Wenn man etwas über die Rolle der Klimawissenschaften in der Klimadebatte sagen will, sind zunächst einige begriffliche Klärungen vorzunehmen. Es sollen drei Dimensionen der Wissenschaft unterschieden werden: erstens Wissenschaft als Corpus des gesammelten Fachwissens, zweitens Wissenschaft als Kollektivunternehmen, verkörpert durch Institutionen und Organisationen, sowie drittens Wissenschaft als durch Wissenschaftler verkörperte Lehrmeinung.
Meine total verrückte Reise um die Welt", war am 12. September 2017 eine ganzseitige Reportage in der "Bild"-Zeitung überschrieben. Darin berichtete der Reporter Michael Quandt, dass er in nur fünf Tagen "vier Kontinente, acht Städte" bereist und dafür 40.200 Flugkilometer zurückgelegt habe – und weil er ausschließlich Billigflieger benutzt hatte, kostete das Ganze lediglich 1.827 Euro. Seine Schilderungen waren gespickt mit Ausflugsberichten – Dromedarreiten in Dubai und Shave-Ice-Essen in Waikiki Beach, selbstverständlich alles belegt durch die obligaten Instagram-Fotos.
Das soziale Netzwerk verspricht der Bundesregierung mehr Tempo bei Ermittlungen wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung. Facebook hofft, damit Gesetzespläne aus Berlin zu bremsen, heißt es in einer internen Mail des Innenministeriums, die wir veröffentlichen.
Schmutziger noch als Verbrennungsmotoren und Kohleenergie sind die Hetzkampagnen, die gegen E-Autos und das ohnehin schon viel zu lasche Klimapaket geführt werden. Verwunderlich ist das nicht, schließlich zeichnet sich die Bundesregierung in der Energiewende wieder mal durch Unentschlossenheit aus.
Diagnose für die AfD-Erfolge? Das Land rückt nach rechts. Nein. Die politischen Einstellungen sind konstant. Erst seit der AfD wird aufgemerkt.
Im Fernsehen spricht die Agrarexpertin Christine Schneider über die Proteste der Landwirte und wird daraufhin scharf kritisiert. Der Fall zeigt, wie aufgeheizt die Debatte ist.
In Finnland ist die Zahl der Obdachlosen stark zurückgegangen. Der Grund: Das Land wendet das „Housing First“-Konzept an. Betroffene bekommen – ohne Voraussetzung – eine kleine Wohnung und Beratung. 4 von 5 Betroffenen schaffen so den Weg in ein stabiles Leben. Und: Das ist für den Staat billiger als die Obdachlosigkeit.
Ungleichheit wird unter vielerlei Aspekten thematisiert, neuerlich insbesondere durch den Bericht der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" vom Sommer 2019.[1] Darin werden Vorschläge zu Voraussetzungen gemacht, die erfüllt sein müssen, damit "Menschen überall in Deutschland gut leben können", so Bundesinnenminister Horst Seehofer. Hervorgehoben werden dabei insbesondere die Themen Strukturschwäche, Infrastruktur, Daseinsvorsorge, Bildung, Kultur, Inklusion, Arbeitsmarktintegration, gesellschaftlicher Zusammenhalt, soziale und politische Partizipation sowie Generationenunterschiede. Auf die beiden letztgenannten Aspekte sowie auf politische Orientierungen werden wir im Folgenden unseren Blick richten.
Wer im Sommer 2019 in Berlin der mietenpolitischen Auseinandersetzung folgte, wurde Zeuge einer ideologischen Schlammschlacht: Die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung, Katrin Lompscher, hatte als Reaktion auf die gestiegenen Mieten in der Stadt einen Entwurf für ein „Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin“ vorgelegt.
Rezo hat demonstriert, was in der Umweltpolitik der Regierungsparteien schiefläuft. Millionen Menschen sahen seinen gut recherchierten und unterhaltsamen Beitrag über die Klimakrise. Dafür gewinnt er den UmweltMedienpreis. Die Laudatio.
Der Deutsche Juristinnenbund macht Druck auf die Regierung, entschiedener gegen Hass im Netz vorzugehen. Die Forderungen machen klar, wie wenig Behörden Frauenhass bisher auf dem Zettel haben.
Die Abonnentenzahlen der New York Times sind trotz sinkender Werbeeinnahmen auf ein neues Rekordhoch angewachsen.
Obwohl sich der Zusammenhang nicht direkt beweisen lässt, gilt es in der Branche als sicher, dass vor allem einer mit dem Erfolg zu tun hat: Der amerikanische Präsident.
„Er ist kein Politiker und auch kein Richter, sondern einfach nur ein Typ, der Mark Zuckerberg ist“ – wie kann es sein, dass er so viel Macht über unsere Gesellschaft hat, fragt die Netzjournalistin Ingrid Brodnig. Wir sollten uns die Deutungshoheit im Netz zurückerobern!
In den vergangenen Jahren haben vor allem große Internetkonzerne wie Facebook, Google und Co. bestimmt, wie die Digitalisierung abläuft. Wir sollten uns die Deutungshoheit in der Debatte zurückerobern. Und uns nicht entmutigen lassen. Klar ist: Jede technische Revolution führt erst einmal zu Unsicherheit. Es bedarf einer gesellschaftlichen Diskussion: Es kann nicht sein, dass die Verantwortung an den Einzelnen abgegeben wird, wir brauchen eine bessere Gesetzgebung. Die Digitalisierung hat das Potenzial zur Utopie und zur Dystopie – wir müssen für ersteres kämpfen, so Brodnig.
Er zog aus, um Deutschland zu entkommen und die Welt zu entdecken. 30 Jahre später ist Manfred ein Rechtsradikaler. Die Propagandamaschine im Netz und ihre Narrative wirken bis in eine Strandidylle im 10.000 Kilometer entfernten Indonesien hinein. Eine Spurensuche.
Das Fanal von Halle: Der neue, alte Antisemitismus | Blätter für deutsche und internationale Politik
Mit den Morden von Halle hat der Judenhass in Deutschland ein neues Fanal gesetzt. Nun kann man hoffen, dass die Tat Wirkung zeigt, dass sie so etwas wie eine Selbstüberprüfung der gesellschaftlichen Mitte auslöst. Doch bisher deutet wenig darauf hin. Stattdessen machte nach den Verbrechen erneut das sedierende Wort vom Einzeltäter die Runde, suchte der Innenminister nach Gründen für die Taten in der Gamingszene.
Die Fraktionschefs aller Parteien im Landtag reden über ein Jahr schwarz-orange Koalition. Die Bewertung fällt naturgemäß höchst unterschiedlich aus. Die AfD kommt gar nicht erst zum Termin.
In Vermisstenbüchern vermerkten Polizisten bis 1988 verschwundene Personen und unbekannte Tote. 59 solcher Kladden hat das LKA nun an die Archive übergeben.
Der Roman von Theresa Hannig erzählt von künftigen Menschen, die in einer Art Schlaraffenland leben und mit Computerchips im Kopf durchs Leben gehen. Sie lassen sich ihren Alltag von Software diktieren, erkunden ihre Spiritualität mit Hilfe von Technik und teilen ihre Leben mit Robotern. Was kann da schon schiefgehen?
Was soll dabei rauskommen, wenn die Redaktion einer Frauen-Mode-Zeitschrift eine Ausgabe einer Finanz-Illustrierten produziert? Anlagetipps mit Handtaschen?
Die Berliner Datenschutzbehörde verhängt ein Bußgeld in Höhe von 14,5 Millionen Euro gegen die Deutsche Wohnen. Der laxe Umgang mit den Daten von Mieter:innen dürfte Wasser auf die Mühlen der Initiativen sein, die eine Enteignung des Immobilienkonzerns fordern.