„Fernsehshows sind tot!“ ist der gesellschaftliche Tenor in dieser Dekade. Vorbei sind die goldenen Zeiten von „Wetten Dass…?“, „Verstehen Sie Spaß” oder den TV-Total Sportevents. Doch mit dem Format „Wer stiehlt mir die Show?“ hat das Team der Florida TV im Jahr 2021 ein innovatives Konzept mit kreativen Spielen an den Start gebracht, das gefällt. Ich war bei der Aufzeichnung einer Show der elften Staffel mit Moderator Joko Winterscheidt, Sänger Nico Santos, Comedian Till Reiners und Ex-Tennisspielerin Andrea Petković im November 2025 als Zuschauer vor Ort.
Unter dem Titel „How Trump Took the U.S. to War With Iran“ erzählt die New York Times, wie Donald Trump nach Beratungen im Weißen Haus den Weg in einen Krieg freimachte. Wer den Text liest, erkennt aber noch etwas anderes: Nicht ein überraschender Bruch wird hier sichtbar, sondern die politische Vollendung eines Charakters, dessen Defekte schon 1990 beschrieben worden sind.
Wir sprechen mit Thomas Zerdick und Robert Riemann, die beim Europäischen Datenschutzbeauftragten arbeiten. Sie berichten aus dem Inneren des Amtes, wie es in Gesetzgebungsverfahren einbezogen wird und warum die Kritik am Datenschutz eigentlich eine deutsche Kritik ist. Sie erklären auch, was sie sich für die Zukunft der Behörde wünschen.
Die Übernachtung auf einer Berghütte hat für Kinder einen ganz speziellen Reiz. Wenn sie abends über den Wolken stehen können, es nachts überall knarzt und sie am morgen mitten in den Wolken aufwachen, bevor diese sich verziehen, erleben auch Kinder die Berge noch ein Stück abenteuerlicher.
Alles ist erlaubt, aber nichts ist möglich“, mit diesem Bonmot brachte der französische Philosoph Michel Clouscard die Stimmung der 1990er Jahre auf den Punkt. Und sein Kollege Cornelius Castoriadis veröffentlichte kurz vor seinem Tod im Jahr 1997 ein Buch mit dem Titel „Der Aufstieg der Bedeutungslosigkeit“. „Damals war es für junge Menschen nicht üblich, sich politisch zu definieren“, erinnert sich der 1990 geborene Schriftsteller Sam Kriss an diese Ära der Postpolitik aus der Perspektive eines Millennials. „Meine Freunde gaben gerne großspurige Erklärungen von sich wie ‚Ich bin größer als der Feminismus‘ oder ‚Politik ist etwas für Kleingeister‘. [...] Damals bestand das Problem mit den Wählern nicht in Falschinformationen, Extremismus oder darin, dass wir uns alle gegenseitig an die Gurgel gingen – sondern darin, dass wir uns nicht einmal aufraffen konnten, zur Wahl zu gehen.“
Vor 1400 Jahren ließ Kaiser Yang den Großen Kanal bauen, um Nord und Süd seines Reiches zu verbinden. Dynastien gingen unter, aber der Wasserweg wird bis heute genutzt.
Die Alterskontrolle im Internet wird hauptsächlich gesellschaftlich diskutiert. Dabei geraten die Verpflichtungen für freie Betriebssysteme leicht in Vergessenheit.
72 Stunden. Mindestens so lange sollte sich jeder Haushalt im Ernstfall selbst versorgen können. Das empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Und genau das empfehlen wir auch für Schleswig-Holstein. Und mit guter Vorbereitung, Hilfsbereitschaft und gesundem Menschenverstand bekommen wir das hin. Unsere Kampagne KommKlar SH bringt das wichtige Thema Selbstvorsorge für mindestens 72 Stunden verständlich auf den Punkt. Mit Checklisten, Erklärungen, Tipps und vielem mehr.
Carla Hinrichs resümiert ihre Zeit bei der Letzten Generation. Ein Gespräch über Repression und das Gefühl, als Mörderin abgestempelt zu werden.
Versteckte Tracker, geteilte Clouds und überwachte Schul-iPads: Digitale Gewalt ist Alltag in Frauenhäusern. Isa Schaller erklärt, wie Tools missbraucht werden – und was es für einen besseren Schutz der Betroffenen braucht.
Ein Verbot sozialer Medien löst nicht die fundamentalen Probleme von Jugendlichen. Die Debatte ist vielmehr Ausdruck einer sozio-ökonomischen Krise – und könnte den Befürwortern an der Wahlurne sogar schaden.
Ein Wolf bei Ikea, ein Grizzly am Wanderpfad, ein Wal auf der Sandbank: „Der Schwarm“-Autor Frank Schätzing zur großen Frage, wie viel Wildnis wir vertragen – und brauchen.
Auf dem deutschen Medienmarkt gibt es seit Ende Februar eine neue Zeitung. Das ist angesichts der andauernden Krise der Printmedien bemerkenswert. Doch über die »Ostdeutsche Allgemeine Zeitung« gibt es noch weit mehr zu sagen. Und das liegt nicht unwesentlich an ihrem Verleger Holger Friedrich.
Die Geschichte der Friedensbewegung in Deutschland ist eine wechselvolle. Kurzfristige Erfolge waren selten, doch hat sie langfristig zu gesellschaftlichen Umwälzungen in Ost wie West beitragen können. Angesichts neuer Kriege steht sie vor alten und neuen Herausforderungen.
Jeden Werktag 20 Minuten humoristisch veredeltes Weltgeschehen, Petition zum Mitnehmen inklusive: Mit "Fun Facts" hat sich Känguru-Schöpfer Marc-Uwe Kling im Netz das Format gebaut, das ihm das Fernsehen nie erlaubt hätte. Peer Schader schwankt zwischen Euphorie und Erschöpfung.
Große Techkonzerne investieren Milliarden, um uns so lange wie möglich auf ihren Plattformen zu halten. Mit Erfolg: Viele von uns verbringen nahezu ein Viertel ihrer Lebenszeit online. Damit bringen wir den Betreibern ordentlich Geld ein – ob wir das wollen oder nicht. Ändern soll das ein neues EU-Gesetz.
Die Identitätspolitiken der Rechten haben in den letzten Jahren eine „woke Rechte“ konstruiert, in der sich Akteure wie Kirk oder Fuentes als Opfer inszenieren. Besonders weiße, christliche Männer sehen sich delegitimiert und fassen dies in die Diskurse progressiver Bewegungen. Entlang welcher historischer und theoretischer Linien hat sich diese Entwicklung vollzogen und welche politischen Dynamiken und Radikalisierungen haben sich daraus ergeben?
Wird dümmer, wer KI-Chatbots verwendet? Nicht unbedingt, sagt der Forscher Michael Gerlich. Zwar sei die Gefahr da – aber es gibt eine Gegenstrategie.
Gemeinsam mit der »Bild«-Zeitung machten CDU/CSU, AfD und selbst Teile der FDP gegen den vermeintlichen Habeckschen »Heiz-Hammer« der Ampel mobil: den Versuch, mit Vorgaben für die Wärmeversorgung einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Nun löst die schwarz-rote Bundesregierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag ein und schafft das »Heizungsgesetz« ab: Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche und Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, beschwörten bei der Vorstellung der Pläne die »Freiheit«, die nun endlich im Heizungskeller wieder einzöge.
Wie angeschlagen ist Markus Söder nach den Kommunalwahlen? Und was bedeuten die herben CSU-Verluste für die Machtverhältnisse in Bayern? Der Parteienforscher Michael Weigl sieht „ein echtes Warnsignal“ und erklärt, warum Hubert Aiwanger trotz des Erfolgs aufpassen muss.