Irrwitzig, aber wahr: Ein "Bild"-Kommentator sorgt sich um den "weißen Mann" in der Rassismus-Debatte und macht ihn kurzerhand zum doppelten Opfer. Erst werde er vom linken Diskurs ausgeschlossen – und am Ende bleibe ihm gar nichts anderes übrig, als sich dem rechten Lager anzuschließen.
"Du bist aber nicht hier, um harte Fragen zu stellen!", ermahnt mich Richard Grenell.
Lese-Flatrate und Knebelverträge: Amazon hat einen bizarren Kosmos geschaffen, in dem Patent-Trolling und Nonsensliteratur ihre Blüten treiben. Was tun die Verlage?
Unter dem Hashtag #MeTwo twittern Tausende ihre Erfahrungen mit Rassismus. Viele Reaktionen darauf sind verharmlosend und beleidigend.
Mit seiner pauschalen Kritik am Verfassungsgerichtspräsidenten schürt Seehofer das Misstrauen in den Rechtsstaat. Und macht genau das, was er Voßkuhle vorwirft.
In unserer reichen Gesellschaft werden die Menschen immer gefühlsärmer. Ein tragischer Vorfall hilft einem vor Augen zu führen, worauf es im Leben ankommt.
Sage und schreibe mehr als 40 000 Züge rollten nicht aus ihrem Abfahrtsbahnhof. Weitere 97 000 Züge verließen ihn, erreichten aber ihren Zielbahnhof nicht – und damit entfielen rund ein Prozent aller Zugverbindungen. So sah die Bilanz der Deutschen Bahn AG (DB AG) im vergangenen Jahr aus. Und obwohl diese Zugausfälle nicht in die Pünktlichkeitsstatistik einfließen, erreichen noch immer nur drei von vier Fernzügen ihr Ziel pünktlich, fährt das „Unternehmen Zukunft“ hierzulande jeden Tag rund 8 000 Stunden Verspätungen ein.
Das Buch des Literaturkritikers Ijoma Mangold ist durch ein schönes Paradox gekennzeichnet. Es gewinnt seine poetische Kraft aus dem Versuch zu beweisen, dass es nicht ums Schwarzsein geht. Und weil das gelingt, dreht sich das Buch eben doch ums Schwarzsein.
Wow! Tausende Menschen machen bei #MeTwo mit und teilen ihre Rassismus-Story. Das hätten Ali Can und wir nach unserem Aufruf nie gedacht.
Anbiederei an grüne Antifortschrittspolitik führt die Sozialdemokraten immer tiefer in de Bedeutungslosigkeit.
The country is late to Twitter and Facebook — but it hasn’t learned from other countries’ mistakes.
Bei den amerikanischen „midterm elections“ im November beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten die Mehrheit der Wählerstimmen bekommen, neunzig Prozent. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich die Mehrheit der Sitze im Repräsentantenhaus gewinnen, liegt nur bei fünfzig Prozent.
Der Autor und Technologie-Vordenker Douglas Rushkoff wird zu einem Vortrag in das stattliche Anwesen eines Silicon-Valley-Milliardärs eingeladen. Dort angekommen, findet er allerdings keinen Vortragssaal vor, sondern nur einen runden Tisch mit fünf sehr wohlhabenden Männern. Und statt Investmenttipp
Das rechte Online-Magazin behauptet, der Generalbundesanwalt würde gegen Organisationen wie "Sea-Watch" wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermitteln. Die Herleitung ist journalistisch und juristisch haarsträubend.
Nicht nur am Fall Özil zeigt sich: Zu viele Menschen in diesem Land haben Angst, in komplexen, aber wichtigen Debatten den Mund aufzumachen. Das Schweigen wird gefüllt von jenen, die immerzu wütend brüllen.
Eine aktuelle Studie spricht von "alarmierenden Daten" für Italien: Immer mehr Falschnachrichten kursieren und beeinflussen die öffentliche Meinung negativ. Von der neuen Regierung ist offenbar kein Engagement gegen diesen Trend zu erwarten.
Was die Causa Özil mit der Dreyfus-Affäre vor 120 Jahren und dem postapokalyptischen Radio "frequency 2156" zu tun hat - Arno Orzessek spannt den Bogen. Eine Glosse über Vergangenes und Gegenwärtiges. Und die Frage, wie alles weitergeht.
Die „Genschere“ Crispr ist Gentechnik, entschied heute der Europäische Gerichtshof. Daraus entstehende Produkte sind damit kennzeichnungspflichtig. Gut für Umwelt und Verbraucher!
Die AfD warnt vor den „Spannungen der multikulturellen westdeutschen Gesellschaft“ – und offenbart dabei eine geistige Beschränktheit, die sich nur unzureichend auf den übermäßigen Konsum von Rotkäppchen-Sekt zurückzuführen lässt.
Die Online-Enzyklopädie ist gefährlich einfältig: Es gibt kaum Beiträge von Frauen oder People of Colour. So lesen sich dann auch die Inhalte. Lässt sich das ändern