Harald Martenstein hat in der “Welt am Sonntag” einen Text über die Ereignisse von Ceuta veröffentlicht, in dem er alle politischen Zügel schießen lässt. Diese Entwicklung hat sich gut sichtbar schon seit langem angekündigt, aber in diesem Text spürt man eine gewisse Erleichterung darüber, jetzt endlich alles sagen zu können. Die Rede ist von “70.000 Invasoren”, von “Eroberungsmigration”, es geht um “Vergewaltigte oder um Erstochene”, die für Linke als der “unvermeidliche Preis für das, was sie Vielfalt und Buntheit nennen”, gelten würden. Über die Migranten heißt es: “Sobald ihre Zahl es hergibt, werden sie die Regeln bestimmen.” Das ist keine neue oder originelle Rhetorik (auch nicht bei Martenstein), es ist aber mindestens interessant, sie von einem erfolgreichen Kolumnisten zu hören, dem bei seinem Abgang beim ZEITmagazin von den Kollegen noch bunte Sträuße gedreht wurden.
6069 Shaares