Die Politologin Ulrike Guérot kämpft für die Gründung einer europäischen Republik. Unsere Zukunft, sagt sie, wird europäisch sein. Nur: Welches Europa wollen wir?
Neben dem Kampf gegen den Islam eint die rechten Parteien aller Euro-Länder nichts mehr als die Ablehnung der Europäischen Währungsunion: Der Euro trage die Hauptschuld an der Krise Eur
In Zeiten sozialer Medien mit Protagonisten wie Donald Trump drohe das Sommerloch, nostalgische Patina anzusetzen, bedauert Arno Orzessek in seiner Glosse. Denn es wäre traurig, wenn das digitale Zeitalter dieses kreative Loch gänzlich verstopfen würde.
Bislang waren ihre Mandanten Wirtschaftsbosse oder Islamisten. Jetzt verteidigen sie die wohl bekannteste Gefangene der Bundesrepublik. Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm sind Strafverteidiger von Beate Zschäpe. Sie steht als mögliche Mittäterin der terroristischen, rechtsextremen Anschläge des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) in München vor Gericht. Mehr als fünf Jahre dauert das Verfahren. Es geht um zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle.
Wer Meinungsfreiheit gewährleisten und Zensur verhindern will, muss Medien und soziale Netzwerke demokratisieren. Das zeigt ein Blick in die Entwicklungsgeschichte der Zensur.
Clemens Binninger spürte als Abgeordneter jahrelang den Terroristen des NSU nach. Jetzt spricht er über die Fragen, die der Prozess gegen Beate Zschäpe nicht beantwortet hat.
Autoritäre Regime und rechtspopulistische Parteien reklamieren öffentlich für sich, alleinige Vertreter der Tradition zu sein. Diese dogmatische Setzung dient vor allem dem Gewinn und der Konsolidierung politischer Macht. Eine zukunftsgerichtete Politik hingegen wird mit dem Beschwören von...
stefan niggemeier und harald martenstein haben sich zusammengesetzt und geredet. hier kann man das jetzt auch ohne übermedien-abo lesen. das zitat oben fasst das gespräch im prinzip aber bereits ganz gut zusammen: unterhaltsam, aber leider auch quatschig. witzig und gleichzeitig unendlich deprimierend. grandioser schlagabtausch, bei dem zu viele schläge danebengehen.
Seit Jahren schreiben wir unfreundliche Artikel übereinander: Harald Martenstein, der bekannte Kolumnist der „Zeit“ und des „Tagesspiegels“, und ich. Es wurde Zeit, sich endlich einmal zu treffen – nicht unbedingt, um uns zu vertragen, sondern um uns zu streiten. Auf meinen Vorschlag für ein Gespräch antwortet Martenstein: „Ich freue mich auf unser Treffen, so schwierig wie der Gipfel zwischen Trump und Kim wird es nicht werden. Atomwaffen sind schon mal kein Thema!“
Tatsächlich findet unser Gespräch dann zufällig exakt am Tag des Gipfeltreffens statt, in einem Café in Berlin-Friedrichshain. Martenstein erinnert sich, dass er im winzigen Theater dort im Hinterzimmer mal aufgetreten ist. Wir plaudern über unsere Hunde. Die Atmosphäre ist freundlich und offen
Trockenheit und Hitze bedrohen die Ernte vieler Bauern - immer wieder geraten Felder in Brand. Wie gehen Betroffene mit den Brandschäden um? Drei Landwirte berichten.
Warum berichtet man ausführlich über die eingeschlossenen Kinder in Thailand, über die im Mittelmeer ertrunkenen Kinder aber eher selten? Beides könne man nicht miteinander vergleichen, kommentiert Stefan Koldehoff. Der Frage nach der Medienwirksamkeit von Geschichten müsse man sich dennoch stellen.
Wer sich derzeit zu Religionsdebatten in Deutschland äußert, kann die Kontroversen über den "Kreuz-Erlass" der Bayerischen Staatsregierung nicht ignorieren. In dem Beitrag wird der bisherige Verlauf der Auseinandersetzung nachgezeichnet, die exemplarische Dynamiken aufzeigt.
Wie Religionen und Weltanschauungen in der Schule aufzugreifen sind und ob dabei ein religiöser, interreligiöser oder religionskundlicher Zugang anzuwenden ist, wird kontrovers diskutiert. In Deutschland haben diese Debatten zu zwei verschiedenen Antworten geführt.
Cornelia Koppetsch erforscht das Milieu der urbanen Mittelschicht. Die Soziologin erläutert, warum Gleichberechtigung bei Paaren oft eine Illusion ist.
Während dieser Tage vor allem Chinas geopolitische Ambitionen im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen,[1] rücken die innenpolitischen Pläne der Kommunistischen Partei (KP) zumeist in den Hintergrund. Dabei zeichnet sich derzeit auch innerhalb Chinas ein umfassender Wandel ab: Bis zum Jahr 2020 will die KP landesweit digitale Systeme zur Sozialkontrolle einführen.
Warum der Bundestrainer der Anführer der westlichen Welt ist.
Wir alle lieben unsere Smartphones. Sie enthalten unsere Fotos, unsere Musik, Nachrichten unser Freunde – sie sind quasi ein kleines, elektronisches "Ich". Unsere Liebe zu den Geräten erzeugt jedoch Nachhaltigkeitsdesaster in anderen Teilen der Erde.
Charlotte Roche findet den Satz »Ein Baby braucht seine Mutter« grundfalsch. Frauen müssen sich von Anfang an dagegen wehren, zur Hausfrau gemacht zu werden - das beginnt schon bei der Partnerwahl.
Amrum hat einen eigenen Film! Mehr als drei Jahre wurde auf der Insel gedreht und mit „Luv & Lee“ entstand ein Porträt Amrums – von allen Seiten und mit wunderschönen Luftbildern. Der Film erzählt die Geschichte von einem Eiland im Wind, der endlosen Weite des Strandes, tollen Menschen, Seenotretter-Alltag und Leuchtturmwartung. Und mittendrin der Blick zurück, zur Sturmflut von 1962: Ein letztes Interview mit August Jakobs, einem der großen Kapitäne Amrums, der von Langeneß
In der Arte-Mediathek gibt es bis Montag die 90 Minuten lange BR-Dokumentation Hysterie ums Netz zu sehen. Der Film von Katarina Schickling ist interessanter, als der Titel verspricht. Es kommen verschiedene (leider fast ausschließlich männliche) Stimmen zu Wort, die aktuelle netzpolitische Debatten