Angriff ist die beste Verteidigung. Das dachten sich wohl die Entwickler der Browser-Erweiterung AdNauseam, welche beim 41. Netzpolitischen Abend der Digitalen Gesellschaft am 6. Oktober von Mushon Zer-Aviv vorgestellt wurde.
Internetdienste wie Onlyfans, die sexuell explizite Fotos und Videos zeigen, verbuchen seit Monaten einen starken Anstieg an Nutzer*innen. Die Landesmedienanstalt in NRW fordert jetzt einen umfangreicheren Jugendschutz und die Durchsetzung von Altersbeschränkungen.
Ermittler ohne Schwung, ein angeblich kooperativer Beschuldigter und verzweifelte Anleger: Nun gab es im milliardenschweren Betrugsfall der German Property Group erstmals eine Razzia.
Die Tricks sind altbekannt, und doch fallen Menschen immer wieder auf sie herein. Warum gelingt es Betrügern so oft, ihre Opfer an der Nase herumzuführen?
Matthias Krieger ist seit seiner Jugend auf einen Spezial-Rollstuhl angewiesen. Nun verweigert ihm seine Krankenkasse ein neues Modell.
Jahrelang kämpft ein tapferer Videoblogger gegen Zensur, bis an einem Morgen im Februar das Bundeskriminalamt vor seiner Tür steht – so lautet die Erzählung über den Rechtsradikalen Torsten Donnerstein. Der Haken daran: Sie ist erfunden.
Wer geimpft wird, entscheidet in den USA der Computer. Auch in Deutschland liebäugelt man mit solchen intransparenten Algorithmen, schreibt unser Digitalkolumnist Adrian Lobe.
Vor wenigen Wochen haben vermutlich selbst jene Menschen, die regelmäßig in Wertpapiere investieren, zum ersten Mal von der Aktie des Unternehmens Gamestop gehört. Gamestop ist eine US-amerikanische Einzelhandelskette für Computerspiele und Unterhaltungssoftware, die sich seit Jahren im Niedergang befindet. Größere Aufmerksamkeit erhielt sie meist nur dann, wenn sie wieder einmal hunderte Filialen dichtmachen musste. Umso überraschender fiel die gewaltige Kursexplosion der Unternehmensaktie zu Jahresbeginn aus: Innerhalb weniger Tage stieg deren Wert um mehr als 2000 Prozent an.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen der gegenwärtigen Woge des Populismus und dem vielleicht schon abgeschlossenen Zeitalter der Transparenz? Haben jene Kritiker, die vor den Gefahren der Kultur der Transparenz für die Demokratie gewarnt haben, am Ende Recht behalten?
Es war ein kleines Experiment am vergangenen Montag, dem Internationalen Frauentag: In der gesamten ZiB2 waren keine männlichen Mehrzahlformen zu hören. Ganz am Ende der Sendung erklärte ich es kurz: „Männer waren mitgemeint.“
Während Deutschland die Öffnung von Läden und Restaurants plant, drängen Politiker:innen auf eine einheitliche Lösung für die Corona-Kontaktverfolgung. Die Check-In-App Luca bietet eine solche Lösung, doch Kritiker:innen fürchten, sie lenke vor allem von der Realität ab.
Informationsfreiheitsgesetze stärken die politische Beteiligung, vor allem in lokalen Zusammenhängen. Das sagen Leute in Deutschland, die diese Gesetze nutzen. Um das demokratische Potenzial voll auszunutzen, besteht aber Änderungsbedarf in Gesetzgebung und Praxis.
Die Musikindustrie verkündet die Rückkehr der Netzsperren. Das Instrument hat gefährliche Nebenwirkungen und wird in autoritären Staaten zum Aufbau einer Zensurinfrastruktur missbraucht. Seht es endlich ein: Netzsperren schaffen mehr Probleme, als sie lösen. Ein Kommentar.
Wer Kommentarspalten betreut, kennt Rassismus, Antisemitismus und andere Abwertungen in immer neuen sprachlichen Ausdrücken und Memes – aber auch in Emojis.
Was ist wirklich schlecht gelaufen bei der Bekämpfung der Coronapandemie, was entspricht einfach nur dem Regierungsstil der Union – und wo ist der Unterschied? Ein Untersuchungsausschuss könnte es aufklären.
Mit dem Untertitel „Geschichten aus dem subversiven Widerstand“ bietet das neue Buch von Jean Peters jede Menge Einblicke in die Aktionskunst. Es handelt von Aussteigerprogrammen für Geheimdienstler, zurückgerufenen Waffen und der Notwendigkeit, trotz und wegen allem weiterzumachen. Ein Auszug.
Dass automatisierte Entscheidungen zu Problemen führen, ist mittlerweile bekannt. Für die Betroffenen gibt es oft keine Möglichkeit, sich zu beschweren. Die Plattform Unding will jetzt dafür sorgen, dass Stimmen zu Negativbeispielen an den richtigen Stellen gehört werden.
Wenn Bundes- und Landesregierungen schon verschlafen, nach einem Jahr selbst eine digitale Kontaktverfolgung für Restaurants und Veranstaltungen an den Start zu bringen, dann sollte wenigstens die Lösung, die sie jetzt allen empfehlen, Open Source sein. Ein Kommentar.
Burnout mit 18: Für junge AktivistInnen endet der Kampf gegen die Klimakrise immer häufiger in der Psychiatrie. Das ist nicht nur ein persönliches Problem. Hinter psychischen Erkrankungen stecken gesellschaftliche Strukturen.
Fünf Schnelltests von Aldi? Unser Autor ging früh morgens zum Discounter, ergatterte Corona-Tests und machte einen Fehler: Er traf sich mit Freunden zu Kaffee und Kuchen.