5846 Shaares
Dass wir in einer Aufmerksamkeitsökonomie leben, hat sich herumgesprochen. In Rechtfertigungen, warum wir guten Journalismus brauchen, heißt es dann sinngemäß: In den Sozialen Medien wird halt unterschiedslos jeder Quatsch hochgekocht, wenn er nur empörend genug ist. Wir brauchen Journalist*innen nicht zuletzt als Kuratoren: Um das in die öffentliche Diskussion zu bringen, was tatsächlich wichtig ist. Aber #allesdichtmachen im Kontrast zu #NoCovid zeigt leider: Eine ähnlich oberflächliche Dynamik, nur redaktionell gesteuert, bekommen Qualitätsmedien ganz gut alleine hin.