Auf den ersten Blick haben sie nichts miteinander zu tun. Doch der Fall Cambridge Analytica, der Uber-Unfall und ein obskurer Fachartikel zeigen: Wir erleben etwas menschheitsgeschichtlich Einzigartiges.
Ich lese ja seit 20 Jahren schon, das "Internet macht die kleinen Geschäfte kaputt". Ich las auch schon vor 40 Jahren, dass Supermärkte und Großmärkte die Tante Emma Läden vernichten.
Was ist Natur? Was ist natürlich? Darüber streiten Philosophen seit der Antike. Anhänger des Biolandbaus scheinen es genau zu wissen. Für sie ist der Einsatz von „Chemie“ und „Genen“ unnatürlich. Doch weder die Natur noch die Biolandwirte halten sich an diese Definition. Das zeigt: Der Naturbegriff ist untauglich, um über den Einsatz von Techniken zu entscheiden.
Wäre ein Welt ohne Atomwaffen besser? Unser Autor bespricht einen Roman, der eine alternative Geschichte Europas nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt und nie geschrieben wurde.
Ein Trend der Printbranche sind personalisierte Magazine. Barbara Schöneberger machte den Anfang, zuletzt gesellte sich Joko Winterscheidt zur inzwischen illustren Schar. Stoßen wir an mit einem echten Günther Jauch - schlägt Arno Orzessek in seiner Glosse vor.
Für seinen Roman "Underground Railroad" wurde er 2017 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet: Colson Whitehead im Interview über Sklaverei und alltäglichen Rassismus.
Man kann den Begriff "Rasse" in den USA nicht verstehen, wenn man sich dabei einzig auf Schwarzsein fokussiert und die Kategorisierung "weiß" ausblendet.
Mitte vorigen Jahres gab es einen Skandal um die Fernsehdokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner. Es sorgte für Aufsehen, dass Arte und der WDR sich weigerten, den 90-minütigen Film auszustrahlen, da er angeblich ihren Ansprüchen nicht entsprach. Am 21. Juni 2017 wurde der Film dann doch gezeigt, allerdings unter Umständen, wie man sie noch nicht erlebt hatte: Während der Ausstrahlung des Films wurden vom WDR Texttafeln mit eigenen Erläuterungen und mit korrigierenden Anmerkungen eingeblendet (vgl. diesen MK-Artikel, diesen MK-Artikel und diese MK-Dokumentation). Der Film wurde an diesem Tag im Ersten Programm der ARD von 22.15 bis 23.45 Uhr gezeigt, bei Arte lief er am selben Tag zeitversetzt um 45 Minuten. Im Ersten gab es direkt im Anschluss an die Dokumentation ab 23.45 Uhr noch eine Ausgabe der Talksendung „Maischberger“ (ARD/WDR), in der unter dem Titel „Israelhetze und Judenhass: Gibt es einen neuen Antisemitismus?“ über den Film, seine Thematik und auch die Umstände seiner Ausstrahlung diskutiert wurde. Im folgenden Artikel blickt Carmen Molitor aus einer Position des zeitlichen Abstands zurück auf den Skandal um die Antisemitismus-Dokumentation. Der Artikel erschien zuerst in der Ausgabe Nr. 1/2018 der zweimonatlich erscheinenden Zeitschrift Journal des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). • MK
Nicht nur in Moskau wird die Wieder“wahl“ Vladimir Putins frenetisch gefeiert. Auch seine Freunde in Deutschland freuen sich mit und für den Kremlchef. Dabei hat Putin seinen Partnern im Westen viel zu verdanken. Über das westlich-russische Geben und Nehmen und wunderbare Freundschaften.
Der Wahlkampfauftritt von Stephan Brandner im September 2017 erhitzt weiter die Gemüter. Vor über hundert AfD-Anhängerinnen und Anhängern forderte der Rechtsanwalt aus Gera öffentlich die „Einknastung“ von Angela Merkel. Die Tatvorwürfe: Schleusung und Beihilfe zur Vergewaltigung in über tausend Fällen. Eine strafrechtliche Reaktion auf die „Rechtsausführungen“ von Stephan Brandner hat es nicht gegeben. Stattdessen konnte sich der Mythos einer kriminellen Kanzlerin in einigen Teilen der Gesellschaft etablieren. Im Folgenden soll beleuchtet werden wie es zu der Entstehung dieses Mythos kommen konnte und inwieweit die weite Fassung der Meinungsfreiheit ihn am Leben hält.
Christopher Wylie goes on the record to discuss his role in hijacking the profiles of millions of Facebook users in order to target the US electorate
Bus, Fahrrad, Carsharing: In Litauens Hauptstadt Vilnius stimmt eine einzige App alle Verkehrsmittel aufeinander ab - und macht private Autos überflüssig. Der Dienst startet bald auch in Deutschland.
In den USA soll eine Firma unzulässigerweise in großem Stil Daten von Facebook-Nutzern ausgewertet haben.
Nach Berichten der "New York Times" und des britischen "Observer" hat das Unternehmen Cambridge Analytica im Jahr 2014 Zugriff auf Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern erhalten, ohne dass diese davon wussten. Die Informationen seien unter anderem dafür verwendet worden, dem damaligen Präsidentschaftsbewerber Trump Wahlwerbung zu ermöglichen. Beide Medien berufen sich auf Angaben eines ehemaligen Cambridge-Mitarbeiters.
Facebook teilte mit, man habe die Beziehungen zu der Firma und ihrer Dachgesellschaft ausgesetzt. Beide hätten - entgegen früherer Zusagen - die gesammelten Informationen nicht gelöscht. Cambridge wies das zurück. Die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaats Massachusetts hat Ermittlungen eingeleitet.
"Twittere, wenn Du Dich traust!" - Mit diesem Aufruf wollen Menschenrechtler darauf aufmerksam machen, wie spanische Anti-Terror-Gesetze ihrer Ansicht nach die Meinungsfreiheit einschränken. Nach einigen Verurteilungen wegen abgesetzter Tweets zensierten sich viele Menschen mittlerweile selbst.
Nachrichtenagenturen von London bis Helsinki setzen seit neuestem Algorithmen für ihre Lokalberichterstattung ein. Doch statt neutraler Datenberichte liefern die automatischen Textgeneratoren Spin am laufenden Band. Die Öffentlichkeit steht mit dem Beginn des Roboterzeitalters im Journalismus vor ei
Jörg Scheller und Wolfgang Ullrich unterhalten sich über den Twitter-Account von Norbert Bolz.
Der Schriftsteller Uwe Tellkamp hat sich mit seinen Aussagen zur Flüchtlingspolitik rechts positioniert, sein Verlag hat sich distanziert. Beide können und dürfen das. Die Meinungsfreiheit ist erst in Gefahr, wenn sich kein Widerspruch mehr regt.
Wer besiegt Hass im Netz? Das, woran etwa Facebook scheitert, könnte ausgerechnet Reddit gelingen, dem Ort für Verschwörungen und virale Hits. Chef Huffman zeigt, wie.
Scoring-Unternehmen wie die SCHUFA wissen viel über uns, arbeiten selbst aber intransparent. Mit einer Datenspende-Aktion will die Initiative OpenSCHUFA die Bewertungs-Blackbox knacken. Wir haben Mitinitiator Lorenz Matzat zum ersten Monat seit dem Projektstart, dem weiteren Vorgehen und grundsätzli
Eines Tages wird die Amtszeit Trumps enden und sich zeigen, wie gespalten das Land ist. Wichtige Lehren müssen dann gezogen und umgesetzt werden. Unser Autor blickt in die Zukunft.