Don Alphonso twittert über Linke, die dann von seinen rechtsextremen Followern bedroht werden. Sein Arbeitgeber Springer verteidigt ihn.
Vor 20 Jahren gab es den ersten Beitrag auf einer Indymedia-Website. Daraus entstand ein gigantisches Internet-Demokratie-Projekt, das mit denselben Schwierigkeiten kämpfte, die das Netz bis heute beschäftigen.
Die Bundeskanzlerin hat gestern das Internet Governance Forum in Berlin eröffnet. Sie betonte die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft. Das überrascht, denn bisher hatte sich die Bundesregierung anders verhalten. Ein Kommentar.
TikTok ist aktuell die angesagteste App der Welt. Vielleicht auch die traurigste? Ein Selbstversuch
Von der Leyen will Geschlechterparität für ihr Kommissionsteam. Nötiger wäre eine Quote für Nicht-Vorbestrafte und Millionäre ohne Interessenskonflikte. Ein Gastbeitrag.
Jens Söring, der in den Vereinigten Staaten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Doppelmordes verbüßt, ist ohne jeden Zweifel schuldig. Dennoch gilt sein Fall vielen Musterbeispiel eines Justizskandals. Warum?
Sacha Baron Cohen is the well-deserved recipient of ADL’s International Leadership Award, which goes to exceptional individuals who combine professional success with a profound personal commitment to community involvement and to crossing borders and barriers with a message of diversity and equal opportunity.
Die Partei plädiert für einen ökologischen Keynesianismus. Aber reicht das zur Rettung des Klimas?
Die Idee eines obligatorischen allgemeinen sozialen Jahres, die Annegret Kramp-Karrenbauer ins Sommerloch geworfen hat, hat einen Nerv getroffen. Dabei ist eigentlich nichts an ihr neu: Schon 1974 schlug der linkskonservative Publizist Sebastian Haffner einen verpflichtenden Dienst an der Allgemeinheit vor, und Heiko Maas brachte, als 2010 die Wehrpflicht abgeschafft wurde, ein verbindliches Bürgerjahr ins Spiel. Kurzum: In Diskussionen über den schwindenden sozialen Zusammenhalt taucht die Idee regelmäßig auf – und verschwindet leider umgehend wieder.
Eine Morddrohung an der Haustür, Essig im Briefkasten, eine geplante Demonstration gegen ihn: Ein Autor des Störungsmelders wird von Neonazis verfolgt und bedroht. Hier schreibt er über sein Leben im Fadenkreuz der Szene.
Wir befinden uns mitten im sechsten großen Artensterben der Erdgeschichte. Das erste liegt etwa 500 Mio. Jahre zurück: Damals brachen so viele Vulkane aus, dass sich die Zusammensetzung der Meere und der Atmosphäre stark veränderte und in der Folge viele Arten ausstarben. Vor 443 Mio. Jahren driftete dann der Urkontinent Gondwana nach Süden und die Erde kühlte sich ab. Dabei starben vermutlich mehr als 85 Prozent aller Meeresbewohner. Als größtes Massenaussterben aller Zeiten aber gilt der Übergang vom Erdaltertum zum Erdmittelalter etwa zweihundert Mio. Jahre später, bei dem nach gigantischen Vulkanausbrüchen in Sibirien beinahe alles Leben weltweit vernichtet wurde. Das große Sterben zog sich damals mindestens über Tausende von Jahren hin. Erdgeschichtlich gesehen war das ein recht schnelles Aussterben in kurzer Zeit, aber im Vergleich zu dem, was heute passiert, war es slow motion.
Beim größten deutschen Online-Mode-Händler müssen sich Beschäftigte gegenseitig in einer App bewerten. Das Feedback bestimmt Gehalt und Aufstiegschancen mit. Die Berliner Datenschutzbehörde nimmt das nun unter die Lupe.
Die Krankenakten zehntausender Patienten einer Celler Arztpraxis waren für jeden übers Internet abrufbar. Als wir dem Fall nachgingen, stießen wir auf eine Schwachstelle in Routern der Telekom.
Wo andere Künstler ganz selbstverständlich jemand zum Anpacken oder zum Abschirmen haben, ist Lars Eidinger nicht nur sein eigener Frontmann sondern auch sein eigenes Back Office. Dem multiplen Berliner Künstler gehen trotzdem nicht die Batterien aus. Das Gegenteil scheint der Fall. Der schlaflose Berliner ist omnipräsenter als manches Katzen-Meme. Mit Linus Volkmann sprach er über seine Ironie-Aversion und warum er Klaas Heufer-Umlaufs Porsche-Werbung perfide findet.
Bericht von Amnesty International - Geschäftsmodelle von Google und Facebook bedrohen Menschenrechte
In einem Rundumschlag warnt die Menschenrechtsorganisation vor den Folgen des Überwachungskapitalismus. Die beteiligten Unternehmen müssten ihr Geschäftsmodell ändern, der Staat wiederum müsse die Unternehmen in einem ersten Schritt besser regulieren, um die Menschenrechtsverletzungen zu unterbinden.
Wer eine rechtsextremistische, rassistische Bewegung zurückdrängen will, muss sie ausgrenzen. Die Reaktionen der AfD zeigen, dass ihr genau das Probleme bereitet.
Das "Neo Magazin Royale" leakt Dokumente aus dem Streit der Hohenzollern um Entschädigung. Das könnte der Kontroverse tatsächlich eine neue Wendung geben.
Lieber Don Alphonso (Kunstfigur) – lieber Rainer (Realfigur),
meistens wird auf Twitter viel darüber gesprochen, was uns alle trennt. Daher möchten wir heute besonders über eine Sache reden, die uns verbindet: Der Wunsch danach, dass man sich frei von Repressionen (auf Twitter) äußern kann.
Der Umgangston in sozialen Netzwerken ist rau, das ist bekannt. Doch was rechte Akteure mittlerweile auf Twitter betreiben, geht darüber hinaus. Wer sich gegen sie stellt, hat nicht nur mit Beleidigungen zu rechnen.
Das Interessanteste an Don Alphonso sind nicht Don Alphonso, seine Blogs oder die Entscheidung der FAZ, sie einzustellen. Das Interessanteste an Don Alphonso sind die Reaktionen. Die Entscheidung der Zeitung, nach neun Jahren der Zusammenarbeit zwei Projekte mit einem freien Autor zu beenden, wird von einer erstaunlichen Zahl von Menschen interpretiert als ein weiterer, entscheidender Schritt zu einem Totalitarismus, als Gleichschaltung und Säuberung, mit all den historischen Assoziationen, die diese Begriffe wecken. Für mich sind diese Reaktionen beunruhigende Zeichen einer immer weiter eskalierenden Hysterisierung.