Nach mehr als zwanzig Jahren der Verhandlungen wurde 2015 in Paris endlich ein globales Abkommen zum Klimaschutz erreicht, im Konsens von 195 Staaten. Viele deutsche Politiker beteuern immer wieder, dass sie voll hinter diesem Abkommen … Weiterlesen
Woher die lustigen Bilder stammen, wissen nur die wenigsten. Genau diese Frage, und wie sich Memes verbreiten, nimmt eine neue Studie unter die Lupe.
Es war eine erstaunliche Koinzidenz: Am Sonntag, den 10. März verkündete Sahra Wagenknecht ihren Rückzug aus der von ihr begründeten Sammlungsbewegung „Aufstehen“ und nur fünf Tage später, am 15. März, demonstrierten mehr als eine Million junge Menschen in mehr als 2000 Städten und 120 Ländern, von Grönland bis Südafrika, mit ihrer Sammlungsbewegung „Fridays for future“ für eine neue Klimapolitik. Auf diese Weise fiel das Ende einer von Anfang an falsch, nämlich von der Spitze her gedachten und gelenkten nationalen Bewegung[1] zusammen mit dem wohl definitiven Beginn einer neuen globalen Jugend- und Protestbewegung von unten.
Es ist der 4. Februar 2017. Der französische Präsidentschaftskandidat Emanuel Macron eröffnet den Wahlkampf. Am selben Tag vermeldet die russische Internetseite "Sputnik" um 12.19 Uhr: "Ex-Wirtschaftsminister Macron könnte ein US-Agent sein, der Bankinteressen vertritt." Außerdem greift das Portal das Gerücht auf, dass er "heimlich schwul" sei und "ein Doppelleben" führe. Die diffamierenden Unterstellungen laufen exzellent: 17.000 Mal werden sie laut einer Untersuchung binnen weniger Tage in Blogs, Filmbeiträgen und auf Twitter weiterverbreitet.
Die absichtlich schwammig formulierten Schlüsselpassagen in der neuen Copyright-Richtlinie werden zu völlig unterschiedlichen nationalen Umsetzungen führen. Bis dahin herrscht zwei Jahre lang Rechtsunsicherheit im Netz.
Ein Schiff voller Touristen havariert, Helfer eilen in Hubschraubern herbei. Ein Schiff voller Migranten havariert, Helfer werden am Helfen gehindert. Darf man das miteinander vergleichen? Man muss.
Im Wikimedia-Salon „Wer rettet die Demokratie – Institutionen oder Communities?“ wurde diskutiert, wie politische Entscheidungsprozesse in der digitalen Gesellschaft funktionieren können. Im Gastbeitrag plädiert Salon-Gast Michael Seemann für ein grundsätzliches Umdenken der Politik. Sie muss sich fragen, was das Gemeinwohl im Digitalen ist. Und sie muss sich und die staatlichen Strukturen, die sie befehligt, wieder in den Dienst dieses Gemeinwohls stellen.
Zum achten Mal besuchte ich kürzlich die SXSW, die wichtigste Digitalkonferenz der Welt – aber solch einen Auflauf hatte ich nicht mal bei Al Gore erlebt. Ich saß schon einige Stunden im Ballroom D, als die Bilder langer Schlagen im Social Web auftauchten, die von der Saaltür über mehrere Stockwerke (das ist noch normal) bis auf die Straße und um die Ecke des Convention Centers. Währenddessen balgte sich vor der Bühne eine für SXSW-Verhältnisse riesige Menge Fotografen und Kameraleute um den besten Platz. Mehr los war in all den Jahren nur bei Barrack Obama.
Ich sitze am Schreibtisch und bin müde. Der Tag war lang, die Nacht zuvor haben die Kinder schlecht geschlafen und ich deshalb auch. Nun sind sie wieder im Bett. Endlich Zeit zum Arbeiten. Ganz oben auf meiner To-do-Liste steht dieser Text über das Bauhaus und die Frage, ob Gestaltung Gesellschaft verändern kann – und der Esstisch, der noch nicht abgedeckt ist. Wie lässt sich die Fallhöhe zwischen dem historischen Bauhaus, dem Gesellschaftsdesign und dem dreckigen Geschirr aushalten? Oder anders gefragt: Warum soll man sich mit dem Bauhaus beschäftigen, wenn noch so viel anderes zu tun ist? Und ist für das, was heute zu tun ist, ein Blick auf das Bauhaus sinnvoll?
Konservative Medien behaupten, die Umweltaktivistin befürworte Atomenergie. Das ist nicht nur falsch – es ist ein bewusstes Ablenkungsmanöver.
Ist es nun vorbei mit dem Geschichtenerzählen im Journalismus? Was sagt uns Friedrich Dürrenmatt – aus dem Grab – zum Thema? Und wie geht’s nun weiter?
Europaweit wird gegen die EU-Urheberrechtsreform protestiert. Die re:publica-Gründer Markus Beckedahl und Johnny Haeusler sind uneins, ob das noch hilft.
Der große Hype der Digitalkonferenz SXSW waren E-Scooter. Doch ich prophzeie: Sie werden schon bald Geschichte sein. Die Gründe lesen Sie hier.
Kritik gehört zum Journalismus wie das Amen zur Kirche – solange Politiker, Regisseurinnen oder andere Menschen des öffentlichen Lebens betroffen sind. Journalistinnen und Journalisten die andere Medienschaffende kritisieren, werden hingegen nicht sonderlich gerne gesehen, meint unser Kolumnist Matthias Dell.
Er boxt eine Reform durchs EU-Parlament, obwohl Tausende dagegen protestieren. Im VICE-Interview erzählt Axel Voss (CDU), warum er das noch immer für eine schlaue Idee hält.
Was sind mögliche Auswirkungen von Artikel 13 im Rahmen der EU-Urheberrechtsreform? Wir haben eine ausführliche Analyse und erklären, wer die eigentlichen Profiteure davon sin
Bei aller Interaktivität dürfen wir nicht vergessen: Das Internet ist in der Hauptsache noch immer ein Lesemedium – ein unfassbar anspruchsvolles Lesemedium, nicht selten sogar ein Medium, das zwar gelesen werden will, aber gleichzeitig alles dagegen tut, in Ruhe gelesen zu werden. Und auch wenn es sich bei beiden Medien um Buchstaben vor einem Hintergrund handelt, könnten Print-Texte und Online-Artikel in Sachen Leseerfahrung unterschiedlicher nicht sein.
Der Verfassungsschutz hat eine lange Tradition, rechte Gewalt zu vertuschen und zu verharmlosen. Doch das Problem sind nicht die vielen Skandale, sondern der Geheimdienst selbst. Er dient nicht dem Schutz der Demokratie, sondern der Überwachung politischer Gegner, der Steuerung von antidemokratische
Ein Jahr ist Markus Söder nun Ministerpräsident und die Berge sind nicht eingestürzt. Verändert hat sich Bayern aber doch.
Die AfD hat ein Allheilmittel gegen Wiederholungstaten: härtere Strafen. Und noch härtere Strafen. Und dann nochmal härtere Strafen, wenn der Täter einen schlechten Charakter hat. Dass das hilft, wusste man schon vor 70 Jahren.