Kurz vor Dienstschluss erhält der Polizeibeamte Asger Holm den Anruf einer Frau, die von ihrem Ex-Mann entführt wurde, aber nicht weiß, wo sie sich befindet. Mit den dürren Informationen schickt Asger eine Streife los – ohne Erfolg. - Von der Filmkritik als einer der spannendsten Filme des Kinojahrs 2018 apostrophiertes Kammerspiel mit "Mord im Mittsommer"-Star Jacob Cedergren.
Wir erleben dieser Tage eine absurde Verkehrung der politischen Verhältnisse: Während die Doppelspitze der einst basisdemokratischen Grünen einträchtig „im Hinterzimmer“ über die erste Kanzlerkandidatur in ihrer Parteigeschichte entscheidet, rebelliert die Basis der staatstragenden CDU, angetrieben vom Volkstribun Markus Söder, gegen die eigenen Parteigremien. Damit werden die vergangenen Wochen als Zäsur in die Geschichte der Republik eingehen. Die einstige grüne Chaospartei gehört, was die Machtfrage anbelangt, der Vergangenheit an, während der vormalige Kanzlerwahlverein der Union sich durch praktizierte „Basisdemokratie“ regelrecht selbst demontiert hat.
Der indische Premierminister Modi will keine Kritik an seiner Corona-Politik hören. Twitter und weitere soziale Netzwerke sollen deshalb regierungskritische Posts löschen. Ein neues Mediengesetz bringt derweil unabhängigen Journalismus in Gefahr.
Das Berliner Start-up Gorillas verspricht Lebensmittellieferungen in unter zehn Minuten und baut dazu in Wohnvierteln hyperlokale Logistikzentren auf. In Berlin-Kreuzberg zeigen sich die Auswirkungen auf den öffentlichen Raum.
Über 100 Intellektuelle und Organisationen fordern die Regierung auf, Vermögende stärker zu belasten. Mit dabei: Annette Humpe und Maren Kroymann.
Der Journalist Sebastian Esser engagiert sich für crowd-finanziertes Publishing. Er ist Mitgründer von Krautreporter und launchte 2017 die Plattform Steady, die Publishern eine direkte Nutzerfinanzierung ermöglicht. Im Interview spricht Esser über die zukünftige 'Creator Economy', Pressefreiheit, Clickbait, Community-Regeln und (nicht) über den Fall Boris Reitschuster.
Die EU will künstliche Intelligenz mit einer Verordnung regulieren. Verboten sein sollen laut dem aktuellem Vorschlag künftig etwa KI-Anwendungen, die Menschen zu deren Schaden manipulieren. Für ein gutes Gesetz braucht es aber noch Verbesserungen.
Autor und Koluminst Hasnain Kazim wird gesagt, er solle sich aus antirassistischen Debatten raushalten, da seine Hautfarbe zu hell sei. Da läuft was schief, sagt der Autor, und zwar in der linken Debattenkultur. Ein Gespräch über Meinungsfreiheit und auf welche Art und Weise wir gerade diskutieren.
Die Finanzaufsicht Bafin erhielt schon 2007 eindeutige Hinweise auf Aktiengeschäfte zulasten der Steuerzahler. Doch die Behörde behielt die Informationen für sich.
Die EU-Kommission wagt sich an ein schwieriges Feld, das in der Zukunft große Bedeutung bekommen wird. Sie will den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Überwachung, Auswahl von Personen und das Lernen aus Datenbanken reglementieren. Der erste Entwurf einer Verordnung vom 21. April wird sicher noch intensiv diskutiert und verändert werden. Aber das 88 Seiten starke Dokument zeigt bereits, nach welchen Kriterien die EU künstliche Intelligenz (KI) künftig bewerten und begrenzen will.
#allesdichtmachen Das diffuse Videoprojekt von Schauspieler*innen und die Kritik an ihm zeigen den zentralen gesellschaftlichen Widerspruch in der Pandemie so deutlich wie kaum etwas zuvor
Neurowissenschaftler und Psychologen vertiefen unser Verständnis des jugendlichen Gehirns. Ihre Arbeit könnte die Bildung und psychische Gesundheit junger Menschen verbessern.
Auf den ersten Blick scheint die Sache einfach: Das Schicksal von Demokratien entscheidet sich an der Frage, von wie vielen überzeugten Demokraten sie getragen werden. Natürlich spielen die institutionelle Ordnung und die Struktur der Verfassung eine Rolle, ebenso wie plötzlich auftretende innere wie äußere Krisen. Am Ende lautet die einfachste Gleichung: Wo die Mehrheit einer Gesellschaft sich gegen die Demokratie als Staatsform entscheidet, da wird sie über kurz oder lang scheitern. Besonders vertraut ist diese Gleichung den Deutschen. Schließlich bleibt hier das Scheitern der Weimarer Republik der zentrale Bezugspunkt in allen Diskussionen um eine vermeintliche "Krise der Demokratie".[1] Die Befürworter der Republik gerieten seit 1930 immer stärker unter Druck, rechts vor allem von der NSDAP, links von der KPD. Am Ende war es einer schrumpfenden politischen Mitte quasi unmöglich, noch Mehrheiten zu organisieren. Nazis und Kommunisten waren Todfeinde, sich in ihrer offenen Ablehnung der ersten deutschen Demokratie allerdings einig. So ging Weimar als "Demokratie ohne Demokraten" in die Geschichtsbücher ein.
Donald Trump spaltet die Öffentlichkeit über seine Amtszeit hinaus.[1] Nur 5 Prozent der als Wähler registrierten Demokraten sind mit seiner Regierungsleistung zufrieden, hingegen beurteilen 87 Prozent der Republikaner sie positiv.[2] Bevor man eine Bilanz von Trumps Präsidentschaft ziehen kann, gilt es, die Ursache dieser konträren Einschätzung offenzulegen: die parteipolitische Polarisierung der USA.
Mit Sondersendungen und aktuellen Interviews haben RTL, ProSieben & Co. den Willen zu einer neuen Ernsthaftigkeit bekräftigt. Damit das klappt, müssten die Sender aber endlich aus dem Übungsmodus herauskommen, meint Peer Schader.
Die Schulen werden wieder komplett schließen, wenn die 7-Tages-Inzidenz auf 165 ansteigt. Darauf habe ich gehofft. Zwar haben wir in Berlin – und dafür bin ich unendlich dankbar – aufgehobene Präsenzpflicht, doch bei uns heisst aufgehobene Präsenzpflicht: das Kind kann zuhause bleiben, wird aber nicht beschult, denn geteilte Klassen heisst schlichtweg halber Unterricht und der findet in Präsenz statt.
An „#allesdichtmachen“ beteiligte Schauspieler:innen zeigen sich über den Shitstorm entsetzt. Einer der Drahtzieher will ihn hingegen erwartet haben. Der „Tatort“-Regisseur Dietrich Brüggemann steht im Zentrum der Kampagne.
Der Bausektor ist extrem klimaschädlich – die Verwendung von Holz anstelle von Stahl und Beton soll das ändern. Eine Gruppe um Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hat deshalb das "Bauhaus der Erde" gegründet. Eine Bedingung für den neuen Holz-Boom ist nachhaltige Waldnutzung.
Bei AfD und der „Neuen Rechten“ sind Alt-68er keine Seltenheit. Der Hamburger Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar erforscht die Protestbewegung und den linken Terrorismus der 60er- und 70er-Jahre seit Jahrzehnten. Ellen Daniel und Michael Miersch wollten von ihm wissen, warum etliche Wortführer von damals heute nationalistisch ticken. Was bewegt ältere Herrschaften, ein zweites Mal radikal zu werden?
Wir haben die Mitglieder der Partei dieBasis angeschrieben – sie haben geantwortet.