Am 4. Oktober, dem zweiten Tag des Laubhüttenfests, Sukkot, wird ein 26-jähriger jüdischer Student vor der Synagoge in der Hohen Weide in Hamburg mit einem Klappspaten angegriffen und verletzt. Wieder einmal wird ein antisemitischer Anschlag verübt, wieder einmal wird ein Mensch in der Öffentlichkeit angegriffen, nur weil er Kippa trägt, wird ein Jude verachtet und verletzt, nur weil er Jude ist. Wieder einmal in einem Land, das sich auf ein "Nie wieder" hatte verständigen wollen. Wieder einmal in einem Land, das in allen Staatsakten verspricht, jüdisches Leben vor Antisemitismus schützen zu wollen, aber gleichzeitig so tut, als sei Antisemitismus etwas, das immer nur woanders zu finden ist, in irgendeinem Gestern oder bei irgendwelchen Anderen.
5848 Shaares