Seit Ursula von der Leyen offiziell Kandidatin für das Amt der EU-Kommissionspräsidentin ist, erscheinen viele Porträts über die CDU-Politikerin. Dabei schießt manches Medium übers Ziel hinaus, findet unser Glossen-Autor. Manche Einlassung sei schlicht "gedankenloser Macho-Unfug".
Ein ehemaliger Obama-Berater fordert die Wiederbelebung eines amerikanischen Anti-Kartell-Geistes. Facebook würde durch seine Größe angreifbar, Standard Oil und AT&T wären Beispiele für gelungene Entflechtungen. Er beschuldigt Mark Zuckerberg, Instagram illegal übernommen zu haben.
Manchen Moderatoren des konservativen TV-Senders FOX News wird nachgesagt, dass sie einen größeren Einfluss auf US-Präsident Donald Trump haben, als einige seiner engsten Berater. Dabei solle man die Macht des Senders laut Experten nicht überschätzen. Denn er bestätige nur bereits bestehende Sichtweisen.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist auf dem Weg an die Spitze der EU-Kommission. Doch davor musste sie noch Anhörungen im Parlament in Brüssel über sich ergehen lassen. Dort glänzte sie mit Binsenweisheiten zu netzpolitischen Fragen.
Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Maaßen und sein DDR-Vergleich: Schreibt die "Neue Zürcher Zeitung", was deutsche Medien bewusst verschweigen? Muss man NZZ lesen, um zu erfahren, dass "Ur-Deutsche" in deutschen Städten bald keine Mehrheit mehr sein werden?
Man muss nicht als klimaneutraler Technikverweigerer leben, um ein moralisches Recht zu haben, eine bessere Klimapolitik zu fordern.
Manche Zeitungen bringen überhaupt keine politischen Karikaturen mehr, Zeichner müssen jederzeit mit einem Shitstorm rechnen: Sind wir zu dünnhäutig für Witze geworden? Fragen an den Humoristen Dominik Bauer.
Empört heißt es, der neue EU-Kommissionsvorsitz sei "im Hinterzimmer" ausgekungelt worden. Das ist ein sprachpolitischer Kunstgriff, um Entscheidungen zu diskreditieren, die anders ausfielen, als man sich das wünschte. Der Begriff ist toxisch. Freiheit bedarf einer geschützten Sphäre.
Was das Penicillin für die Medizin ist, ist ein CO2-Preis für die Klimapolitik. Zu dieser Aussage versteigt sich Ottmar Edenhofer, Direktor am Potsdam-Institut für Klima...
Der Dokumentarfilm "XY Chelsea" erzählt das gegenwärtige Leben der Whistleblowerin Chelsea Manning. Der Film bezieht sich wenig auf ihre Zeit als Informatin von WikiLeaks, sondern vielmehr auf die Unklarheiten im Leben eines Menschen, der nicht in das strenge Korsett der Gesellschaft passt. Eine Rez
Politische TV-Debatten inszenieren oft lieber Konflikte, als sich für die Wirklichkeit zu interessieren. So tragen sie zur Polarisierung der Gesellschaft bei.
Seit dem Mord am deutschen Politiker Walter Lübcke wird über eine neue Qualität des rechtsextremistischen Terrors gesprochen. Das ist irreführend.
Sie wirft CSU und Freien Wählern vor, wichtige Forderungen des Volksbegehren Artenvielfalt weichzuspülen. Die Empörung richtet sich gegen den Agrarausschuss.
Michael Helmbrecht war vor zehn Jahren Mitbegründer der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg. Der demokratische Protest war oft erfolgreich, der Preis dafür allerdings hoch.
Die personalisierten Produktempfehlungen des Internetkonzerns scheinen banal zu sein. Und doch hat der Algorithmus Amazon groß gemacht und den Onlinehandel geprägt.
Ein Machtkampf in vier Akten, in Vor- und Hinterzimmern: Wie Ursula von der Leyen als Präsidentin der EU-Kommission nominiert wurde.
Als erste deutsche Stadt ist Hamburg dem Fab City Netzwerk beigetreten. Die teilnehmenden Städte wollen bis 2054 alles produzieren, was sie verbrauchen.
Wenn es nach dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach geht, sollen die Krankenversicherungen nicht mehr für Homöopathie aufkommen. Er hat recht - oder?
Die „Bild“-Zeitung hat mit ihrer Berichterstattung, wie gut ihre Berichterstattung über die Flüchtlingskrise gewesen sei, gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verstoßen. Der Deutsche Presserat stellte – auf unsere Beschwerde hin – einen Verstoß gegen den Pressekodex fest. Er sprach einen „Hinweis“ aus, die schwächste der drei möglichen Beanstandungsformen.
Youtuber Rezo, der Karl Kraus der Moderne, hat die alten Medien in die Sinnkrise gestürzt. Dabei versuchen die schon lange, ihrem drohenden Untergang durch geschmeidige Anpassung zu entgehen. Keine gute Idee, meint unser Autor.