Beeindruckendes Porträt (2016, Regie: Cordula Kablitz-Post) über eine außergewöhnliche Frau, welche die deutsche Kulturgeschichte in besonderer Weise prägte: Philosophin, Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé, eine moderne, selbstbewusste Frau, die ihrer Zeit voraus war und Weggefährtin von Rainer Maria Rilke, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud.
Der Künstler Simon Weckert sorgte letzte Woche für viel Wirbel, indem er auf Google Maps einen Stau simulierte. Wir haben mit ihm über künstliche Realitäten, die Macht von Karten und Alternativen zu Google gesprochen.
Dieser Tage sorgt ein „Hintergrundgespräch“ von Bundeskanzler Kurz für ziemliche Aufregung, in dem dieser – für seine Verhältnisse untypisch emotional und heftig – die Wiener Korruptions-Staatsanwaltschaft angegriffen hat. Warum man das weiß? Weil der FALTER diese Woche über diese Kritik berichtet hat.
In sozialen Medien machen gerade Tradwives auf sich aufmerksam – traditionelle Hausfrauen, die für ihren Mann auf eine eigene Karriere verzichten. Dahinter steckt Kalkül von rechts.
Drei Jahre hat es gedauert, jetzt aber ist die Brexit-Debatte entschieden – zumindest auf den ersten Blick. Die Briten jedenfalls sind im vergangenen Dezember in Massen auf die frechste Lüge des Wahlkampfs hereingefallen. Millionen haben geglaubt, was die flotteste Parole verhieß: „Get Brexit done!“, hatten die Konservativen gefordert, zu Deutsch: „Den Brexit durchziehen!“ Und genau das wollen all jene, die Boris Johnson letztlich zu einer überwältigenden Mehrheit verholfen haben.
Man hatte sie bereits totgesagt. Wie 2002, als der Spaßwahlkampf Guido Westerwelles für das „Projekt 18“ gehörig danebenging. Doch das Ergebnis der Bundestagswahl vom 22. September 2013 war ungleich dramatischer. Nach 64 Jahren der ununterbrochenen Zugehörigkeit flog die FDP aus dem Parlament. Ein Jahr später rangierte sie in Umfragen bei nur noch zwei Prozent.
Undercover bei den Klimawandelleugnern
Der Versuch, mit „Hier spricht das Volk“ Publikum und Diskutierende zu ein bisschen Panik anzustacheln, ist gescheitert. Und das beweist vor allem eines: Die Wirkmacht der "Bild" schwindet.
Oft versuchen Computerspiele, politisch neutral zu bleiben. Das antifaschistische Spiel "Through the Darkest of Times" ist eine angenehm entschiedene Ausnahme.
Kurz nach der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten, der Schock, der viele Menschen ergriffen hatte, war noch ganz frisch und sollte sich nie wirklich legen, begann eine Debatte, die bis heute anhält. In ihrem Zentrum steht eine Schicht, die mal als „grüne“, „liberale“ oder „kosmopolitische“ Elite oder auch als „Anywheres“ und „Weltbürger“ bezeichnet wird.
In einer Nacht im November fühlt sich Görlitz auf einmal an, wie Berlin schon lange nicht mehr ist. Zwar ist wie jeden Abend bereits viel Licht und Leben aus den Straßen geflohen, zwar wacht der große Philosoph Jakob Böhme einsam über den Friedenspark, er sitzt auf seinem Sockel, zu Recht, aber wie immer, wenn man an einem Denkmal vorbeiläuft, kann auch hier die Frage keimen, wie klein sich jede Gegenwart macht, die zu ehrfürchtig das Vergangene ehrt. Zwar kriecht auch die Kälte in dieser Nacht im November 2019 so langsam in alle Knochen, aber an der Ecke desselben Parks schwingt auch eine Holztür auf und hinter dieser Holztür raucht und trinkt die Hoffnung.
Für die Menschen vor Ort ist es die Apokalypse. Flammen lodern vor orangerotem Himmel, Rauchschwaden verdunkeln den Tag, die Luft reicht kaum zum Atmen. Tausende Australier sind vor den Bränden geflüchtet, mehr als 10 000 Feuerwehrleute sowie Reservisten der Armee kämpfen noch immer verzweifelt gegen die Flammenwände an und konnten doch nicht verhindern, dass ganze Gemeinden abbrannten. Bundesstaaten mussten den Notstand ausrufen, kilometerlange Küstenstreifen wurden zeitweise zu Verbotszonen für Touristen erklärt, hunderte Einheimische und Urlauber konnten nur noch per Schiff evakuiert werden, weil die Flammen sie einzuschließen drohten. Und in einem Vorort der Millionenmetropole Sydney wurde Anfang Januar ein neuer örtlicher Temperaturrekord erreicht: fast 50 Grad.
Noch stellt die SPD 4800 Mandatsträger in den bayerischen Städten und Gemeinden, dazu 240 Rathauschefs und Landräte. Doch vor der Kommunalwahl hat die Partei vielerorts keine Listen mehr.
Sie sehen sich durch das das neue Kulturlandschaftsprogramm benachteiligt. Stattdessen würden vor allem konventionelle Landwirte profitieren.
Erstmals spricht Nils Melzer, Uno-Sonderberichterstatter für Folter, ausführlich über seine Untersuchungen im Fall Julian Assange. Und legt brisante Dokumente vor.
Die Empörung der Anderen. So startest du deine private Entpörungs-Welle (Digitale Februar-Notizen) |
Ich verstehe, dass du wütend bist. Du ärgerst dich, du bist empört. Empörung ist okay. Dieser Text will dir deine Empörung nicht ausreden. Schon gar nicht in dem konkreten Fall, der dich gerade empört. Es geht um etwas, das dir wichtig ist. Und warum solltest du dich dafür nicht einsetzen? Ich sage nicht, dass du dich abregen sollst. Ich sage nicht, dass es doch gar nicht so schlimm ist und ich sage vor allem auch nicht, dass du Unrecht hast.
Es geht blitzschnell: Zwei harmlose Äußerungen von Jürgen von der Lippe und CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus haben die sozialen Netze jüngst wieder zum Kochen gebracht. Nicole Diekmann fordert deshalb: Mehr Mut zum Achselzucken.
Das EU-Parlament fordert ein einheitliches Ladegerät für alle Handys. Nicht zum ersten Mal. Doch damit unsere Geräte umweltfreundlicher werden, muss die EU-Kommission einer Wahrheit ins Auge sehen.
Der Fall des Doppelmörders Jens Söring ist nur ein Beispiel von vielen: Deutsche Journalisten scheinen besessen von amerikanischen Kriminalfällen. Bei der kritischen Aufarbeitung amerikanischer Gerichtsurteile werden sie aber immer wieder Opfer von Fehlannahmen und Vorurteilen. Höchste Zeit für eine Korrektur.
Von „Combat 18“ bis NSU – das Wissen über die gewaltbereite extreme Rechte werde in Deutschland nicht durch Medien generiert sondern durch verdeckt und anonym arbeitende Kollektive, meint Matthias Dell in seiner Kolumne. Deren kaum oder schlecht bezahlte Arbeit müsse stärker gewürdigt werden.