Wird dümmer, wer KI-Chatbots verwendet? Nicht unbedingt, sagt der Forscher Michael Gerlich. Zwar sei die Gefahr da – aber es gibt eine Gegenstrategie.
Gemeinsam mit der »Bild«-Zeitung machten CDU/CSU, AfD und selbst Teile der FDP gegen den vermeintlichen Habeckschen »Heiz-Hammer« der Ampel mobil: den Versuch, mit Vorgaben für die Wärmeversorgung einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Nun löst die schwarz-rote Bundesregierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag ein und schafft das »Heizungsgesetz« ab: Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche und Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, beschwörten bei der Vorstellung der Pläne die »Freiheit«, die nun endlich im Heizungskeller wieder einzöge.
Wie angeschlagen ist Markus Söder nach den Kommunalwahlen? Und was bedeuten die herben CSU-Verluste für die Machtverhältnisse in Bayern? Der Parteienforscher Michael Weigl sieht „ein echtes Warnsignal“ und erklärt, warum Hubert Aiwanger trotz des Erfolgs aufpassen muss.
Die ersten beiden Wahlen des Jahres sind geschlagen und ihre Ergebnisse weisen weit über die Landespolitik hinaus. Speziell aus Sicht der großen Koalition im Bund sind die Ergebnisse alarmierend.
Mit Collien Fernandes gelangt digitale Gewalt wie nie zuvor ins öffentliche Bewusstsein. Am Wochenende haben tausende Menschen in Berlin protestiert. Jetzt kommt es drauf an, das politische Momentum wirksam für Betroffene zu nutzen. Ein Kommentar.
Als es die "Liste der #Amazon #Alternativen" nur als Repo auf #Codeberg gab, hab ich sie selbst praktisch nie benutzt. War mir einfach viel zu umstaendlich. Also hab ich die Liste zwar maintained, mehr aber auch nicht.
Seit ich das Ganze in eine Website gegossen und die letzten Wochen permanent dran gefeilt habe, hab ich praktisch nix mehr bei Amazon, sondern nur noch bei Shops von dieser Site bestellt.
Zivilgesellschaft galt lange als Hoffnungsträgerin demokratischer Erneuerung. Heute ist sie politisch umkämpft und wird teils delegitimiert. Was bedeutet der Begriff - und wann befördert Engagement demokratische oder autoritäre Dynamiken?
Politische Polarisierung entsteht vor allem kommunikativ, nicht durch tatsächliche Lagerbildung. Der Strukturwandel der Zivilgesellschaft - atomisierter, kampagnenförmiger - begünstigt Empörungsmobilisierung, was die extreme Rechte strategisch nutzt.
Die Zufriedenheit mit der Demokratie ist in Dänemark beneidenswert hoch. Das erlebt auch Robert Habeck, der gerade dort wohnt. Kann sich Deutschland etwas von seinem Nachbarn abgucken? Ein Besuch vor den Wahlen
Der Satiriker Florian Schroeder hat ein Buch über den zeitgenössischen Glücksterror geschrieben. Im Interview spricht er über die Untiefen der kulturindustriellen Glücksmärkte, LSD-Retreats und Kuschelseminare, die „Ideologie des Positiven“ als Grundlage des Rechtslibertarismus und darüber, dass Glück nicht erstrebenswert ist.
Der Journalist Hasnain Kazim ist als Sohn pakistanischer Eltern in einem Dorf bei Hamburg aufgewachsen. Gelegentlich erlebte er Rassismus, aber auch viel Gemeinschaft, wie er in seinem neuen Buch „Der Islam und ich“ schreibt. Ein Treffen in Wien.
Politische Polarisierung entsteht vor allem kommunikativ, nicht durch tatsächliche Lagerbildung. Der Strukturwandel der Zivilgesellschaft – atomisierter, kampagnenförmiger – begünstigt Empörungsmobilisierung, was die extreme Rechte strategisch nutzt.
Auf der internationalen Bühne ist Giorgia Meloni ihres neofaschistischen Hintergrundes zum Trotz längst akzeptiert, gar geachtet. Doch wie verhält es sich in Italien? Was prägt Melonis Politik?
Datenarbeiter:innen hinter KI werden ausgebeutet und unsichtbar gemacht. Joan Kinyua aus Kenia kämpft für Anerkennung und bessere Arbeitsbedingungen. Im Interview erklärt sie, warum sie nicht auf Gewerkschaften zählt und warum auch deutsche Autokonzerne Verantwortung tragen.
Der Koalitionsvertrag von Union und SPD benennt eine mangelnde Abstimmung sozialer Leistungen und die Aktivierung Hilfebedürftiger als zentrale Herausforderungen des Sozialstaats. Künftig sollen Leistungen bürgerfreundlich aus einer Hand erbracht werden.
Nach einem Jahrhundert der Emanzipation erleben wir heute weltweit das destruktive Auftrumpfen toxischer Männlichkeit. Doch was häufig als Wiederkehr des Patriarchats gedeutet wird, ist vielmehr Ausdruck einer viel gefährlicheren Entwicklung: dem Streben nach einer ungeregelten Herrschaft des Stärkeren. Lässt sich weibliche Freiheit in diesem postpatriarchalen Chaos noch mittels Gleichstellungspolitik voranbringen?
Es ist ein lieb gewonnenes Ritual bei gleichstellungspolitischen Veranstaltungen, die jeweils neuesten Gender-Reporte zu zitieren: »Wenn es in diesem Tempo weitergeht, wird es noch soundsoviele Jahre dauern, bis die Gleichstellung erreicht ist!« Das ist pessimistisch gemeint, ich denke dabei aber immer, dass es eigentlich zu optimistisch ist. Woher wissen wir denn, dass es überhaupt weitergeht? Gut möglich, dass die Gleichstellung ihren Peak bereits überschritten hat und Frauenrechte nicht weiter zu-, sondern wieder abnehmen.
Ein 25-Jähriger durchforstet soziale Medien nach NS-Symbolen und Volksverhetzung, weil die Polizei es nicht tut. Ist das Zivilcourage oder Denunziation?
Soziale Netzwerke sorgen permanent für schlechte Laune – aber man bleibt drin oder zieht bestenfalls zur nächsten kommerziellen Plattform. Es gibt jedoch eine andere, dezentrale und selbstbestimmte Tradition, sich digital zu vernetzen. Gleb J. Albert zeichnet die Geschichte dieser Alternative nach – von Mailboxen bis Mastodon.
Doch digitale Persönlichkeitschecks, Gesichtserkennung und KI-basierte Datenanalysen könnten auch in Deutschland bald Realität sein. Lässt sich diese Entwicklung noch stoppen?
Mit Blick auf Russland ist eines klar: Das zunehmend repressive Kremlregime, das seit vier Jahren einen Krieg gegen die gesamte Ukraine führt und zugleich jeden Widerstand im eigenen Land brutal unterdrückt, spricht nicht für alle Russ:innen. Doch wie kann man mit jenen kommunizieren, die das Regime ablehnen? Wie kann man sie in politische Prozesse einbinden? Einen bemerkenswerten Versuch hat nun die Parlamentarische Versammlung des Europarats in Straßburg unternommen. Sie hat eine Plattform ins Leben gerufen, die eine geregelte Kommunikation mit demokratisch gesinnten Exilruss:innen ermöglichen soll. Ende Januar nahm sie ihre Arbeit auf.