Es ist herausfordernd, komplexe netzpolitische Themen zugänglich zu erklären. Barbara Wimmer wählt dafür ein neues Format: ihren Cyber-Roman „Tödlicher Crash“. Wir sprechen mit der Autorin über ihr Werk – und wie sie die Corona-Krise zu spüren bekommt.
Der Mobilkfunkstandard 5G löse Corona aus, rohe Zwiebeln oder Zeolith würden helfen: Die Pandemie ruft allerhand Scharlatane und skrupellose Geschäftemacher auf den Plan
Wenn die Kontaktsperre gelockert wird, sollen Hygiene und Abstand Covid-19 bremsen. Hilft auch der Sommer? Einige Studien machen Hoffnung - zumindest ein bisschen.
Corona-Podcasts sind das Krisenmedium schlechthin. So schnell wie sie gekommen sind, so schnell werden sie aber wieder verschwinden. Nachhaltiger prägt den Podcast-Markt derzeit die fortschreitende Plattformisierung: Spotify entwickelt sich zu einem Gatekeeper wie Google und Facebook.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand die Coronakrise mit einer Blockchain-Lösung beenden will. Nun stellte ein Konsortium das Konzept für ein digitales Corona-Gesundheitszertifikat vor. Wer immun ist, soll so zurück ins normale Leben dürfen.
Auf den ersten Blick ist es nur eine Aluhut-Fantasie. Aber hinter Xavier Naidoos Erzählungen steckt eine Ideologie, die Menschen zu Gewalt treiben kann.
Wer zukünftig Pornos im Internet gucken möchte, soll einen Ausweis vorlegen müssen. Die Medienaufsicht will ab Sommer die verpflichtende Altersprüfung in Deutschland durchsetzen und droht mit Sperrungen. Eine Kulturwissenschaftlerin kritisiert das als Zensur und fordert stattdessen mehr Aufklärung.
Es ist so eine Sache mit dem „gesunden Menschenverstand“. Als Argument in einer Debatte funktioniert er wie die Antwort „Das weiß doch jeder“ auf die Frage „Warum?“. Man kann dem schwer etwas entgegnen. Dadurch wird seine Überzeugungskraft leicht überschätzt.
Julia Reda war fünf Jahre EU-Abgeordnete. Jetzt will sie mit strategischen Klagen erreichen, dass die Urheberrechtsreform nicht nur Konzernen hilft. Dafür würde sie auch gegen Uploadfilter vorgehen.
Bundestagspräsident Schäuble hat den Fraktionschefs angeboten, darüber zu reden. Ein Gutachten zeigt den möglichen rechtlichen Weg auf.
Schulen sollen bald wieder öffnen, Kitas bis zu den Sommerferien geschlossen bleiben. Wer sich dann um die Kinder kümmert, bleibt unklar. Die Empfehlungen der Leopoldina zeigen, was passiert, wenn das Konzept der Fürsorge nicht mitgedacht wird.
Welche Restaurants, Konzerte oder Partys soll man empfehlen, wenn alles dicht ist? Viele Stadtmagazine trifft die Corona-Krise sehr hart.
Um das Jahr 1320 brach die Pest in derselben zentralchinesischen Provinz Hubei aus, die heute mit ihrer Hauptstadt Wuhan als Ursprungsregion des Coronavirus gilt. Und bei allen historischen Unterschieden gibt es doch verblüffende Parallelen bei Verlauf und Konsequenzen beider Seuchen. Damals dauerte es noch 25 bis 30 Jahre, bis die Pest die chinesische Küste mit den Häfen für den Überseehandel und den Endstationen des zentralasiatischen Karawanenhandels erreicht hatte, der über die Routen der Seidenstraße China mit Europa verband. Von dort ging es dann jedoch ganz schnell: Innerhalb eines Jahres wütete die Seuche in Tana am Asowschen Meer, dem Endpunkt der zentralasiatischen Route, und in Aleppo, dem Endpunkt der Route durch Persien. Nicht länger dauerte es auf der maritimen Route durch das Südchinesische Meer, den Golf von Bengalen, das Arabische Meer und weiter durch das Rote Meer zum Nildelta oder den Persischen Golf und den Euphrat aufwärts zur syrischen Küste. Dort warteten bereits die italienischen Galeeren darauf, die kostbaren Waren der Karawanen an Bord zu nehmen und in Europa zu verteilen. 1348 hatte die Pest Italien mit voller Wucht erfasst.
Die Corona-Krise offenbart, was die USA seit Langem sind: ein dysfunktionales Land. Und unter Donald Trump kann es sich nicht einmal über die Wirklichkeit verständigen.
Mit einem neuen Jugendportal will die rechte Szene Anhänger:innen ködern. Die Macher:innen haben enge Verbindungen zu AfD-Politikern und ins rechtsextreme Milieu. Wer hinter den Artikeln steckt, soll geheim bleiben.
Die Spanische Grippe galt vor kurzem noch als Nischenthema, als Thema für Medizinhistorikerinnen, wenn überhaupt. Plötzlich aber sind wir alle Experten für die Unterschiede zwischen St. Louis und Philadelphia während der Influenza-Pandemie 1918 geworden. Auch die Geschichte der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre und die der Großen Rezession nach der Finanzkrise 2008 erfahren derzeit verstärkt Aufmerksamkeit. Geschichte hat Konjunktur, denn die Vergangenheit bietet Orientierung in einer unübersichtlichen Gegenwart.
Mit Corona droht einem maroden Wirtschaftssystem der Kollaps. Falls eine vorübergehende Stabilisierung gelingt, dann nur um den Preis der nächsten Blasenbildung. Höchste Zeit, über eine Systemtransformation nachzudenken.
Die Technologie zur Verfolgung von möglichen Kontakten mit Corona-Infizierten könnte bald auf jedem Handy landen. Doch die Ankündigung der Technologiekonzerne ruft auch Kritik und Skepsis auf den Plan.
Carsten Lohmann ist Geschäftsführer des "Mindener Tageblatts". Ihm brechen die Werbeeinnahmen weg. Brauchen Verlage direkte staatliche Hilfen?
Die Corona-Krise legt gnadenlos die Schwächen unseres kapitalistischen Systems offen. Sie zeigt aber auch, dass in Zukunft Veränderungen notwendig und möglich sind.