Babylon Berlin“-Star wollte in „Die Basis“ eintreten, das Verfahren läuft noch. netzpolitik.org konnte Dokumente einsehen, die dies belegen. Dabei hatten Initiatoren von „#allesdichtmachen“ eine Nähe zur „Querdenken“-Bewegung vehement von sich gewiesen.
Ab sofort verantwortet Christine Strobl die Planung für das Erste und die Mediathek. Eine Liste mit Aufgaben habe sie dafür nicht vorbereitet, sagt sie. Macht ja nichts: Peer Schader ist gerne dabei behilflich.
Die Allianzen des wehleidigen Bürgertums bereiten Leo Fischer mehr Sorgen als jede Maskenpflicht