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Der digitale Debattenzirkus polarisiert vor sich hin. Geht es wirklich um Meinungen oder nur noch ums Geschäft?
Wer glaubt, dass Elternschaft längst gleichberechtigt erfolgt, sollte sich folgende Zahlen ansehen: Der sogenannte „Gender Care-Gap“ – der geschlechtsspezifische Unterschied in der Aufteilung der unbezahlten Sorgearbeit zwischen Müttern und Vätern – betrug in Deutschland laut Statistischem Bundesamt für das Jahr 2022 immer noch 43,8 %. Im Klartext heißt das, dass Mütter auch weiterhin den unbezahlten Großteil der Erziehungsarbeit und damit einen wesentlichen Beitrag zum Bruttosozialprodukt leisten.
Werden die Dinge unseres Alltags immer schlechter statt besser? Ja und nein, sagt der Autor Gabriel Yoran in seinem Buch Die Verkrempelung der Welt. Hier spricht er über die Ambivalenz des Fortschritts und Waschmaschinen, die Schubert dudeln. D
In Darfur verübt die RSF-Miliz erneut Massaker, vor den Augen der Welt. Menschenrechtsermittler Nathaniel Raymond dokumentiert das Grauen seit Kriegsbeginn, unter anderem mithilfe von Satelliten.
Vince Ebert macht schlampiges Kabarett, das auf schlampigem Denken fußt. Und der Deutschlandfunk lässt ihn seine Kulturkampf-Rhetorik als mutige Wissenschaft verkaufen.
Die von Russland besetzten Regionen der Ukraine sind ein rechtsfreier Raum: Die Okkupanten setzen systematisch auf Willkür und Tyrannei. Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind keine einzelnen Auswüchse, sondern integrale Bestandteile des Besatzungsregimes. Das Ausmaß und die Systematik der Repressionen machen deutlich, warum die besetzten Gebiete der Ukraine auf dem weltweit letzten Platz des Freedom House Index stehen, sogar noch hinter Südsudan und Nordkorea.
Nur wenige russische Verbrechen kommen ans Licht, viele Untaten werden wohl für immer unbestraft bleiben. Anastasia Korotkowa und Alexandra Illarionowa haben für Verstka mit minderjährigen Vergewaltigungsopfern gesprochen – und mit den Tätern: russischen Soldaten.
Sie düsen in Privatjets um die Welt, um Immobilien und Konzernketten an sich zu reißen. Sie kaufen ganze Landschaften und Inseln, um sich dort im größten Luxus abzukapseln. Sie übernehmen Massenmedien, um sich selbst zu verherrlichen und gegen Arme und Geflüchtete zu hetzen. Noch nie in der Geschichte hat eine kleine Gruppe von Menschen so viel Macht akkumuliert wie die Hyperreichen von heute. Man kann durchaus behaupten: Die Welt nähert sich einer globalen Diktatur der Superreichen. Vor allem in den USA haben sie direkt oder indirekt das Sagen, aber auch in Russland, China, Indien, Argentinien, Deutschland, der Schweiz und anderswo. „Oligarchie“ – Herrschaft der Wenigen – ist dafür ein viel zu harmloses Wort. Es geht um eine steuerhinterziehende Bande geld-, sex- und eroberungssüchtiger Imperatoren.
Mit 15 Jahren wird Greta Thunberg zur Ikone. Ihre Schulstreiks lösen die Fridays-for-Future-Bewegung aus – und bringen das Thema Klimaschutz weltweit auf die Agenda.
Sieben Jahre später ist das Mädchen von damals eine Frau – und macht mit ihrem Engagement für Gaza Schlagzeilen. Vor allem in Deutschland wird Greta Thunberg Antisemitismus vorgeworfen.
In der CDU hat sich eine neue Plattform gegründet. Die Mitglieder gehen auf Distanz zum Parteichef Friedrich Merz – insbesondere zu seinem Kurs bei Migration und AfD.
Vertrauen in Journalismus gehe teilweise verloren. Nadia Zaboura spricht über Fehlerkultur, Doppelstandards und warum Neutralität ein „Fantasma“ ist.
Dass Zohran Mamdani neuer Bürgermeister von New York City wird, ist sehr wahrscheinlich. Warum? Weil er vorzeigt, wie linke Kommunikation gelingen kann. Natascha Strobl kommentiert.
Science Fiction ist nicht nur ein künstlerisches Genre, sondern hat unseren Alltag erfasst. Dabei hat Science Fiction emanzipatorisches Potenzial und kann genauso gut antiliberal und populistisch vereinnahmt werden. Die US-amerikanische Medienwissenschaftlerin und Sciencefiction-Forscherin Sherryl Vint im Gespräch mit Christine Lötscher von GdG.
Dafür braucht man kein Lastenfahrrad. Auf Gepäckträgern kann man heute ohne Zusatzausrüstung wie Spanngurte allerdings meist nichts mehr transportieren. Hat man die, eignet sich der Gepäckträger gut auch für sperrige Gegenstände wie große Pakete. Für Einkaufsbeutel allerdings braucht man eine Erweiterung durch einen Korb oder durch Satteltaschen. Die Vielfalt ist immens, auch wenn in unseren Fahrradläden meistens nur sehr wenige Varianten zu finden sind. Alles hat Vor- und Nachteile, wenn es sich in der Alltagspraxis bewähren muss. Außerdem ist es oft auch Geschmackssache oder eine Frage der Ästhetik. Für mich habe ich die ideale Lösung noch nicht gefunden.
Die Kabarettistin Eva Karl Faltermeier ist mit ihrem dritten Programm gerade auf Tour. Ein Gespräch über eine Zeit, als Depressive in Bayern als „nervenkrank“ galten, warum noch lange nicht genug über die Wechseljahre gesprochen wurde und was die raue Oberpfalz so schön macht.
KI-Chat-Bots zerstören das Internet nachhaltig. Eine unvollständige Einordnung aus wirtschaftlicher, rechtlicher und positiver Sicht.
Es gibt Dinge, die man im ICE nie zu Gesicht bekommt. Sie liegen zwischen den großen Bahnhöfen, in den Gesichtern der Pendler:innen und den übersehenen Städten. Um sie zu finden, muss man sich auf das Abenteuer Nahverkehr einlassen
Es war nur eine Vorwahl, aber sie schlägt hohe Wellen in den USA. Die Wahl des Kandidaten für den New Yorker Bürgermeister war der erste größere Stimmungstest für die Demokraten nach dem Wahlsieg Donald Trumps – und offenbart die tiefen Gräben in der Partei. Denn der klare Sieger, Zohran Mamdani, wird nicht nur von Trump als „kommunistischer Irrer“ beschimpft, auch Teile der eigenen Partei wollen den erklärten „demokratischen Sozialisten“ bei der kommenden Wahl bisher nicht unterstützen.
Argentiniens Präsident Javier Milei will Staat und Gesellschaft «verschlanken» – und zersägt ihre Fundamente. Vor den «midterms» erzählen sechs Menschen aus Buenos Aires, was das für sie bedeutet.
Erst als am 13. Oktober morgens die 20 noch lebenden Geiseln freigelassen worden waren und kurz darauf auch knapp 2000 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freikamen, wich die Anspannung. Vorher beschrieb der katarische Nachrichtensender Al-Araby die Stimmung im Gazastreifen als einen „Zustand des Wartens und der Wachsamkeit, begleitet von großer Zuversicht“. In Israel bestimmten vor allem die Familien der Geiseln die Nachrichten. Yotam Cohen, dessen Bruder Nimrod über zwei Jahre als Geisel im Gazastreifen ausharren musste, schrieb auf der Plattform X: „Kann nicht atmen.“