Der Markt für Kontrollsoftware boomt. So bietet der Riesenkonzern Microsoft eine Produktivitätsbewertung für Unternehmen an, für die Microsoft eine Menge Daten sammelt. Kritiker:innen bezeichnen diesen Service als ein „Instrument zur Arbeitsplatzüberwachung“.
Christian Sievers übernimmt zum Jahresende das “heute journal” von Claus Kleber, der in den Ruhestand geht. Die “Süddeutsche” stellt den neuen Mann vor, der bereits auf ein bewegtes Reporterleben zurückblicken kann und als langjähriger Nahost-Korrespondent des ZDF vom Studio Tel Aviv aus gearbeitet hat.
Ein Mann inspirierte Ian Fleming zu seinem berühmten 007: Dušan Popov. Der Serbe liebte Luxus, trat mondän auf und spionierte als Doppelagent die Nazis aus.
Die AfD hat Stimmen verloren und auch Hans-Georg Maaßen scheiterte mit seinen radikalen Positionen. Ist jetzt das Rezept gefunden gegen das rechte Gift? Nein.
Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler gehört zweifellos zu den produktivsten und wirkmächtigsten Intellektuellen des Landes. Zu seinem siebzigsten Geburtstag hat er sich nun selbst mit einem neuen Werk beschenkt, das viele bekannte Ideen seiner anderen Bücher an den Schöpfungen eines bemerkenswerten Trios schärft, nämlich an Marx, Nietzsche und Wagner.
Die Corona-Pandemie hat das Leben auf der ganzen Welt verändert. Die Virologin Jana Schroeder erklärt im Interview mit t-online, wann die Normalität zurückkehren könnte – und was dafür besonders wichtig wäre.
In einem Staat halten sich Menschen an Regeln, die sie sich nicht selbst ausgesucht haben. Doch warum tun sie das? Dafür sind aus philosophischer mehrere Erklärungen denkbar. Eine Kolumne.
Helmut Stahl erinnert sich mit Schauern an die Zeit zurück, da er Schmetterlinge aufspießte und in Schaukästen ausstellte. Längst ist er nur noch mit der Kamera unterwegs. Die Geschichte einer Kehrtwende.
Bei einer Regierung aus SPD, Grünen und Linkspartei drohten dem Freistaat "erhebliche Strukturnachteile", warnte Parteichef Söder. Gut weg kommen bei ihm auch Freie Wähler und FDP nicht.
Bayerns Grundwasser ist vielerorts mit Schadstoffen aus der Landwirtschaft belastet. Es muss gereinigt werden - oder von weiter unten gefördert. Das aber soll nun erschwert werden. Wasserversorger sind besorgt.
In vielen Gegenden der Welt ist das Wasser knapp. Der Klimawandel verstärkt dieses Problem zusätzlich – auch in den Industrienationen. Eine Lösung? Wasser einfach aus der Luft ziehen. Das geht. Und zwar auch ohne den Einsatz von Strom. Das zeigen nun Forscher aus der Schweiz, die ihre Idee für den Nachbau freigeben.
Menschen interessieren sich zunehmend für Umweltschutz. Egal ob nachhaltige Kleidung, Bio-Lebensmittel, ökologischer Strom oder alternative Transportmittel. Freitags finden großflächige Demonstrationen in allen Teilen der Welt statt und auch die Politik gerät zunehmend unter Druck. Auch wenn es sehr lobenswert ist, dass wir an Mode, Essen oder Transport denken, eine Sache wird meist vergessen: Die nachhaltige IT.
Das ZDF gewinnt überraschend das Rennen um die beste politische Dokumentation dieses Wahlkampfes gegen Rekordmeister Stephan Lamby. Herzlichen Glückwunsch auch an das Publikum.
Hier glauben viele Leute, sie seien vor dem Klimawandel sicher, erklärte mir der Journalist einer deutschen Tageszeitung. Sie halten ihn nicht für eine unmittelbare Bedrohung wie Covid-19. Sie betrachten die Grünen als Miesmacher, die ihnen die billigen Urlaube wegnehmen wollen. „Was würden Sie denen sagen?“ Die Frage erreichte mich Ende Juni per Videoanruf, als ich in meinem nichtklimatisierten Zuhause saß und mich im Griff einer Hitzewelle befand. Diese forderte in der kanadischen Provinz British Columbia binnen Wochenfrist rund 500 Menschenleben und brachte auf glühend heißen Küstenstreifen etwa eine Milliarde Meerestiere zum Kochen. Im Laufe der Jahre bin ich mit vielen dieser „Warum sollte es mich kümmern?“-Fragen konfrontiert worden, und ich bemühe mich normalerweise um ein moralisches Argument, dass wir eine Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen haben, selbst wenn wir nicht unmittelbar betroffen sind. Aber dafür war ich viel zu erhitzt und wütend, also sagte ich stattdessen: „Warten Sie ein wenig.“ Was ich meinte, war folgendes: Bei allen politischen Kalkulationen darüber, welche Klimapolitik Menschen akzeptieren werden oder nicht, ist es niemals klug, die Erde als Hauptakteur auszuklammern. Unser Planet drängt sich in diese Kalkulationen und verändert dabei rapide die Ansichten all jener, die sich in Sicherheit wähnten.
Anonyme Aktivist:innen rüsten mit Meme-Kanälen für die kommende Bundestagswahl auf. Der Schauplatz der Gefechte ist das soziale Netzwerk Instagram. Am meisten Aufmerksamkeit gibt es hier für die Memefigur Markus Söder – allerdings nicht für seine Rolle als bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender.
Im Wahlkampf gehen Union und SPD aufeinander los. Vor einigen Wochen peitschten sie noch gemeinsam das IT-Sicherheitsgesetz durch den Gesetzgebungsprozess. Ohne Rücksicht auf Kritik von Experten. Und ohne diesen genug Zeit für Stellungnahmen zu geben. Unsere Kolumnistin Kryptomania arbeitet den unrühmlichen Vorgang auf – und staunt immer noch darüber, dass ihr dazu keine der üblichen Science-Fiction-Analogien eingefallen ist. Als Sci-Fi-Autoren in ihren Romanen Forscher und Wissenschaftler ins Weltall schickten, ahnten sie offenbar nicht, dass es irgendwann auch ganz ohne Experten gehen wird.
Man könnte sich schön lustig machen über Trielle und Kandidaten. Aber vor dieser Bundestagswahl haben viele versagt, auch wir Medien.
Wie soll unsere digitale Welt im Jahr 2030 aussehen? Mit dieser Frage haben sich 15 verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen beschäftigt. Ihre Visionen zeigen, wie es besser gehen kann: gerechter, barrierefrei und gemeinwohlorientiert – nicht nur im Netz.
In anderthalb Pandemie-Jahren haben sich die meisten Jugendlichen solidarisch mit den älteren Generationen gezeigt und Freiheitseinschränkungen hingenommen. Es ist an der Zeit, den Jungen mehr Gehör zu schenken und ihr Protestpotenzial konstruktiv zu nutzen.
Die ZDF-Reihe "Herz & Viren" dokumentiert eindrucksvoll den deutschen Klinikalltag – anders als ProSieben im Frühjahr aber nicht in der Primetime. Peer Schader meint: Es wird Zeit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Prioritätensetzung überdenkt.