Das alljährliche Kräftemessen verläuft digital weniger krawallig als normalerweise. CSU und Grüne zeigen im Wahljahr Ambitionen zum Regieren, aber nicht zum Koalieren. Und dann deutet Söder schließlich Lockdown-Lockerungen an.
Nach einem Treffen mit Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Söder wirken Bayerns Kommunalchefs halbwegs versöhnt. Bei der Diskussion um Lockerungen ist von einer "Gratwanderung" die Rede.
Seit Beginn der Coronapandemie macht auch hierzulande ein Modell mobiler Arbeit eine erstaunliche Karriere: das Homeoffice. Angetrieben durch den Versuch, der Pandemie auch in der Arbeitswelt Paroli zu bieten, gewann das Arbeiten von zu Hause erheblichen Auftrieb. Bot vor der Pandemie etwa jeder vierte Betrieb in Deutschland die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten an – wobei diese zumeist nur stundenweise genutzt wurde und ganze Homeoffice-Tage eher die Ausnahme bildeten –, waren es während der Pandemie gut drei Viertel der Firmen.
Der Streitfall zwischen Google und Verlagen in Australien um ein Mediengesetz könnte neue Standards setzen. Ähnliche Regulierungsvorhaben gibt es in aller Welt
Vieles spricht dafür, dass das Bundeskriminalamt beim Takedown der Emotet-Infrastruktur seine Befugnisse überschritten hat. Auch wenn die Ausschaltung der Schadsoftware ein großer Erfolg war: Die Maßnahmen müssen rechtlich überprüft werden.
Mit einer harten Verhandlungstaktik wehrt sich der Social-Media-Konzern gegen ein neues australisches Mediengesetz. Doch der Schritt, Journalismus verschwinden zu lassen, könnte zum Eigentor für Facebook werden.
Google und Facebook verdienen ihr Geld mit Werbung, die auf persönliche Profile zugeschnitten ist. Das erfordert umfassende Überwachung von Nutzer:innen. Einige fragen nun: Sollten wir personalisierte Werbung nicht lieber ganz abschaffen?
Wie eine maoistische Hotelbibel kommt dieser Roman daher, mit nichts als einem kryptischen Kreuz-Emblem auf rotem Grund auf dem Cover. In Gestalt einer Heiligengeschichte erzählt "Kurzes Buch über Tobias" die Biografie von Tobias Becker und dessen Wandlung vom vorschussbelorbeerten Jungautor zum evangelischen Pastor und fundamentalistischen Twitch-Streamer: Ein Lebenswandel, der seit 2020 nicht mehr ganz unrealistisch wirkt. Getrieben von völliger künstlerischer und gesellschaftlicher Desillusionierung jagt Noltes Protagonist im Höchsttempo durch prophezeite Flugzeugabstürze, ovidische Metamorphosen und postjugoslawische Erleuchtungen, bis er sich schließlich im tiefsten Dreck und Glauben wiederfindet.
Wie viel Lockdown verträgt eine Gesellschaft? Sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwerfen einen Plan gegen Pandemie und Polarisierung.
Sie checken oft den Wetterbericht und laden den Akku nie vollständig auf? Die Art, wie wir unser Smartphone nutzen, verrät mehr über unsere Persönlichkeit, als uns lieb ist. Eine Übersicht in Grafiken
Braucht es wirklich eine Neuverfilmung von Kleopatra? Paramount meint ja und hat als Hauptdarstellerin die israelische Schauspielerin Gal Gadot verpflichtet. Regie führt Patty Jenkins und das Buch stammt von Laeta Kalogridis. Doch darum geht es gerade nicht… Ein Blick hinter die Kulissen.
Bevor ich an die Journalistenschule gekommen bin, hatte ich keine Ahnung, wie wichtig Selbstdarstellung in diesem Beruf ist – und wie sehr das nervt, schreibt Lena Wrba in ihrem Brief an die Boomer.
Together we can inspire 1 billion people to remove CO₂ from the air, with Climeworks direct air capture technology.
Nicht-geschlechtsspezifische Menschen und andere gesellschaftliche Minderheiten sind immer wieder mit Ignoranz und Diskriminierung konfrontiert. Damoun berichtet im Portrait von den Erfahrungen als nicht-binäre, queere, nach Deutschland zugezogene Person und Aktivismus, online wie offline.
Weil die Regierung zu lange zögerte, gibt es nun Corona-Rekordwerte bei Neuinfizierten und Sterbefällen
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Der Balanceakt zwischen Werte- und Interessenpolitik ist die wichtigste Leitlinie der deutschen Chinapolitik unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (seit 2005).[1] Er soll einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen und strategischen Interessen auf der einen und politischen Werten wie der liberalen Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und den Menschenrechten auf der anderen Seite schaffen. Dieser Ausgleich stellt sich jedoch bereits im Umgang mit den transatlantischen Partnern regelmäßig als Herausforderung dar, umso schwerer fällt er bei einem Partner wie China, dessen Wertvorstellungen, System und soziale Identität sich so sehr von deutschen und europäischen unterscheidet. Das Pendel zwischen Realismus und Ideologie schwingt in den vergangenen Jahren jedoch immer stärker in Richtung Interessenpolitik, und die Grundlage hierfür ist allen voran der gewaltige chinesische Markt.
Taiwan ist eine Insel, etwa so groß wie Baden-Württemberg. Dazu gehören einige weitere kleine Inselgruppen, insgesamt leben dort 23 Millionen Einwohner. Es sind vor allem zwei Faktoren, die zu einem großen akademischen Interesse an Taiwan geführt haben.[1] Zunächst ist es das Verhältnis zwischen Taiwan und China, dessen "Ein-China-Politik" dazu führt, dass Taiwan nur von wenigen Staaten der Welt als Republik China (R.O.C.) anerkannt wird, obwohl alle Merkmale eines eigenständigen Staates erfüllt sind. Seit dem Ende des chinesischen Bürgerkriegs 1949, der zur Flucht von Jiang Jieshi (Chiang Kai-shek)[2] und der nationalen chinesischen Armee nach Taiwan führte, hat sich Taiwan zu dem "anderen China" entwickelt, wenngleich in den vergangenen Jahrzehnten eine "Taiwanisierung" stattfand, die die Eigenständigkeit Taiwan betont, das sich aus dem chinesischen Kulturkreis immer weiter entfernt. Zwar wurde Taiwan bis Ende der 1980er Jahre ebenso wie China autoritär regiert, doch zeigten sich schon damals große Unterschiede. Taiwan entschied sich für den Kapitalismus, um seine Nachkriegswirtschaft zu entwickeln, während China den Sozialismus einleitete. Im Kalten Krieg verbündete sich Taiwan mit den USA. Nachdem sich die USA und die Vereinten Nationen in den 1970er Jahren entschieden hatten, die Regierung in Beijing und nicht mehr die Regierung in Taibei (Taipei) als alleinige legitime Regierung Chinas anzusehen, veränderte sich Taiwan dramatisch.
Seit acht Jahren checkt Nelson Müller im ZDF die Qualität von Lebensmitteln. Nach über 40 Ausgaben sind die Filme inzwischen so durchstandardisiert wie Convenience Food. Peer Schader fordert eine Produktinnovation.
Beleidigungen, Drohungen, Mordaufrufe: Im Netz entlädt sich die Wut der Corona-Müden gegen den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Wie hält der Mann das aus?