5841 Shaares
Gerade einmal 120 Euro erhielt ein Schweinemäster zuletzt, wenn er ein Tier am Schlachthof ablieferte. Ein Betrag, mit dem er noch nicht einmal die Kosten für Ferkelankauf, Futter und Energie decken kann, geschweige denn, sich und seine Familie ernähren oder gar in neue Ställe und mehr Tierschutz investieren. Aus gutem Grund also hob Cem Özdemir dieses sich seit Jahren zuspitzende Marktversagen auf die Agenda: Gleich in den ersten Interviews nach seiner Ernennung sagte der neue Landwirtschaftsminister „Ramschpreisen“ bei Lebensmitteln den Kampf an. Indem er sie – wie auch immer – abschaffen möchte, will Özdemir die prekäre Lage vieler Bäuerinnen und Bauern verbessern.