Wer in einem Online-Game selbst gefälschte Nachrichten verbreiten soll, ist anschließend besser in der Lage, sie im echten Leben zu erkennen. Eine solche Immunisierung weckt das Interesse von Wirtschaft und Regierungen.
Einer der wichtigesten Gedanken hinter der DSGVO lautet, dass wir, wenn wir uns für Dienste oder Newsletter anmelden, über die Daten, die die Anbieter über uns sammeln und verarbeiten, verständlich aufgeklärt werden. Die Idee hinter dem Gesetz ist, dass wir nicht nur erfahren, sondern vor allem verstehen welche unserer Daten erfasst und verarbeitet werden — und der Verarbeitung gegebenenfalls widersprechen können. Die Tatsache, dass netzpolitik.org nochmal aufschreiben muss, wie man sich zum Beispiel gegen Leseaktivitätsverfolgung in Newslettern wehren kann, deutet darauf hin, dass die DSGVO-konforme Aufklärung der Anbieter noch viel Verbesserungspotenzial hat.Wer einmal selbst einen der gängigen Anbieter von Newsletterdienstleistern (CleverReach, MailChimp, Mailjet, etc.) benutzt hat, weiss wie detailliert diese Dienste nicht nur über Öffnungsraten von E-Mails Buch führen, sondern diese Daten auch jedem einzelnen Abonnenten zuordnen können. Noch gruseliger: man kann als Newsletter-Anbieter nicht nur sehen wer welchen Newsletter geöffnet hat, sondern in der Regel auch wer, wann und wo welchen Link angeklickt hat. Wenn auf diese aufdringliche Datenerfassung überhaupt in Datenschutzerklärungen hingewiesen wird, hört sich das relativ harmlos an:Hierzu erfassen wir sowohl die Öffnungen der E-Mail als auch die internen Klicks.Die Realität wirkt weniger harmlos: die Newsletterdienstleister horten in ihren Datenbergen persönlichen Profile mit jahrelangen Lese- und Klickgewohnheiten — aufgeschlüsselt nach E-Mail-Adressen.Während man sich noch einigermassen dagegen wehren kann, dass Anbieter Erfassen ob man eine Newsletter-Mail geöffnet hat (siehe hier), kann man sich gegen die Klick-Erfassung kaum wehren. Die Anbieter versenden in der Regel jede einzelne E-Mail personalisiert, dass heisst, egal ob ich einen Link im Tagespiegel Checkpoint oder im täglichen „piqd – deine piqs des Tages“-Newsletter anklicke, die Dienstleister des Tagesspiegel (agnitas.de) oder von piqd (Mailchimp), können jeden meiner Klicks (mitsamt meinem ungefähren Aufenthaltsort) in den jeweiligen Newslettern speichern und nachvollziehbar meiner persönlichen E-Mail-Adresse zuordnen.Manche Newsletterdienstleister bieten auch einen Opt-out — oder gesonderten Opt-in — aus dieser maximalinvasiven, personenbezogenem Nachverfolgung. Von meinen drei Lieblingsnewslettern (Checkpoint, piqd, Übermedien) scheint lediglich der von Übermedien (Mailchimp) auf personalisierte, trackbare Links zu verzichten.Wenn selbst die Guten bei diesem nahezu unentrinnbarem Datensammlungswahnsinn mitmachen, darauf unzureichend oder gar nicht hinweisen, wird es höchste mit technischen Massnahmen auf der Konsumentenseite dagegen zu halten. So wie Werbeblocker oder Werbelocher oft als digitale Selbstverteidigung bezeichnet werden und nicht nur gegen Werbung eingesetzt werden, sondern auch gegen übergriffige und betrügerische Scripte (die von eigentlich vertrauenswürdigen Webseiten ausgeliefert werden), könnten Wegwerf-E-Mail-Adressen den Newsletter-Konsum in Ansätzen re-Anonymisieren.Ich habe grosse Hoffnungen auf Apples „Sign in with Apple“, bei dem auf Wunsch auch anonymisierte Wegwerf-E-Mailadressen generiert werden können. Mit Gmail kann man ansatzweise Pseudonymisieren und diverse Anbieter von Wegwerf-E-Mail-Adressen gibt es schon lange, auch wenn die sich kaum praktisch für anonymisierte Newsletter-Abos nutzen lassen. Wer es schaffen sollte hier einen einfach zu bedienenden Dienst auf die Beine zu stellen und ausreichend Vertrauen schaffen kann, könnte hier auf einen ähnlich grossen Markt stossen, wie vor 10 Jahren die ersten Adblocker.
Amazon nutzt Marktplatzdaten anderer Händler, um die eigenen Produkte zu optimieren, glaubt die EU-Kommission. Sie prüft nun ein illegales und wettbewerbswidriges Verhalten des Digitalkonzerns.
Hitlerbild, Hassmail, Nazibesuch: Für ihre Tabubrüche haben AfD-Politiker stets erstaunliche Begründungen parat. Eine Sammlung.
While so many of the discussions and debates about content moderation focus on a few giant platforms -- namely Facebook, YouTube and Twitter -- it's fascinating to see how they play out in other arenas. Indeed, one of the reasons why we're...
Jeden Tag Hetze: «Obama ein brutaler Massenmörder?», «Gehören Transsexuelle in die Psychiatrie?» oder «EU will bis zu 300 Millionen afrikanische Flüchtlinge holen». Artikel wie diese werden jeden Tag auf der «Schweizer Morgenpost» (Smopo) publiziert. Diese Onlinezeitung ist keine der üblichen Meinungsseiten am rechten Rand, wie sie sich zu Tausenden im Internet tummeln. Die Smopo ist eine gut geölte Manipulationsmaschine, entwickelt, um die westliche Gesellschaft zu stören und ihr ein rechts gerichtetes Weltbild aufzustülpen. Gesteuert aus einem Dorf auf der sankt-gallisch-appenzellischen Grenze.
Das Magazin erscheint halbjährlich und gibt einen aktuellen Einblick in die Arbeit der Kulturstiftung des Bundes. Sie können es kostenfrei bestellen.
Sascha Kodytek hat einen Plan – und bei dem geht es um nicht weniger als die Verhinderung der AfD in Sachsen. Anfang September wird dort ein…
Nein, es ist wirklich kein Fake-Account. Hans-Georg Maaßen entwickelt sich mit rechten Provokationen zum Twitter-Troll. Das Problem: Wenn so jemand über Jahre Chef eines Geheimdienstes sein konnte, dann ist der "Verfassungsschutz" noch gefährlicher für die Demokratie als wir immer dachten. Ein Komme
Seit den 1960er Jahren hat sich eine weltraumrechtliche Ordnung entwickelt, die wie das See- oder das Luftrecht einen besonderen Raum völkerrechtlich regelt. Sie muss beweisen, dass sie auch auf neue Herausforderungen der Raumfahrt effektive Antworten geben kann.
Ausgehend vom aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskussionen zum Thema außerirdische Intelligenz werden in dem Beitrag mit futurologischen Methoden verschiedene Szenarien des Erstkontakts zwischen der Menschheit und einer außerirdischen Zivilisation untersucht.
"Abendschau"-Moderatorin Eva-Maria Lemke legt sich auch gern mal mit Leuten an – bei Twitter und in ihrem Kiez rund um die Potsdamer Straße. Ein Spaziergang.
Viele Dienste zum Versand von Newslettern verwenden Tracking-Pixel, um Euer Verhalten zu analysieren: Abrufzeit der E-Mail, Absprungrate, angeklickte Links, Standort. Hier erfahrt Ihr, wie das funktioniert, warum Ihr euch dagegen wehren solltet und was Ihr tun könnt.
Ein Großbetrieb im Allgäu mit 1800 Milchkühen verstößt seit Jahren gegen Tierschutzvorschriften. Videos belegen die Misshandlungen durch das Personal. Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber verspricht Aufklärung.
Eine Vielfliegerin war sie nie - trotzdem hat Meike Lobo sich entschieden, auch auf ihren einzigen Urlaubsflug pro Jahr zu verzichten. Hier erklärt sie, warum ihr trotzdem nichts fehlt.
Mastodon is figuring out how to address Gab joining its platform
Nicht mehr als fünf Hektar pro Tag: Die Grünen haben ihren Gesetzentwurf zum Flächensparen überarbeitet. Lenkt die Staatsregierung nicht ein, wollen sie erneut Unterschriften sammeln.
Der Ministerpräsident will die Staatsforsten ökologischer ausrichten. Zudem sollen Mittel in die Erforschung neuer Technologien fließen. Die Schuldentilgung wird verlangsamt - "höchste Priorität" habe der Klimaschutz.
In unserer Serie „Mein Blick auf den Journalismus“ fragen wir die klugen Köpfe der Branche, wie wir den Journalismus besser machen. Spiegel-Chefredakteurin Barbara Hans sagt: Ein Patentrezept dafür habe sie nicht. Aber sie hat Ratschläge gesammelt. Ratschläge und Weisheiten, die sie selbst oft gehört hat – und die beileibe nicht immer gut waren. Manchmal waren sie sogar richtiger Mist. Vielleicht ist das die größte Erkenntnis: All diese großspurige „Man-müsste-mal“ und dieses „Auf-keinen-Fall-darf-man-jetzt“ taugen nicht viel. Ein Plädoyer der Zwischentöne.
Das Video des Youtubers Rezo oder der Anschlag auf die ICE-Strecke Nürnberg-München: Wie bekommen die Redakteure und Reporter von BR24 frühzeitig mit, was die Menschen in Bayern interessiert? "Social Listening" in sozialen Medien hilft ihnen dabei.