Am 4. Oktober, dem zweiten Tag des Laubhüttenfests, Sukkot, wird ein 26-jähriger jüdischer Student vor der Synagoge in der Hohen Weide in Hamburg mit einem Klappspaten angegriffen und verletzt. Wieder einmal wird ein antisemitischer Anschlag verübt, wieder einmal wird ein Mensch in der Öffentlichkeit angegriffen, nur weil er Kippa trägt, wird ein Jude verachtet und verletzt, nur weil er Jude ist. Wieder einmal in einem Land, das sich auf ein "Nie wieder" hatte verständigen wollen. Wieder einmal in einem Land, das in allen Staatsakten verspricht, jüdisches Leben vor Antisemitismus schützen zu wollen, aber gleichzeitig so tut, als sei Antisemitismus etwas, das immer nur woanders zu finden ist, in irgendeinem Gestern oder bei irgendwelchen Anderen.
Wer könnte mit Google in dessen Kerngeschäft bei Werbung und Internetsuche konkurrieren? Im Rennen sind Microsoft, ein russischer Großkonzern und eine datenschutzfreundliche Alternative.
Die Bürger per Handy vor Katastrophen zu warnen, ist ungemein praktisch. Über einen verlockenden Regierungslautsprecher in der Hosentasche schreibt unser Kolumnist Adrian Lobe.
»Mit steigenden Infektionszahlen wird es auch mehr Fälle an Schulen geben«, sagt Epidemiologe Hajo Zeeb. Im Interview erklärt er, warum er trotzdem dagegen ist, Schulen wieder komplett zu schließen.
Ein Hamburger Modeunternehmer erreicht mit Verschwörungsmythen auf Instagram Tausende, darunter auch mehrere Influencer:innen. Die unterstützen ihn und verbreiten seine Thesen zum Teil sogar weiter.
Kein Mensch auf der Welt wird derart beobachtet wie der US-Präsident. Auch vom deutschen Journalismus. Es scheint mittlerweile wirklich ein Fetisch zu sein.
Fox News spaltet die USA seit bald 25 Jahren wie kein anderer Sender – zuletzt in verstörender Symbiose mit Donald Trump. Der Kampf konservativer Medienaktivisten gegen das "Establishment" begann aber schon sehr viel früher
Die "Querdenker" in Bühl bei Baden-Baden freuen sich über die Expertise von AfD-Zahnärztin Christina Baum. Eine Melange aus Populismus und Desinformation schürt Ängste. Dabei wären die meisten TeilnehmerInnen bereit für einen echten Dialog.
Fridays for Future legen Eckpunkte für Deutschlands Beitrag zum Kampf für das 1,5-Grad-Ziel vor. Die haben Schwächen, aber einen unschätzbaren Wert.
Mit harten Bandagen kämpfen Unternehmen wie Uber, Lyft und Doordash für eine Volksabstimmung in Kalifornien. Sie wollen ein Gesetz rückgängig machen, das Gig-Worker in Angestellte verwandelt hat. Dabei greifen sie zu unlauteren Mitteln.
Gestern hat das Bundesjustizministerium seinen Referentenentwurf für die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie veröffentlicht. Bereits im Sommer stand ein erster Entwurf zur Diskussion, den wir in einer ausführlichen Stellungnahme analysiert haben.
Der Kognitionspsychologe Christian Stöcker erläutert in seinem neuen Buch, welche Folgen die Digitalisierung für den Mensch und die Erde hat.
Bei seinen Recherchen kommt Thilo Mischke Protagonisten oft näher als es die journalistische Distanz vorsieht. Das ist heikel. Und führt gleichzeitig zu Interviews, die es so im Fernsehen nur selten zu sehen gibt, findet Peer Schader.
Die Corona-Pandemie hat einen fundamentalen Paradigmenwechsel in der öffentlichen Haushaltspolitik erzwungen: Über lange Jahre war die Finanzpolitik auf die Begrenzung der Neuverschuldung beim Bund und eine Nullverschuldung bei den Ländern eingeschworen. Doch die sozial und ökonomisch hoch zerstörerische Gewalt der Coronakrise hat gleichsam über Nacht zum sprunghaften Anstieg der zu finanzierenden Staatsaufgaben geführt. Wie aber wurde auf diesen zuvor unvorstellbaren Finanzierungsbedarf der Gebietskörperschaften und sozialen Sicherungssysteme reagiert? Mit dem Mut, Tabus zu brechen – und das zuvor gepflegte Dogma eines Staats ohne Neuverschuldung hinter sich zu lassen.
Der Lehrerverband beklagt eine nie dagewesene Krise und fordert einen Gipfel in der Staatskanzlei: Zum Coronavirus komme der Lehrermangel. Kultusminister Piazolo bestreitet den Engpass.
Was sind das für Menschen, die im Bayerischen Wald Urlaub machen? Die Tourismusregion erfasst die Daten der Gäste, unter denen inzwischen auch Oberbayern sind.
Die Wagner-Stadt war einer von Hitlers liebsten Orten, entsprechend belastet ist ihre Geschichte. Nun gibt es den Vorschlag, eine Städtepartnerschaft in Israel zu begründen. Doch der ist nicht unumstritten.
Auf ihrer Flucht vor einem gefährlichen Verfolger verschlägt es die geheimnisvolle Sarah in das abgelegene Fatale-Station in Québec. Sie bringt das Leben der verschrobenen Dorfgemeinschaft gehörig durcheinander. Drehbuchautor Stéphane Bourguignon entwickelte die Idee für die spannende Serie mit Westernmotiven.
Wie eine vollkommen gewöhnliche Zahl die Aufmerksamkeit von Sciencefiction-Fans und Nerds erlangte - und weshalb sie auch Mathematiker fasziniert.
»Die Mädels sind für das schöne Bild verantwortlich«, so offen sagt es eine Insiderin. Es sind vor allem Frauen, die Nutzer auf Instagram mit ästhetischen Bildern und subtilen Botschaften in die rechte Szene ziehen sollen. Emojis als Reichsflagge, Hashtags wie #heimatverliebt und AfD-Politiker, die für ein rechtes Modelabel posieren oder Accounts von Rechtsextremen folgen: Unsere Analyse tausender Instagram-Accounts zeigt, wie die rechte Szene auf der vermeintlich unpolitischen Plattform junge Menschen verführt. Und dass Instagram kaum etwas dagegen unternimmt. Teil eins der Recherche in vier Teilen.