Menschen interessieren sich zunehmend für Umweltschutz. Egal ob nachhaltige Kleidung, Bio-Lebensmittel, ökologischer Strom oder alternative Transportmittel. Freitags finden großflächige Demonstrationen in allen Teilen der Welt statt und auch die Politik gerät zunehmend unter Druck. Auch wenn es sehr lobenswert ist, dass wir an Mode, Essen oder Transport denken, eine Sache wird meist vergessen: Die nachhaltige IT.
Das ZDF gewinnt überraschend das Rennen um die beste politische Dokumentation dieses Wahlkampfes gegen Rekordmeister Stephan Lamby. Herzlichen Glückwunsch auch an das Publikum.
Hier glauben viele Leute, sie seien vor dem Klimawandel sicher, erklärte mir der Journalist einer deutschen Tageszeitung. Sie halten ihn nicht für eine unmittelbare Bedrohung wie Covid-19. Sie betrachten die Grünen als Miesmacher, die ihnen die billigen Urlaube wegnehmen wollen. „Was würden Sie denen sagen?“ Die Frage erreichte mich Ende Juni per Videoanruf, als ich in meinem nichtklimatisierten Zuhause saß und mich im Griff einer Hitzewelle befand. Diese forderte in der kanadischen Provinz British Columbia binnen Wochenfrist rund 500 Menschenleben und brachte auf glühend heißen Küstenstreifen etwa eine Milliarde Meerestiere zum Kochen. Im Laufe der Jahre bin ich mit vielen dieser „Warum sollte es mich kümmern?“-Fragen konfrontiert worden, und ich bemühe mich normalerweise um ein moralisches Argument, dass wir eine Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen haben, selbst wenn wir nicht unmittelbar betroffen sind. Aber dafür war ich viel zu erhitzt und wütend, also sagte ich stattdessen: „Warten Sie ein wenig.“ Was ich meinte, war folgendes: Bei allen politischen Kalkulationen darüber, welche Klimapolitik Menschen akzeptieren werden oder nicht, ist es niemals klug, die Erde als Hauptakteur auszuklammern. Unser Planet drängt sich in diese Kalkulationen und verändert dabei rapide die Ansichten all jener, die sich in Sicherheit wähnten.
Anonyme Aktivist:innen rüsten mit Meme-Kanälen für die kommende Bundestagswahl auf. Der Schauplatz der Gefechte ist das soziale Netzwerk Instagram. Am meisten Aufmerksamkeit gibt es hier für die Memefigur Markus Söder – allerdings nicht für seine Rolle als bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender.
Im Wahlkampf gehen Union und SPD aufeinander los. Vor einigen Wochen peitschten sie noch gemeinsam das IT-Sicherheitsgesetz durch den Gesetzgebungsprozess. Ohne Rücksicht auf Kritik von Experten. Und ohne diesen genug Zeit für Stellungnahmen zu geben. Unsere Kolumnistin Kryptomania arbeitet den unrühmlichen Vorgang auf – und staunt immer noch darüber, dass ihr dazu keine der üblichen Science-Fiction-Analogien eingefallen ist. Als Sci-Fi-Autoren in ihren Romanen Forscher und Wissenschaftler ins Weltall schickten, ahnten sie offenbar nicht, dass es irgendwann auch ganz ohne Experten gehen wird.
Man könnte sich schön lustig machen über Trielle und Kandidaten. Aber vor dieser Bundestagswahl haben viele versagt, auch wir Medien.
Wie soll unsere digitale Welt im Jahr 2030 aussehen? Mit dieser Frage haben sich 15 verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen beschäftigt. Ihre Visionen zeigen, wie es besser gehen kann: gerechter, barrierefrei und gemeinwohlorientiert – nicht nur im Netz.
In anderthalb Pandemie-Jahren haben sich die meisten Jugendlichen solidarisch mit den älteren Generationen gezeigt und Freiheitseinschränkungen hingenommen. Es ist an der Zeit, den Jungen mehr Gehör zu schenken und ihr Protestpotenzial konstruktiv zu nutzen.
Die ZDF-Reihe "Herz & Viren" dokumentiert eindrucksvoll den deutschen Klinikalltag – anders als ProSieben im Frühjahr aber nicht in der Primetime. Peer Schader meint: Es wird Zeit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Prioritätensetzung überdenkt.
Ich mag ja Apokalypsen, aber die sind dieser Tage einfach schwer zu bekommen. Je genauer man sich die gängigen Großkatastrophen anguckt, desto weniger bleibt von ihnen übrig.[1] Aktuelles Opfer dieser tragischen Schrumpfung ist der große Mega-Tsunami im Nordatlantik, den ein zusammenbrechender Vulkan auf den Kanarischen Inseln eigentlich schon in naher Zukunft auslösen sollte.
Die Modernisierung des fast 100 Jahre alten Innkraftwerks im oberbayerischen Töging ist das größte Wasserkraftprojekt in Deutschland. Eine Anlage wie diese könnte heute kaum mehr gebaut werden. Sie jetzt zu erneuern, bringt jede Menge zusätzliche Energie.
Als der Autor mithilfe einer App Autos meldet, die illegal in seiner Straße parken, wird er zuhause bedroht. Er wehrt sich. Doch er hat kaum eine Chance
Die Folge des Ausflugs-Booms: übervölkerte Alpen. Das nervt nicht nur die Anwohner, sondern stresst auch die Natur. In Kochel am See wurde nun über die Probleme diskutiert - und wie sie sich lösen lassen.
Die Fraktionen der Freien Wähler, SPD und FDP treffen sich gerade zu Beratungen. Alle drei rechnen sich bei der Bundestagswahl gute Chancen aus.
Weil der Krater im Nördlinger Ries dem Mond ähnlich ist, kommen Astronauten und Weltraumforscher aus der ganzen Welt. Nur die Bavaria-One-Experten waren noch nicht da. Dabei gibt es vermutlich bald einen, den sie gerne auf den Mond schießen würden.
Am Rande der IAA in München gehen Sicherheitsbehörden mit erweiterten Befugnissen gegen ZivilistInnen und Presse vor. Während sich die Autoindustrie um eine klimapositive Selbstdarstellung bemüht: als Teil der Lösung nämlich und keineswegs als Teil des Klimaproblems. Eine Nachbetrachtung.
Inzwischen räumen die Parteien netzpolitischen Themen viel Platz ein. Wir haben uns die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien angesehen und nehmen ihre digitalen und bürgerrechtlichen Schwerpunkte unter die Lupe.
Apples Umgang mit der Kritik an der geplanten Foto-Überwachung auf iPhones zeigt: So etwas wirkt. Fördern will der deutsche Staat solche Kritik aber nicht.
Die Verantwortung der Krimi-Autor*innen: Einige Forderungen an ein obrigkeitshöriges Genre - 54books
Haben Kriminalroman-Autorinnen eigentlich irgendeine Art von Verantwortung? Vor ein paar Jahren hätte ich auf diese Frage vermutlich glatt und schriftstellerig geantwortet: Ja, nicht zu langweilen. Oder, an einem anspruchsvolleren Tag: Ja, auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam machen, die Abgründe hinter der Normalität auszuloten, sowas. Ich hätte mich also in Gemeinplätze gerettet, denn ich habe in meinen ersten Jahren im Krimi-Genre wenig über die Verantwortung der Autorinnen nachgedacht. Warum eigentlich? Und wie hat sich das geändert?
Dylan Voller gegen die Medien: 2019 verklagte der Australier drei Medienunternehmen für Facebook-Kommentare unter Beiträgen über ihn. Der Oberste Gerichtshof Australiens hat Voller nun in letzter Instanz recht gegeben. Damit sind erstmals Betreiber öffentlicher Facebook-Seiten für Inhalte von Drittnutzern verantwortlich.