Schon heute, gut ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie, ist klar, dass wir es mit dem wohl härtesten globalen Einschnitt seit der epochalen Zäsur von 1989/90 zu tun haben. Allerdings könnte der Gegensatz zu 1989 kaum größer sein. Damals bescherte der Fall der Mauer das Ende des Warschauer Pakts und den Sturz der kommunistischen Diktaturen. Diesmal ist es der „Führer der freien Welt“, Donald Trump, den das historische Ereignis aus dem Amt katapultiert hat. Die Geschichte wiederholt sich also, allerdings nicht als Farce, aber doch unter fast umgekehrten Vorzeichen.
Am 7. November demonstrierten 20 000 »Querdenker« in der Leipziger Innenstadt gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Unter den Demonstrierenden befanden sich zahlreiche Hooligans und Rechtsextreme, die sowohl Journalisten als auch Polizisten angriffen. Der Politologe Moritz Kirchner formuliert zwölf Thesen, wie eine demokratische Gesellschaft damit umgehen sollte.
Obwohl die eloquente Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) häufig in Funk und Fernsehen zu hören und zu sehen ist: Besonders viel zu sagen hat das Bundesumweltministerium (BMU) nach sieben Jahren großer Koalition nicht mehr. Stattdessen werden die wichtigen Felder der Umweltpolitik federführend im Verkehrs-, Agrar-, Wirtschafts- oder Innenministerium verhandelt. Und im ureigenen Thema des Umweltressorts, der Abfall- oder moderner, der Kreislaufwirtschaftspolitik, setzt das Ministerium schon lange keine eigenen, dem Umweltschutz verpflichteten Akzente mehr.
Schule auf, Schule zu: Die Erfahrungen mit digitalem Lernen in diesem Pandemie-Jahr waren von Chaos und Frustration geprägt. Was über Jahre versäumt wurde, lässt sich in der Krise nicht schnell nachholen. Doch inzwischen scheinen Bund und Länder auf Kurs und es besteht Hoffnung, fassen unsere Gastautoren zusammen.
Landen bei Ihnen „smarte“ Weihnachtsgeschenke unter dem Tannenbaum? Unsere Gast-Autorin zeigt auf, warum wir misstrauisch werden sollten, wenn Technik mit zusätzlichem Abo-Modell daherkommt. Am Ende könnten wir gleich doppelt im Dunkeln sitzen.
Robert Zimmerman hat es getan: Der Musiker, als Bob Dylan weltberühmt, hat die Verlagsrechte an seinen Songs – etwa 600 Songs aus sechs Jahrzehnten – an die Universal Music Publishing Group verkauft. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart – in der Branche wird von einem Betrag zwischen 250 und 400 Millionen US-Dollar gemunkelt.
Unter dem Vorwand der Pandemie-Bekämpfung schleichen sich derzeit Überwachungssysteme in die Stadien der Bundesliga ein. Mehrere Vereine experimentieren mit Temperaturmessungen und Maskenerkennung am Einlass. Datenschutzbehörden melden Zweifel an.
Knuffig, dieser Julian: Amazons eingebettete, kritikfreie Reportage über die „Bild“-Zeitung ist journalistisch eine Nullnummer. Ein Kniefall. Peinlicher geht es kaum.
Ich habe viele Blätter
und ich bin doch kein Baum.
Wenn du mich aufmachst,
gibt es Wörter und Bilder zu schaun.
Norwegens Fjorde gehören zum Spektakulärsten, was Europa zu bieten hat. Orcas treiben riesige Heringsschwärme tief in die Meeresarme hinein. Was übrig bleibt, wird von Vögeln, Fischen und Seesternen gefressen. Lachse ziehen die Flüsse hinauf, und in den Tiefen wogen fluoreszierende Seefedern und seltsame Meeresschnecken in der Strömung.
Die rechtsesoterische „Anastasia-Bewegung“ breitet sich in Berlin und Brandenburg aus. Am Montag wollen ihre Anhänger in Putlitz die Wintersonnenwende feiern.
Eine wissenschaftliche Untersuchung auf der Basis von mehr als vier Millionen Facebook-Kommentaren zeigt, wo sich der Hass entlädt und wen er trifft: Auf den Seiten der AfD wird mit Abstand am meisten gehasst, gegen Linke, Frauen und alles Fremde. Dass Konservative und Rechte ebenso heftig von Hassnachrichten betroffen wären wie Linke oder Grüne, trifft indes nicht zu.
Auf einer Münchner Intensivstation liegt ein Patient mit Covid-19. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte kämpfen um sein Leben, acht Wochen lang. Ihr wichtigster Helfer: das Beatmungsgerät SN41418. Eine Chronik.
Die Impfskepsis vieler Deutscher ist Ausdruck einer wachsenden Öko-Esoterik, Naturverklärung und Technikfeindlichkeit.
Zuerst geht es in den Alten- und Pflegeheimen los, doch selbst dort wird es nicht gleich für alle reichen. Mit welchem Anteil an Impfdosen der Freistaat nun rechnen kann.
Der Kreis erfüllt den Vertrag und verschafft bis zu 14 Menschen eine Bleibe. Die AfD äußert sich zu dem irreführenden Villen-Foto aus Texas.
In Bayerns Hotspots kämpfen Behörden und Kliniken mit hohen Fallzahlen. Das Beispiel des Berchtesgadener Lands zeigt, wie schwer sich die Pandemie unter Kontrolle bringen lässt.
Die Lernplattform allein ist für den Unterricht im Lockdown schlecht geeignet. Wo die Ursachen für die Mebis-Pannen liegen könnten - und wieso nicht auf andere Programme wie Microsoft Teams umgestellt wird.
Knuffig, dieser Julian: Amazons eingebettete, kritikfreie Reportage über die „Bild“-Zeitung ist journalistisch eine Nullnummer. Ein Kniefall. Peinlicher geht es kaum.
Verbände und einige Musiker klagen über die Konsequenzen eines Urheberrechts-Gesetzes, das sie selbst mit ihrer Lobbyarbeit herbeigeführt haben. So kehrt auch die Debatte um Uploadfilter wieder.