Überwachung, Unterdrückung, Spaltung: In einem neuen Bericht warnen Forscher:innen des AI Now Institute vor den sozialen Folgen künstlicher Intelligenz. Ihre Empfehlungen appellieren an Firmen wie Regierungen und machen deutlich: Die Technologie rast den Gesetzgeber:innen davon.
Die USA sind derzeit ein Land, das das Schlimmste fürchtet - immer. Über eine Gesellschaft, die Schulkindern das Kämpfen beibringt und das Ausspionieren von Nachbarn begrüßt.
In den USA sind die Sprecher und Sprecherinnen der "Simpsons" echte Stars, die pro Folge mehrere Hunderttausend Dollar bekommen.
Hierzulande hingegen kann keine der Stimmen ihren Lebensunterhalt allein mit den "Simpsons" bestreiten. Ein Selbstversuch im Synchronstudio.
In der Medizin gibt es ein seltenes neurologisches Phänomen, das bekannt ist als das Anton-Syndrom: Die Betroffenen sind blind, sie merken das aber nicht. Sie sind auch nicht der Meinung, dass ihr Sehvermögen eingeschränkt wäre. Wenn man ihnen einen Gegenstand zeigt, beschreiben sie ihn sehr genau und ausführlich, allerdings vollkommen falsch.
Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück und haben für Euch aufgeschrieben, welche Themen und Debatten am wichtigsten waren. Und vor welchen Herausforderungen wir als Redaktion standen und stehen. Dazu gibt es einen kleinen Ausblick auf 2020.
Bürgermeister Bill de Blasio möchte die New Yorker:innen vor Diskriminierung schützen und schafft ein neues Amt, das den Einsatz von automatisierten Entscheidungssystemen in der Stadtverwaltung kontrollieren soll. Damit ist New York Pionier auf diesem Gebiet. Auf dem Weg wurden aber auch viele Fehler gemacht.
Wenn man fragt, was "Le Deuxième Sexe" ("Das andere Geschlecht") uns 70 Jahre nach der Erstveröffentlichung noch zu sagen hat, kann man diese Frage auf zwei verschiedene Arten verstehen. Man kann erstens damit meinen, wie man die einzelnen Thesen und Beobachtungen von Simone de Beauvoir aus heutiger Sicht bewerten sollte: ob man dies oder jenes heute noch mal genau so schreiben würde oder anders. Das wäre berechtigt. Man kann aber auch – und das scheint mir interessanter – fragen, was man aus dem Werk an sich heute noch lernen kann: nicht nur bezüglich der inhaltlichen Antworten, die Simone de Beauvoir auf bestimmte Fragen gibt, sondern auch bezüglich der Entstehung, der Struktur und Grundidee des Buchs – und auch aus den Reaktionen auf das Buch.
1976 interviewte Alice Schwarzer, prominenteste Vertreterin der zweiten Frauenbewegung in Westdeutschland, Simone de Beauvoir. Zwischen 1972 und 1982 führte die Journalistin mit der Philosophin insgesamt fünf Gespräche. In diesem Gespräch erzählt Beauvoir unter anderem von den Reaktionen auf "Das andere Geschlecht" und ihren Aktivitäten in der Frauenbewegung.
"Ich liebe das Leben so sehr und verabscheue den Gedanken, eines Tages sterben zu müssen. Und außerdem bin ich schrecklich gierig; ich möchte vom Leben alles, ich möchte eine Frau, aber auch ein Mann sein, viele Freunde haben und allein sein, viel arbeiten und gute Bücher schreiben, aber auch reisen und mich vergnügen, egoistisch und nicht egoistisch sein".[1] Diese Zeilen schreibt die damals 39-jährige Simone de Beauvoir im Juli 1947 an ihren amerikanischen Liebhaber Nelson Algren. Aus ihnen spricht Lebenslust, Ehrgeiz und eine gewisse Gier: Gier nach mehr, Gier nach einem selbstbestimmten, freien Leben. Dabei schien ihr Weg eigentlich vorgezeichnet – Geschlecht und Geburtsmilieu sei Dank. Und doch wagte sie es, ging ihren eigenen Weg und starb 1986 als berühmte Schriftstellerin, Philosophin und Feministin.
Mooooment mal, junges Fräulein: Greta Thunberg postet aus dem ICE - und die Deutsche Bahn macht daraus eine Staatsaffäre. Analyse einer Blamage.
Grüne und AfD liegen in der Wählergunst aktuell vor den Liberalen. Im Gespräch erklärt FDP-Chef Christian Lindner, wie die FDP aufholen will und was vor allem die Grünen seiner Ansicht nach falsch machen.
Die Sardinen kommen: Die neue politische Bewegung Italiens füllt bisher vor allem die Hauptplätze und -straßen in Rom, Florenz oder Bologna. Doch ihre Anliegen finden mittlerweile auch in anderen Ländern Anhänger. Was aber wollen „Le Sardine“? Wer steckt dahinter? Wir haben die wichtigsten Fragen für Sie zusammengetragen und beantwortet.
Auf ihrem Parteitag hat die Partei eines ihrer besten Papiere seit dem Godesberger Programm beschlossen, kommentiert Heribert Prantl
Der Landtag diskutiert den Nachtragshaushalt und damit die Abkehr von der Schuldentilgung. Profitieren sollen möglichst viele Gruppen.
Gefährdete Lebensräume und Störungen durch Tourismus: Die stark bedrohten Vogelarten sollen in Bayerns Alpen mehr Schutz bekommen.
Die Wallerfinger Freien Wähler schließen einen 42-Jährigen aus, weil der anderer Meinung ist. Das geht aber nicht, urteilt ein Gericht.
Nach einem Jahr Fridays for Future ist die Luft raus. Einige Ortsgruppen hören auf, wöchentlich zu demonstrieren.
Die arktische Schönheit der rauen Gegend um das Städtchen Fortitude wird durch einen rätselhaften Mordfall gestört, dessen Aufklärung ein erschreckendes Horror-Szenario enthüllt. Prominent besetzt mit Stanley Tucci ("Der Teufel trägt Prada"), Sofie Gråbøl ("Kommissarin Lund") sowie Richard Dormer ("Game of Thrones") und Dumbledore-Darsteller Michael Gambon, kann man die komplette Serie vom 9. bis 20. Dezember online ansehen.
Thüringen, 1890: Nach dem Tod ihrer Eltern stehen die jungen Schwestern Marie und Johanna vor dem Nichts. Marie möchte die Glasbläserei des Vaters weiterführen, doch die Zunftordnung verbietet dies. Kann sie sich in der patriarchalischen Gesellschaft ihren eigenen Weg erkämpfen? - Historienfilm (2016) nach dem gleichnamigen Buch von Petra Durst-Benning
Die Wahlen in Großbritannien enthalten eine Lektion für die Demokraten in Amerika.