Vor wenigen Wochen haben vermutlich selbst jene Menschen, die regelmäßig in Wertpapiere investieren, zum ersten Mal von der Aktie des Unternehmens Gamestop gehört. Gamestop ist eine US-amerikanische Einzelhandelskette für Computerspiele und Unterhaltungssoftware, die sich seit Jahren im Niedergang befindet. Größere Aufmerksamkeit erhielt sie meist nur dann, wenn sie wieder einmal hunderte Filialen dichtmachen musste. Umso überraschender fiel die gewaltige Kursexplosion der Unternehmensaktie zu Jahresbeginn aus: Innerhalb weniger Tage stieg deren Wert um mehr als 2000 Prozent an.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen der gegenwärtigen Woge des Populismus und dem vielleicht schon abgeschlossenen Zeitalter der Transparenz? Haben jene Kritiker, die vor den Gefahren der Kultur der Transparenz für die Demokratie gewarnt haben, am Ende Recht behalten?
Es war ein kleines Experiment am vergangenen Montag, dem Internationalen Frauentag: In der gesamten ZiB2 waren keine männlichen Mehrzahlformen zu hören. Ganz am Ende der Sendung erklärte ich es kurz: „Männer waren mitgemeint.“
Die Luft in Klassenzimmern und anderen Räumen von infektiösen Aerosolen zu befreien, kann künftig deutlich einfacher werden. Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie haben eine Lüftungsanlage konstruiert, die sich mit Materialien aus dem Baumarkt nachbauen lässt. Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium prüft nun den Einsatz auch an anderen Schulen. Die Integrierte Gesamtschule Mainz-Bretzenheim testet die Anlage bereits. Ein Baubericht für den Nachbau ist online zu finden.
Im Stockholmer Finanzsektor wird die junge Reporterin Bea Farkas auf ein großes und recht fragwürdiges Bankgeschäft aufmerksam. Als sie beginnt, für ihre Recherche Fragen zu stellen, stößt sie auf einen gewaltigen Finanzbetrug. Erschwerend für die Veröffentlichung kommt hinzu, dass sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat, der ausgerechnet der Chef der betroffenen Bank, Peder Rooth, ist.
Während Deutschland die Öffnung von Läden und Restaurants plant, drängen Politiker:innen auf eine einheitliche Lösung für die Corona-Kontaktverfolgung. Die Check-In-App Luca bietet eine solche Lösung, doch Kritiker:innen fürchten, sie lenke vor allem von der Realität ab.
Informationsfreiheitsgesetze stärken die politische Beteiligung, vor allem in lokalen Zusammenhängen. Das sagen Leute in Deutschland, die diese Gesetze nutzen. Um das demokratische Potenzial voll auszunutzen, besteht aber Änderungsbedarf in Gesetzgebung und Praxis.
Die Musikindustrie verkündet die Rückkehr der Netzsperren. Das Instrument hat gefährliche Nebenwirkungen und wird in autoritären Staaten zum Aufbau einer Zensurinfrastruktur missbraucht. Seht es endlich ein: Netzsperren schaffen mehr Probleme, als sie lösen. Ein Kommentar.
Wer Kommentarspalten betreut, kennt Rassismus, Antisemitismus und andere Abwertungen in immer neuen sprachlichen Ausdrücken und Memes – aber auch in Emojis.
Was ist wirklich schlecht gelaufen bei der Bekämpfung der Coronapandemie, was entspricht einfach nur dem Regierungsstil der Union – und wo ist der Unterschied? Ein Untersuchungsausschuss könnte es aufklären.
Mit dem Untertitel „Geschichten aus dem subversiven Widerstand“ bietet das neue Buch von Jean Peters jede Menge Einblicke in die Aktionskunst. Es handelt von Aussteigerprogrammen für Geheimdienstler, zurückgerufenen Waffen und der Notwendigkeit, trotz und wegen allem weiterzumachen. Ein Auszug.
Dass automatisierte Entscheidungen zu Problemen führen, ist mittlerweile bekannt. Für die Betroffenen gibt es oft keine Möglichkeit, sich zu beschweren. Die Plattform Unding will jetzt dafür sorgen, dass Stimmen zu Negativbeispielen an den richtigen Stellen gehört werden.
Schwerin schwitzt. Es ist der heißeste Sommer seit Jahren. Die Kommissare Lona Mendt und Frank Elling ermitteln im Fall eines Mannes, der mit durchschnittener Kehle kopfüber in seinem Bad aufgehängt wurde. Als kurz darauf ein weiteres Opfer ermordet wird, zeichnet sich die Tat eines Serienmörders ab.
Wenn Bundes- und Landesregierungen schon verschlafen, nach einem Jahr selbst eine digitale Kontaktverfolgung für Restaurants und Veranstaltungen an den Start zu bringen, dann sollte wenigstens die Lösung, die sie jetzt allen empfehlen, Open Source sein. Ein Kommentar.
Burnout mit 18: Für junge AktivistInnen endet der Kampf gegen die Klimakrise immer häufiger in der Psychiatrie. Das ist nicht nur ein persönliches Problem. Hinter psychischen Erkrankungen stecken gesellschaftliche Strukturen.
Fünf Schnelltests von Aldi? Unser Autor ging früh morgens zum Discounter, ergatterte Corona-Tests und machte einen Fehler: Er traf sich mit Freunden zu Kaffee und Kuchen.
Staatstrojaner werden von Regierungen auch eingesetzt, um missliebige Aktivist:innen und Journalist:innen zu überwachen. Betroffene schildern, wie schmerzhaft das ist und wie bedrohlich die Spionagesoftware für die Menschenrechte sein kann.
Zu Beginn der Coronazeit ging eine Montage von sieben Gesichtern um die Welt. Sie gehörten den Staats- und Regierungsoberhäuptern, die ihre Länder am besten durch die Krise manövrierten und am souveränsten Führung demonstrierten. Es waren ausnahmslos weibliche Gesichter: die Porträts der Staats- und Regierungschefinnen von Deutschland, Taiwan, Neuseeland, Island, Finnland, Norwegen und Dänemark. Es sind die Gesichter einer neuen Politik, deren Bilder weltweit geteilt wurden, weil sie eine neue Form weiblicher Autorität repräsentieren.
Der VideoLAN-Gründer Jean-Baptiste Kempf spricht im Golem.de Interview über Softwarepatente und die Idee, einen Verkehrskegel als Symbol zu verwenden.
Vier volle Strophen lang muss sich Verkehrsminister Andi Scheuer auf dem Nockherberg anhören, was im Mautdebakel von ihm erwartet wird. Direkter kann sich ein Kabarettist sein Opfer nicht vorknöpfen. Die Szene zeigt: Derblecken funktioniert auch virtuell.