Dobrindts neues „Sicherheitspaket“ wird von allen Seiten kritisiert: Die geplante automatisierte Gesichtserkennung und die polizeiliche Datenanalyse fallen bei IT- und Menschenrechtsexperten durch. Das Innenministerium hat eingeräumt, Palantir-Software zu prüfen. Experten lassen auch daran kein gutes Haar, die Palantir-Nutzung sei die „schlechteste Wahl“.
Eine neue Studie zeigt: TikTok und Instagram kennzeichnen KI-generierte Inhalte nur unzureichend – und gerade TikTok wird von bizarren synthetischen Videos dominiert. Die Plattformen verstoßen damit gegen EU-Vorgaben und sorgen für eine Flut von automatisierter Desinformation.
Nutze einen sicheren Messenger statt Meta deine Daten zu geben!
Hier nur ein paar Gründe, warum du auf WhatsApp verzichten solltest.
Der Kapitalismus hat einen seiner tapfersten Krieger gebrochen. Wolfgang Grupp fällt dem Leistungswahn zum Opfer – und liefert damit seine ehrlichste Bilanz.
Die Klimabewegung Fridays for Future kündigt für Samstag, den 20.09., bundesweite Klimaproteste an. Der Protest findet im Rahmen internationaler Aktionstage für mehr Klimaschutz statt. Im September stehen Entscheidungen zu den europäischen Klimazielen sowie zur Genehmigung der geplanten Gasbohrungen in der Nordsee an. Anlässlich dessen plant die Klimabewegung überall in Deutschland Protestaktionen unter dem Motto #ExitGasEnterFuture.
Sebastian Kurz ist Teil eines faschistischen Netzwerks rund um den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán. Zu diesem gehört auch die deutsche CDU-Abgeordnete Saskia Ludwig. Aber während Ludwig dafür Gegenwind aus ihrer eigenen Partei bekommt, bleibt es in Österreich erstaunlich still. Natascha Strobl kommentiert.
Mit dem Fahrrad auf den Spuren des Blauen Reiter: Der Verbund „Museenlandschaft Expressionismus“ gibt Tipps, wie man sehenswerte Ausstellungen im bayerischen Alpenvorland sportlich aktiv entdecken kann.
Eine zweite Runde Donald Trump kann an zahlreichen Fronten unermessliches Unheil anrichten. Aber im Bereich der Klimakrise kann sie Schaden hervorrufen, der nach menschlichen Maßstäben tatsächlich für immer anhalten wird – Schaden, der in den geologischen Daten für Äonen sichtbar sein wird. Trumps Handlungen können buchstäblich dafür sorgen, dass die Pole schmelzen und die Ozeane ansteigen – und auf den Seiten des „Mandate for Leadership“ des Project 2025 zeigen seine konservativen Heerscharen mehr als deutlich, dass er tatsächlich so handeln würde.
Mit den Atombombenabwürfen im August 1945 brach ein neues globales Zeitalter an. Der Sozialphilosoph Hans Joas zeichnet nach, wie Karl Jaspers und Günther Anders diesen Epochenbruch deuteten und plädiert für ein Menschenrechtsverständnis, das Frieden zur Pflicht macht.
Bewerbungen, Zugangstoken etc. – das freie Netzwerk Fediverse ist bereits bei der Registrierung gar nicht mehr so frei, wie die eine oder der andere vielleicht denken mag. Denn viele Server haben keine offene Anmeldung. Was hinter den Zugangshürden steckt, behandelt dieser Meinungsbeitrag.
Marketingagenturen und Content Creators predigen falsche Authentizität, Kreativität und Gemeinschaft. Die Bildermacher schaffen damit eine trügerische Wahrheit – und offenbaren uns zugleich etwas Wahres über unsere Gesellschaft.
Der Bundeskanzler vertraut fast ausschließlich Männern. Das spricht Bände über das Verhältnis zu Macht und Misstrauen von Friedrich Merz.
Häuser wie Trutzburgen, Gärten voller Kies, Zäune aus Metall: Die Neubaugebiete brechen mit allen überkommenen Strukturen auf dem Dorf. Der Architekturprofessor Wolfgang Rossbauer aus Siegenburg in der Hallertau hat dafür Erklärungen parat.
Die Punks versammeln sich mal wieder zum Protestcamp auf Sylt und sind dabei bestens organisiert. Wer das spießig findet, hat gar nichts verstanden.
New York, 60er Jahre: Der mysteriöse Kreativdirektor Don Draper ist einer der großen Namen in der Werbebranche, doch als Meister der Manipulation hat er in seinem Umfeld Feinde, die nur auf seinen Untergang warten. Die preisgekrönte Kultserie "Mad Men" gewährt einen Einblick in die knallharte Welt der aufblühenden Werbeindustrie und ihrer anzugtragenden Akteure.
Sprechen wir bald alle wie ChatGPT? Forscher zeigen: KI verändert nicht nur Texte – sondern auch, wie wir miteinander reden.
Als in Los Angeles im Juni zehntausende Menschen gegen die Massenabschiebungen der Trump-Regierung auf die Straßen gehen, patrouillieren hoch oben am Himmel MQ-9-Predator-Aufklärungsdrohnen der US-Grenzschutzbehörde CBP. Technologien, die in Kriegen, Konflikten oder an der Grenze zu Mexiko erprobt und weiterentwickelt wurden, kommen nun zunehmend auch im Inneren der USA zum Einsatz – etwa um Proteste oder Migrant:innen zu überwachen. Der US-Tech-Konzern Palantir entwickelt für US-Präsident Donald Trump gerade „ImmigrationOS”, eine 30 Mio. Dollar teure Plattform, die Daten zu Migrant:innen zusammenzieht, ihren Aufenthaltsort fast in Echtzeit trackt und so Festnahmen und Massenabschiebungen beschleunigen soll – sie soll die digitale Architektur für Trumps in Teilen rechtswidrige Migrationspolitik bilden. Expert:innen warnen, dass es nicht bei der Massenüberwachung und Verfolgung von Migrant:innen bleiben dürfte. Künftig könnten alle US-Amerikaner:innen, jede:r, die oder der sich in den USA aufhält, über detaillierte, personenbezogene Profile überwacht werden. E
Jahrelang surfte Donald Trump auf der Verschwörungswelle. Sie war einer der entscheidenden Faktoren für seinen Erfolg. Jetzt überrollt sie ihn selbst.
Radfahren bedeutete für mich Unbeschwertheit, Sommer, Freiheit. Doch dann fluteten aggressive Menschen in enger Kleidung die Straße, um ihre eigene Tour de France zu spielen.
Die Schadenfreude in der iranischen Bevölkerung über die Tötung einiger verhasster Anführer der Revolutionsgarden währte nur kurz. Denn als Israel am 13. Juni unter dem Codenamen Operation Rising Lion Anlagen des iranischen Atomprogramms, militärische Einrichtungen und hochrangige Kommandeure der iranischen Militärführung angriff, wurde schnell klar: Benjamin Netanjahu hielt nicht, was er versprochen hatte. Er hatte erklärt, die israelische Offensive richte sich nicht gegen Irans Bevölkerung, sondern gegen das Regime. Doch schon bald gab es Berichte über zivile Opfer, kurz danach tauchten Videos auf. Eines zeigte Raketen, die an einer Straßenkreuzung in Teheran einschlugen. Auf dem Tajrish-Platz im Norden der Stadt zerstörte eine Bombe die Wasserleitung; die austretenden Wassermassen schwemmten Menschen den Berg hinunter. Zu den bekanntesten Opfern der ersten Stunden zählte Parnia Abbassi, eine Dichterin der „Generation Z“, aus der sich die Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“ speist, die das iranische Regime existenziell herausfordert. Dementsprechend schnell machte die Nachricht von ihrem Tod auf Social Media die Runde. Und entsprechend perfide und zynisch wirkte es in Iran, dass Netanjahu den Slogan der Protestbewegung kaperte, indem er diesen auf Persisch in ein Mikrofon posaunte.