Erzebet Bathory wird in eine der reichsten Adelsfamilien Ungarns hineingeboren. Als junge Frau geht sie durch eine harte Schule, ihr Weg führt schnurgerade zur Macht. Als Erwachsene ist sie die wichtigste Geldgeberin des Königs und wird bewundert und gefürchtet. Ihr Mann kämpft den erbitterten Kampf gegen die Türken, während sie zu Hause über das Vermögen und ihre politische Stellung wacht.
Als sie sich nach dem überraschenden Tod ihres Mannes in den jungen Istvan Thurzo verliebt, gerät das Leben der Gräfin zum ersten Mal aus den Fugen: Von ihrem Herzen geleitet, verstrickt sie sich zunehmend und aus der sorglosen Affäre wird eine blutige, liebessüchtige Intrige. Schon bald ist die Machtposition der Gräfin in Gefahr. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Köpfe rollen.
Um die sogenannte „Blutgräfin“ Erzebet Bathory ranken sich zahlreiche Legenden. Als Massenmörderin und Opfer politischer Machtspiele bleibt ihre Figur ambivalent. Folgerichtig erscheint sie in Julie Delpys Film „Die Gräfin“ als ebenso faszinierende wie abstoßende historische Persönlichkeit. Sie ist eine Frau der Extreme: im politischen Kampf stark und selbstbewusst, im Privatleben verletzlich und unsicher, hin- und hergerissen zwischen ihrer eisernen Disziplin und ihren Gefühlen, die sie als reife Frau mit aller Macht in Besitz nehmen – und an den Abgrund des Wahnsinns treiben.
Der Buchdrucker Christoph Froschauer lud vor 500 Jahren in der Fastenzeit zu einer hochriskanten Brotzeit ein. Gast war auch der Leutpriester und spätere Reformator Huldrych Zwingli. Dieser wollte damit die Fastengebote der Haltlosigkeit überführen.
Als hätte die Ampel-Koalition nicht schon genug neue Probleme, ist sie zusätzlich noch mit einer altbekannten Thematik konfrontiert, der Inflation. Nach einer Inflationsrate nahe null im Corona-Abschwungjahr 2020 stieg die Geldentwertung 2021 von Monat zu Monat bis auf über fünf Prozent zum Ende des Jahres. Letztmals wurde ein derartiger Kaufkraftverlust vor 30 Jahren, im Juni 1992, erreicht.
Mehrtägige Proteste, vor allem der Klimabewegung, werden immer wieder von den Behörden erschwert: Sie verbieten oftmals sogar die elementare Infrastruktur von Protestcamps. Dagegen wehren sich nun GFF und Fridays for Future.
Bellingcat durchforstet das Internet nach Kriegsverbrechen, Waffeneinsätzen und Menschenrechtsverletzungen. In der Ukraine entdeckte das investigative Recherchenetzwerk den Einsatz brutaler Streumunition. Wie das gelingt, erklärt Bellingcat-Mitarbeiterin Johanna Wild im Interview.
F@ck this Job - Abenteuer im russischen Journalismus“ erzählt die Geschichte von Doschd, dem letzten unabhängigen Fernsehsender in Russland, der nach dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine am 1. März auf allen russischen Plattformen vom Netz genommen wurde. Wenige Stunden später verließen Chefredakteur Tichon Dsjadko und weitere Redakteure des Senders vorübergehen das Land, zum Schutz ihrer persönlichen Sicherheit. Die Senderchefin Natascha Sindeewa legte Beschwerde gegen die Sperrung ein und blieb in Moskau. Trotzig sendet sie mit Doschd weiter auf Netzwerken wie YouTube, Telegram, Instagram und Facebook – Plattformen, auf die die Putin Regierung keinen Zugriff hat. Die Behörden drohen nun YouTube in Russland abzuschalten. Netzaktivisten des Tor Netzwerke wollen Doschd eine neue Plattform anbieten - es entwickelt sich auch ein Kampf für Qualitätsjournalismus in Russland gegen Vladimir Putins Propaganda.
In den vergangenen Jahren ist oft eine Krise der liberalen Demokratie und ihrer Öffentlichkeit diagnostiziert worden. Die digitale Öffentlichkeit muss so gestaltet werden, dass sie einen positiven Beitrag für die liberale Demokratie leisten kann.
Seit etwas mehr als einer Woche führt Russland einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine. KATAPULT sprach mit Experten über Optionen für Frieden und kommt zu dem Schluss: Für einen schnellen Waffenstillstand gibt es derzeit keine Anzeichen.
Mit diesem packenden Thriller vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts, so spannungsgeladen wie ein Spionageroman, zeichnet Hugo Blick (The Shadow Line, Black Earth Rising) das vielschichtige Portrait der Unternehmerin Nessa Stein (brillant gespielt von Maggie Gyllenhaal). Eine Serie mit Suchtpotenzial und eine schonungslose Auseinandersetzung mit Gut und Böse.
In Düsseldorf muss wohl bald eine Jahrzehnte alte Brücke ersetzt werden. Ein Architekturbüro hat eine radikale Idee: Es schlägt eine futuristische Ersatzbrücke vor, die nicht nur Fahrspuren für Autos, sondern auch Wohnungen, ein Hotel, Büros und einen großen Park bieten soll. Wir haben mit einem der Planer gesprochen.
Die Entdeckung der Spiegelneurone jährt sich 2022 zum 30. Mal. Zeit für einen Blick in den Rückspiegel: Was wissen Forscherinnen und Forscher heute über die berühmten Nervenzellen? Konnten sie die hohen Erwartungen erfüllen, die die beteiligten Wissenschaftler damals an sie stellten?
Russland greift zwar in der Ukraine aggressiv an, doch im digitalen Raum scheint nur wenig zu passieren. Das passt nicht ins Bild von Russland als gefürchtetem Akteur in einem potenziellen „Cyber-Krieg“. Ein Gespräch mit Matthias Schulze von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Propaganda soll Angst, Zwietracht und Misstrauen säen. Allerdings kann sie auch ihren Absendern höchst gefährlich werden. Das lässt sich womöglich derzeit in Russland beobachten.
Während in der Ukraine Panzer rollen und Raketen einschlagen, ist auch der „Cyberkrieg“ in aller Munde. Viele Aktionen davon sind aber eher symbolische Angriffe. Vor Attacken auf echte kritische Infrastruktur warnen nicht nur IT-Experten, sondern auch das Hackerkollektiv Anonymous selbst.
Während auf Basis von Encrochat-Daten dutzende Gerichtsverfahren laufen, bleiben grundlegende Probleme ungeklärt: Die Beweismittelkette ist nicht nachvollziehbar, die Gerichte können sich nicht auf die Richtigkeit der Daten verlassen. Faire Verfahren sehen anders aus.
Wie Trumps Netzwerk „Truth Social“ im Namen der Freiheit die demokratische Grundordnung zu zersetzen droht und warum wir dem etwas entgegensetzen müssen. Ein Gastbeitrag.
30 Jahre nach dem Kollaps der Sowjetunion ist ein alter „Krieg der Narrative”1 neu entfacht: Gab es in den 1990er Jahren ein Versprechen an die Sowjetunion beziehungsweise an Russland, dass sich die NATO nicht weiter Richtung Osten ausdehnt? Inmitten erneuter Spannungen durch einen massiven russischen Truppenaufmarsch an der Ostgrenze der Ukraine präsentierte Russlands Präsident Wladimir Putin im Dezember 2021 auf seiner alljährlichen Pressekonferenz weitreichende Forderungen an die USA und die NATO nach verbindlichen Sicherheitsgarantien. Kurz danach veröffentlichte die Regierung in Moskau Entwürfe für zwei Abkommen mit dem Ziel, eine weitere Öffnung der Atlantischen Allianz nach Osten sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in früheren Sowjetrepubliken, die nicht der NATO angehören, zu verhindern. Auch müsse die NATO ihre Truppen auf die Positionen von 1997 zurückziehen und die USA müssten ihr Nukleararsenal aus Westeuropa entfernen. Die NATO und die USA hatten Ende Januar jeweils schriftlich auf die Forderungen Moskaus geantwortet, wobei sie klar machten, dass es in den großen Prinzipienfragen keinen Verhandlungsspielraum gibt. Zugleich boten sie jeweils weitere Gespräche an.
Russische Truppen marschieren in der Ukraine ein: Höhepunkt einer jahrhundertelangen Geschichte von Machtdemonstrationen und Gewalt in einem Land, das in sich zerrissen ist.
The "official" news in the Russian Federation is mostly fake and we believe it is better to shut them down and let people switch to trustful news.
Please, just open this page and let it be open on your devices. It will flood the Russian propaganda websites and pose a huge load on their infrastructure.
Your browser will be slow. It's ok, don't worry and keep it run.
A small contribution from each of us will save Ukraine 🙏
Den Bambergern geht es wie den Regensburgern: Universität, Welterbe-Titel - und die Gassen werden immer voller. Sehr unangenehm. Was da helfen könnte? An der Regnitz scheint man die Donau sehr genau im Blick zu haben.