Der geplante Börsengang von SpaceX könnte Elon Musk zum ersten Billionär der Geschichte machen. Dabei will sich der schon jetzt reichste Mann der Welt die dauerhafte und uneingeschränkte Kontrolle über das Unternehmen sichern – das mittlerweile deutlich mehr umfasst als nur Raketen. Das lässt an dystopische Science-Fiction-Fantasien denken.
Tote Links, gelöschte Webpages und geänderte URLs machen das Internet zu einem Ort der Sackgassen. Wie Informationen im Netz verschwinden, erinnert an einen der berühmtesten Bibliotheksbrände der Geschichte. Doch allzu oft sind es nicht Katastrophen, die Wissen vernichten, sondern Desinteresse.
Durch massenhaft produzierte KI-Songs brechen die Einnahmen von Musiker:innen ein. Welche Rolle spielen menschliche Artists in Zukunft noch?
Chatten mit Neonazis: Reporterin Angelique Geray wurde für den Podcast „Braune Kinderzimmer“ ausgezeichnet. Doch ein Vermerk des Bundeskriminalamts wirft Fragen auf, ob sie bei der Recherche Grenzen überschritten hat.
Der Deepfake-Skandal um den Chatbot Grok basierte auf Daten, die die Organisation AI Forensics gesammelt hatte. Der Direktor der NGO, Marc Faddoul, spricht über das Risiko, ins Visier von Musk zu geraten und darüber, welche weiteren Probleme ihnen in der Arbeit für Regulierungsbehörden begegnen.
Bei seiner Hausmesse I/O hat Google neben neuen KI-Tools auch eine starke Veränderung seiner Suchmaschine angekündigt. Die klassischen Suchergebnisse mit Links zu Websites mit den Quellinformationen sollen demnach weniger wichtig werden. Stattdessen sollen die Nutzer in einem neuen KI-Suchfeld arbeiten, das sie nicht mehr verlassen müssen. Für den Rest des Internets könnte das katastrophal sein – und letztlich auch für Google selbst.
Anki ist eine Open-Source-Karteikarten-App, die Lerninhalte organisiert und genau dann wiederholt, wenn man sie vermutlich bald vergessen würde.
Es sind interessante Tage gewesen für all diejenigen, die sich über die Zukunft des Buchmarkts, des Literaturbetriebs oder vielleicht sogar die Zukunft der Literatur selbst Gedanken machen. Da war zum einen die re:publica in Berlin mit einer spannenden Podiumsdiskussion zum Thema Klasse, die mit Mareice Kaiser und Hanno Sauer zwei einschlägig bekannte Schreibende zum Thema „Unsichtbare Ordnung? Was Klasse heute bedeutet“ auf der Bühne diskutieren ließ und zum anderen eine Reihe neuer Debatten zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Literatur, ausgelöst durch die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk und das Literaturmagazin Granta.
An vielen Orten der Welt zwingt politische Verfolgung Menschen ins Exil. Doch droht Heimatverlust keineswegs nur Dissidenten. Vielmehr wird er heute zu einer universellen Erfahrung: durch die Verheerungen der Klimakrise, aufgrund wirtschaftlicher Not. Manche verlieren ihre Heimat sogar, ohne ihr Land zu verlassen: durch die Enfremdung von Nachbarn, die sich allzu leicht mit einer solchen Welt arrangieren. Höchste Zeit, nach neuen Gemeinsamkeiten zu suchen.
Am 16. Juni 1989 kam es auf dem Budapester Heldenplatz zu einer großen Demonstration für einen Regimewechsel im realsozialistischen Ungarn. Besonderes Aufsehen erregte damals ein 26-jähriger Jurastudent, der in seiner Rede die Vollendung der Revolution von 1956 forderte. Sein Name war Viktor Orbán. Aus dem mutigen jungen Mann von einst ist ein abgekämpfter autoritärer Machthaber geworden. So füllten in diesem Frühjahr erneut Großdemos den Heldenplatz, auf denen ein Regimewechsel gefordert wurde. Péter Magyar hielt die Reden für einen radikalen Neuanfang – und gewann die Parlamentswahl am 12. April in einem Erdrutschsieg. Vor gerade einmal zwei Jahren hatte er eine Partei namens Tisza gegründet, die ungarische Abkürzung für »Respekt- und Freiheitspartei« und der Name des zweitgrößten Flusses des Landes. Nun hat Tisza eine Zweidrittelmehrheit errungen.
Elias Zarrad meldet den CSD in Wittenberg an, sein Bruder Jonas die Gegendemonstration der Neonazis. Ein Familienbesuch.
Ob im Nahen Osten, in der Ukraine oder in Afrika: Stets vermischt die Trump-Regierung Politik mit privaten Geschäften. Das ist kein Zufall, sondern hat System. Gezielt demontiert die Regierung im Inneren alle Institutionen, die Korruption und Vetternwirtschaft begrenzen sollen. Die Folgen sind gravierend – für den Rechtsstaat der Vereinigten Staaten wie für deren Außenpolitik.
Redet Friedrich Merz unüberlegt? Ist Olaf Scholz lahm? Welches Image kultiviert Alice Weidel? Eine Studie hat das Wechselspiel zwischen Politik, Gesellschaft und Medien untersucht - mit überraschenden Befunden.
Der Iran gewinnt mit KI-generierten Lego-Clips etliche Schlachten gegen die Trump-Regierung – zumindest im Netz. Millionenfach geklickt, weltweit geteilt: Der iranische Propaganda-Erfolg basiert auf einem Prinzip, das längst ein eigenständiges Genre geworden ist.
Die iranische Zivilgesellschaft navigiert zwischen der Skylla autokratischer Machtansprüche von außen und der Charybdis einer sich weiter radikalisierenden Islamischen Republik im Inneren. Welche Formen nimmt der Protest an? Und welche Rolle spielen die Sozialen Medien für die Verarbeitung von Trauer und die Hoffnung auf Veränderung?
Wasserknappheit – das scheint für viele noch immer eine Frage anderer Kontinente zu sein. Das ist ein Irrtum, denn angesichts der Klimakrise verschärft sich auch hierzulande vielerorts der Wassermangel.
Sebastian Niedermaier ist neuer SPD-Oberbürgermeister, Schwester Anna im Auge des Sturms in der zerstrittenen Bamberger CSU. Ein Gespräch mit den Geschwistern über Anfeindungen, Familienbilder und hohe Wetteinsätze.
Triathlon war einst ein Sport für Freiheitsliebende. Mittlerweile unterwirft sich das Gros der Ausdauersportler einem neoliberalen Optimierungswahn.
Julia Ruhs hat eine neue Ausgabe von "Klar" präsentiert – und die Aufregung über die Sendung hat nachgelassen. Aber eine Kernkritik bleibt und kommt diesmal von einer Schule: Das Magazin folge einem vorgefertigten Narrativ. Heute kommentiert Klaus Raab die Medienberichterstattung.
An vier Sonntagen im November und Dezember 1973 verstummte in der Bundesrepublik der Verkehr. Menschen fuhren mit dem Fahrrad über die Autobahn, Kinder sausten per Kettcar und auf Rollschuhen über die leeren Pisten. Im Ruhrgebiet flanierten Familien mit Kinderwagen dort, wo sonst Dauerstau herrschte. Weiter südlich ging es auf Langlaufskiern über Fernstraßen, durch Innenstädte trabten Reiter.