Der Publizist Gabor Steingart nennt die weltweite Corona-Angst die "womöglich größte Massenhysterie der Moderne" - ausgelöst und verbreitet durch die Medien. Er inszeniert sich in seinem viel gelesenen Newsletter als coole einsame Stimme der Vernunft. Handelt damit aber äußerst unverantwortlich.
Im Eiltempo gibt der Landtag der Staatsregierung noch weitergehende Rechte im Kampf gegen das Coronavirus. Was mit dem neuen Gesetz nun möglich ist.
300 000 Menschen würden die sieben größten bayerischen Open Airs besuchen - wenn sie wie geplant stattfinden. Momentan arbeiten die Veranstalter noch auf die Konzerte hin. Doch das Virus trifft eine Branche, die ohnehin kämpft.
In den Tagen der Krise suchen Menschen wieder Zuflucht bei der Kirche. Ausgerechnet die heilige Corona erlebt eine ungeahnte Renaissance als Schutzpatronin gegen Seuchen.
Risikogruppen stärker schützen, genug OP-Masken beschaffen und Smart Distancing – so beenden wir den Stillstand.
Die Corona-Pandemie zwingt uns, alles neu zu denken, sagt der Soziologe Hartmut Rosa. Unsere Gesellschaft könne sich neu erfinden – und hätte es nötig.
Die einen behaupten eine jüdische Verschwörung, andere hoffen auf den Umsturz: Rechtsextremisten wollen die Coronakrise nutzen. Und sie haben jetzt viel Zeit.
Vom Baikalsee in Sibirien bis zur Halbinsel Kamtschatka bietet Russland eine Fülle von unglaublichen und vielfältigen Landschaften. Das größte Land der Welt beherbergt auch riesige Städte mit majestätischer Architektur, wie St. Petersburg, Moskau und Kaliningrad. Eine Reise durch die Wildnis und die Metropolen Russlands.
Ungeprüfte Studien, widersprüchliche Aussagen: In der weltweiten Krise durch das Coronavirus ist es auch für die Medien schwer, den Überblick über wissenschaftliche Fakten zu behalten. Wir sprechen mit Volker Stollorz vom Science Media Center Germany über Unsicherheit in der Pandemie und woran Medienprofis wie Leser:innen derzeit Halt finden können.
In Zeiten der Not ist Kritik, zumal Kritik am Gebrauch von Formen, anfechtbar. Momente wie dieser sind, das ist ohne jede Ironie festzustellen, solche, in denen die politische Gemeinschaft zusammenstehen sollte. Dazu gehört es auch, nicht zu kleinkariert mit der Bewertung politischer Entscheidungen umzugehen, die zur Abwendung einer existenziellen Krise geboten sein können. Freilich wäre es umgekehrt auch ein Irrtum zu meinen, dass sich Solidarität und Loyalität, die die Bürgerinnen demokratischen Entscheidungen im Augenblick verstärkt schulden, mit Kritiklosigkeit gleichsetzen ließen.
Unser Autor findet das Klatschen für Pflegekräfte verlogen. Er ist selbst Pfleger und fordert: Kümmert euch lieber um die Alten und Vulnerablen.
Die Politik schränkt Grundrechte ein, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Ob die Maßnahmen erfolgreich sind, können zunächst nur die Fallzahlen zeigen. Doch Recherchen zeigen, dass deren Zuverlässigkeit deutlich abnimmt.
Weltweit bauen demokratische Staaten Grundrechte ab, um gegen das Coronavirus vorzugehen. Manchen Regierungen scheint das aber nur ein vordergründiges Anliegen zu sein. Leichtfertig abgesegnet könnten temporäre Maßnahmen zur Dauereinrichtung werden – und zum Schuss ins eigene Knie.
Es kursiert ein Video, in dem ein Mediziner Covid-19 kleinredet. Demnach ist das tödliche Virus nichts weiter als eine schamlose Übertreibung. Es sei alles nur eine Verschwörung, sagt er. Ein Faktencheck, der das Gegenteil beweist.
Vor zwei Jahren hatte Facebook eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Cambridge-Analytica-Skandals versprochen. Seitdem sorgt das Projekt für viel Frust und Unmut. Geldgeber wenden sich ab, beteiligte Forscher fühlen sich verschaukelt, vermuten hinter der Aktion gar einen PR-Schwindel.
Die Pandemie zeigt: Den Neoliberalismus kann man getrost beerdigen. Nur der Staat kann den Kapitalismus retten.
Nun liegt eine landesweite Auswertung der Wahlen für die Kreistage und Stadträte vor. Die Christsozialen verbuchen ein Minus von mehr als fünf Prozentpunkten.
In der Stadt Mitterteich im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth gilt seit Mittwoch eine Ausgangssperre.
Seit Donnerstag gibt es Ausgangssperren auch in zwei Kommunen im Landkreis Wunsiedel in Oberfranken.
Allem Anschein nach halten sich die Bewohner der betroffenen Orte bisher an die Verbote.
In dem Beitrag zu Gottesdienstverboten auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes findet sich an dort etwas versteckter Stelle ein Satz, über den sich gründlicher nachzudenken lohnt: Ungern fände man sich in einigen Wochen in einem Gemeinwesen wieder, das sich von einem demokratischen Rechtsstaat in kürzester Frist in einen faschistoid-hysterischen Hygienestaat verwandelt hat. Blickt man sich in der Welt um uns herum um, ist das zwar drastisch formuliert, aber als Befürchtung möglicherweise nicht übertrieben.
Seit dem Wochenende Tagen verbreiten sich über die sozialen Medien nicht nur Falschmeldungen zu eingeschränkten Öffnungszeiten im Lebensmitteleinzelhandel, die alle großen Ketten dementiert haben (siehe Supermarktblog). Auch Fotos von leergekauften Regalen verunsichern viele, weil dadurch der Eindruck entsteht, schnell in die Läden eilen zu müssen, um noch etwas abzubekommen. Politik und Händler versichern jedoch, dass die Versorgung mit Lebensmitteln sichergestellt sei.