5846 Shaares
Vor 40 Jahren veröffentlichte Klaus Theweleit den ersten Band von »Männerphantasien« und machte damit sofort Furore. In seinem zweibändigen Werk zeigt Theweleit mit psychoanalytischem Blick und anhand von Quellen aus den rechtsradikalen Freikorps der 1920er Jahre, wie bei Männern ein gewaltorientiertes Körperbild und daraus ein faschistisches Bewusstsein entstehen kann. Theweleits Analyse, die den hiesigen Grundstein für die Gewalt- und Männerforschung legte, hat an Aktualität nichts eingebüßt: Die Abwehr des »Fremden«, des Demokratischen und der Geschlechtergleichheit durch die Neue Rechte äußert sich zunehmend in gewaltsamer, mörderischer Form.