Bonn wurde 1949 auch wegen seiner "Provinzialität" zum provisorischen Regierungssitz erklärt. Seither bewegt sich die Stadt in einem Spannungsfeld zwischen Bedeutsamkeit und Spott, während sie die junge Bundesrepublik maßgeblich prägte.
Neues Leben im Todesstreifen, ein Vogelparadies am Amazonas des Nordens, wilde Oasen vor der Haustür: Auch im dichtbesiedelten Deutschland gibt es Orte, an denen die Natur zurückkehrt.
Nur die Überwinternden sind geblieben, im Dienste der Wissenschaft: in monatelanger Dunkelheit und bei Temperaturen bis unter minus 40 Grad Celsius. Nun bricht der Lichtwinter an – so nennen sie hier die Zeit zwischen Polarnacht und Schneeschmelze. Unser Reporter Tim Kalvelage war zu Besuch im nördlichsten Dorf der Erde.
Hoch in den Alpen wächst ein Pflänzchen, das stärker ist als das Eis. Der Botaniker Gilbert Neuner leitet die Forschungsgruppe Stressphysiologie an der Uni Innsbruck – und fragt: Was ist sein Geheimnis?
Vor acht Jahren hat der Klimaforscher Dirk Notz eine bahnbrechende Studie vorgelegt: ein Beweis für den direkten Zusammenhang zwischen individuellem Handeln und der Eisschmelze in der Arktis. Wie blickt er heute auf die Studie zurück? Was konnte er damit bewirken? Und hat er ganz nebenbei die Flugscham erfunden? Ein Interview.
Zum Schluss noch eine etwas andere Empfehlung: Die vierteilige ARD-Mockumentary “Rocko Schamoni Supershow”, in der auch verschiedene Mediengrößen eine Rolle spielen, beispielsweise Linda Zervakis, Klaas Heufer-Umlauf und Caren Miosga. Im “Hamburger Abendblatt” fasst Maike Schiller die ungewöhnliche, unterhaltsame Produktion so zusammen: “Die hohe ‘Fraktus’-Schule, der ‘Discounter’-Spott, bisschen Dada, bisschen Parodie, bisschen demaskiertes ‘echtes’ Leben. Bisschen Loriot womöglich sogar, noch mehr ‘Last Exit Schinkenstraße’. Entlarvend und schmerzbefreit. Quatsch mit Anspruch. Und besonders gern auch ohne.”
Der Untersberg zwischen Berchtesgaden und Salzburg birgt in seinen kilometertiefen Höhlen zahlreiche Mythen und Geschichten.
Norwegen in naher Zukunft: Während Europa in Chaos und Krisen versinkt, hat sich das Land wie eine Festung komplett abgeschottet. Wohlstand, Versorgung und Sicherheit der Bevölkerung geraten jedoch durch eine "von außen" eingeschleppte Bedrohung in Gefahr. Doch das ist eine Lüge! Eine einheimische Biologin und ein geflüchteter Farmarbeiter stemmen sich mutig gegen die Katastrophe und eine politische Intrige.
Ist es die Liebe
zum Leiden? Ein Ausweg
aus der Midlife-Crisis?
Oder sind teure
Rennräder einfach die
neuen Sportwagen?
Upgrades are part of a wave of new large language models being released this year
Mehr Kriminalität von Menschen ohne deutschen Pass weist die Polizeiliche Kriminalstatistik aus. Doch während die Innenminister:innen bei der Vorstellung des Berichts erwartbare Hardliner-Floskeln klopfen, überrascht der Chef des Bundeskriminalamts mit Einordnungen und Kontext. Ein Kommentar.
Wer hat nicht schon lästige Werbe-E-Mails erhalten und sich gefragt, wie die Absenderfirma an die eigene E-Mail-Adresse gelangt ist? Und woher sie die angebliche Einwilligung nimmt, eine:n anzuschreiben. Ich wollte es für einmal genau wissen und habe ein Datenauskunftsbegehren gestellt und – als dieses unbefriedigend ausfiel – den Rechtsweg beschritten. Das Ganze entwickelte sich zu einer über einjährigen Odyssee durch Rechtssystem und Behörden, die noch immer nicht zu Ende ist. Der vorliegende Erfahrungsbericht gibt einen Eindruck, wo die Schwierigkeiten der aktuellen Rechtslage beim Datenschutz liegen.
Nur noch zwei Monate bis zur Europawahl und gerade einmal fünf bis zu den so wichtigen drei Landtagswahlen in Ostdeutschland: Der Wahlkampf nähert sich seiner heißen Phase. Insofern kann es nicht wirklich verwundern, dass jetzt auch das für Europa wichtigste Thema dieses Schicksalsjahres[1] zur Wahlkampfmunition geworden ist, nämlich der Krieg in der Ukraine.
Minimale Programmänderungen und vorab bekannte Talk-Pausen genügen der Online-Content-Verwurstungsindustrie, um daraus immer neue Klick-Schlagzeilen zu produzieren. Peer Schader hat die Nase voll vom Schein-Journalismus bei T-Online & Co.
Der Oberjochpass ist nach dem Riedbergpass der zweithöchste Straßenpass in den Allgäuer Alpen. Wer den Namen Oberjochpass hört, denkt meist sofort an die imposante Kehrengruppe oberhalb von Hindelang. Hier schraubt sich die B 308 (Deutsche Alpenstraße) in neun Serpentinen den Berg hoch. Doch der eigentliche Pass ist weit weniger spektakulär, er ist bei der Überfahrt eigentlich kaum auszumachen. Es gibt dort oben nicht mal die Möglichkeit, kurz auf die Seite zu fahren, um eine kleine Pause einzulegen.
Genaugenommen gibt es am Oberjoch zwei verschiedene Passhöhen: fährt man etwa im Zuge der Deutschen Alpenstraße von Hindelang (825 m) nach Wertach (915 m) an der B 310, so passiert man den höchsten Punkt der Strecke (1140 m) schon bei der Durchfahrt durch die Ortschaft Oberjoch. Dies ist dann die Wasserscheide zwischen Donau (Iller) und Lech (Wertach). Will man dann noch weiter zum Oberjochpass, so biegt man in Oberjoch rechts ab und bleibt auf der B 308, von wo aus es noch weitere 38 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt sind.
Die Passhöhe selbst ist eine von zwei Verbindungen aus dem Allgäu ins österreichische Tannheimer Tal. Dieser Übergang ist die Wasserscheide zwischen Wertach und Lech (bzw. Vils). So richtig hohe Berge gibt es hier noch nicht, der Oberjochpass liegt eingebettet zwischen dem Kühgrundkopf (1909 m) und dem Sorgschrofen (1636 m). Im Gegensatz zur Darstellung auf manchen Landkarten ist der Oberjochpass übrigens kein Grenzpass, denn die österreichische Grenze verläuft erst 500 m östlich der Passhöhe.
"Machine" ist kampferprobt und auf der Suche nach Anonymität. Die graue Kleinstadt, die sie vor langer Zeit verlassen hat, um sich einer Eliteeinheit des Militärs anzuschließen, ist eigentlich perfekt zum Untertauchen. Doch als der Fabrik, in der Machine als Arbeiterin am Fließband anheuert, die Schließung droht, findet sie sich inmitten eines brodelnden Arbeitskampfs wieder.
Die Musiker von "dicht & ergreifend" haben das gemacht, was viele für unmöglich hielten: Sie sind mit Rap auf Bairisch sehr erfolgreich geworden. Ein Interview über Patriotismus, die Erfindung Bayerns und das wundersame Wort "fei".
Zwei Jahre nach dem Überfall auf das Land hat knapp jeder dritte Ukrainer in Bayern einen Job gefunden. Das heißt aber auch: Zwei Drittel von denen, die theoretisch arbeiten können, tun es nicht. Dabei verfügen viele über ein gutes Ausbildungsniveau.
Luftaufnahmen sind wie „naturierte Landkarten“. Sie zeigen, wie menschliche Aktivitäten die Erde verändert haben.
40 Prozent der Deutschen haben derzeit das Gefühl, ihre Meinung nicht frei äußern zu dürfen – obwohl die Meinungsfreiheit mit dem Grundgesetz gesichert wird. Wie kommt das Gefühl des „Man darf heute wirklich gar nichts mehr sagen“ zustande?