Viele wollen jetzt schnellstens alles nachholen, was sie in der Pandemie verpasst haben. Stopp! Wir müssen das nicht. Das allermeiste können wir gar nicht nachholen.
Fake News, Desinformation und Fehlinformation haben seit Beginn der Covid-19-Pandemie Hochkonjunktur. Vor allem in den sozialen Medien verbreiten sie sich schnell und gezielt. Viorela Dan vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München machte jüngst einen nach eigener Aussage „unkonventionellen Vorschlag“ zur Richtigstellung solcher Botschaften: Im Journal Publizistik veröffentlichte die Wissenschaftlerin ein Konzept zur Gestaltung von Richtigstellungen nach dem Schema von Fake News, um deren „Reiz“, also die Vorteile der Viralität, Aufmerksamkeit und einfachen Argumentation, zu nutzen.
Der Arm der chinesischen Zensur reichte in der Nacht von Freitag auf Samstag bis nach Deutschland. Auf der Suchmaschine Bing war das wohl berühmteste Foto der chinesischen Demokratieproteste nicht mehr auffindbar.
Der Abgeordnete Andreas Schwab setzt als Chefverhandler des EU-Parlaments die großen Linien für das geplante Plattformgesetz der EU. Die Definition, welche Plattformen als Gatekeeper besonders streng reguliert werden sollen, möchte er eher eng ziehen.
In diesem neuen Buch sammeln Autoren verschiedene Beispiele von Unternehmen und Organisationen, die sich an der Gemeinwohl-Ökonomie orientieren.
Die Entwicklung von Impfstoffen gegen Covid-19 in weniger als einem Jahr stellt ohne Zweifel eine enorme Leistung dar. Allerdings verlief deren Verteilung bisher alles andere als perfekt. In den Vereinigten Staaten konnte die „Operation Warp Speed“ die Zielvorgaben für die Produktion zwar erfüllen, verstolperte aber die Koordination der ersten Lieferungen. Der Plan legte weder eine am Bedarf orientierte Impfreihenfolge fest noch ging er ausreichend gegen die Benachteiligung ethnischer Minderheiten bei der Impfung vor.
Vier befreundete Investmentbanker erschaffen sich eine perfide Parallelwelt aus Sex, Drogen und Gewalt, um ihrem Alltag zu entfliehen. Norwegische Dramaserie mit Simon J. Berger.
Ab dem 03. August können Freunde des naturnahen Urlaubens auf der Helgoländer Düne ihre Ferien in den ersten beiden neuen „Wikkelhouses“ (www.wikkelhouses.com) verbringen.
Dem allgemeinen Tiny-House-Trend folgend, werden derzeit die ersten, aus natürlichen Baumaterialien gefertigten Test-Häuser einer Manufaktur aus Amsterdam in unmittelbarer Nähe des Nordstrandes final eingerichtet.
Kaum jemand weiss mehr über Coronaviren als der deutsche Virologe Christian Drosten. Was er von der Theorie hält, Sars-CoV-2 komme aus einem Labor, warum das mit der Herdenimmunität bei Menschen nicht funktioniert und seine Antwort auf die wichtigste Frage: Ist die Pandemie jetzt wirklich vorbei?
Es hätte ein riesiges Tourismusprojekt werden sollen: Ein niederländisch-französischer Konzern wollte in einem Waldareal im Fränkischen Seenland ein Urlaubsdorf mit 800 Bungalows bauen. Doch daraus wird nichts.
Bayerns Busse und Bahnen haben in der Pandemie besonders viele Fahrgäste verloren - das zeigen nun aktuelle Zahlen. An Beliebtheit hat allerdings nicht nur das Fahrrad gewonnen.
Im Ingolstädter Armeemuseum zeugt ein prachtvolles Beutestück von den Türkenkriegen im 18. Jahrhundert: In dem Zelt schlief der Heerführer der Osmanen, bevor seine Armee geschlagen wurde - und Kurfürst Max Emanuel es erbeutete.
Minimale Ansprüche, maximale Selbstprofilierung: Falsche Entscheidungen trifft der Gesundheitsminister nicht bloß im Eifer des Gefechts – sondern auch ganz unabhängig von einer Notsituation.
Viele Schnelltestzentren verlangen bei der Anmeldung die Personalausweis- oder Reisepassnummer als Pflichtfeld. Diese musst und solltest Du nicht angeben. Mit einem einfachen Trick kannst Du Dich dagegen wehren.
In Michel Andrés Labor laufen in Echtzeit die Daten unzähliger Horchposten ein. Können sie der Menschheit helfen, im Lärm des Ozeans die Botschaften des Planeten zu verstehen?
Das NDR-Politmagazin „Panorama“ wird 60 – und ist kritisch geblieben. Dabei war es seit Beginn Angriffen ausgesetzt, die erstaunlich aktuell wirken.
Mit dem Hinweis „The Risk is Real“ hat die Universität Berkeley strengere Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung ergriffen und körperliche Betätigung im Freien selbst mit Masken verboten, so beschreibt es der Journalist David Leonhardt in der „New York Times“ vom 12. Februar. Ich möchte diese Aussage und die Notwendigkeit ihrer Bekräftigung analysieren. „Das Risiko ist real“ – das ist eine klassisch Freudianische Verneinung: Es muss mit Nachdruck betont werden, dass die Gefahr real ist, weil die Gefahr für viele irreal ist. Der Satz setzt eines voraus: die unseren Zeitgeist prägende, idiotische Leugnung des Todes.
Das Patriarchat der Dinge” ist ein Sachbuch, es geht dem Nutzen und der Herkunft von Gegenständen, Praktiken, Orten auf den Grund, die uns im Alltag immer wieder begegnen. Es fragt unter anderem: Warum genau gibt es so viel weniger Möglichkeiten zum Pinkeln im Öffentlichen Raum für Frauen denn für Männer? Warum wurden für Frauen Handtaschen erfunden? Welchem Körper ist ein Crash-Test-Dummy nachempfunden? Man kann sich leicht vorstellen, dass in diesem Buch Interessantes wie Brisantes zu Tage tritt. Rebekka Endler verschleiert bei aller Sachlichkeit und Präzision nicht den eigenen Aktivismus – im Gegenteil, ihr provokativer Tonfall ist maßgeblicher Charakterzug eines Buchs, das sich unterhaltsamer und spannender als mancher Roman liest.
Keine Ahnung, ob es wirklich keine:n Spotify-Nutzer:in da draußen gibt, die „Nur Idioten hier“ von Moritz Krämer und Francesco Wilking morgens hört. Ich jedenfalls mag den Song und höre ihn auch morgens – auf Spotify. Der Streaming-Dienst hat mich jetzt mit seinem Only-You-Feature darauf aufmerksam gemacht, dass ich damit offenbar sehr allein einzigartig bin.