Bereits vor der Corona-Pandemie, die auch in Iran seit Februar 2020 wütet, war Teherans Wirtschaft in einer Krise, die durch die ab Mai 2018 erneut verhängten US-Sanktionen noch verschlimmert wurde. Anfang 2020 waren alle ökonomischen Indikatoren, die den Zustand der Wirtschaft Irans abbilden, negativ. War bereits 2018 das Bruttoinlandsprodukt um 5 Prozent gegenüber 2017 gesunken, ging es 2019 noch einmal um knapp 10 Prozent zurück, und der Internationale Währungsfonds prognostiziert für 2020 ein Minus von 6,5 Prozent. Im Zeitraum zwischen 2010 und Anfang 2020 bewegte sich die Inflationsrate zwischen 20 und 40 Prozent, und sie steht derzeit bei 41 Prozent, Tendenz steigend. Als Folge dessen sank die Massenkaufkraft der aktuell etwa 84 Millionen Einwohner drastisch, worunter die ärmeren 70 Prozent der Bevölkerung am meisten leiden. Man schätzt, dass aktuell mindestens sechs Millionen Iraner arbeitslos sind, wovon Frauen und Jugendliche am stärksten betroffen sind.
5851 Shaares