Was die Eisenbahn betrifft, driftet Europa immer weiter auseinander. Dabei sollte es eigentlich umgekehrt sein. Immerhin: Ein Fünkchen Hoffnung kommt von der EU.
Nun also auch die Europäische Union: Nach den USA, Indien, Brasilien und der Türkei erhebt seit dem 5. Juli nun auch Brüssel vorläufig zusätzliche Einfuhrzölle auf in China produzierte Elektroautos. Strafzahlungen in Höhe von etwa 17 bis 38 Prozent des Verkaufspreises der Autos werden zusätzlich zum bereits geltenden Einfuhrzoll fällig, je nachdem, wie die jeweiligen Produzenten im Rahmen der „Antisubventionsuntersuchung“ mit der EU kooperiert haben. Mit dieser prüft die EU seit vergangenem Herbst, ob E-Auto-Hersteller in China von illegalen Subventionen profitieren.
Es gibt hierzulande nicht wenige Politikerinnen und Politiker, die glauben, sie müssten der Öffentlichkeit Wirtschaftskompetenz dadurch beweisen, dass sie sich bei Konflikten im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie abschätzig oder spöttisch über Naturschutzziele äußern. Ob alte Buchenwälder Autobahnpläne zu verhindern drohen, seltene Arten wie die Mopsfledermaus, der Feldhamster oder der Kammmolch die Erschließung von Gewerbeflächen erschweren, Hecken oder blütenreiche Feldraine die Maximierung der industriellen Agrarproduktion stören, Trockenrasen oder Feuchtgebiete der zügigen Errichtung von Fabriken im Wege stehen oder sich Schweinswale partout dort heimisch fühlen, wo große Offshore-Windparks oder Flüssiggas-Terminals vorgesehen sind, stets bedienen die vermeintlich wirtschaftskompetenten Verfechter solcher Projekte das gleiche Klischee: Von solcherlei Ökosentimentalitäten und Kinkerlitzchen könne man sich doch beim Verfolgen großer Ziele der Wirtschaftsförderung und „Standortsicherung“ nun wirklich nicht aufhalten lassen. Wirtschaftswachstum first! Naturträumerei second! Kompensation der Naturzerstörung vielleicht später und anderswo, lautet die Devise. Dabei bringen manche Politikakteure den Naturschutz gegen Gerechtigkeitsziele in Stellung. Als Sahra Wagenknecht etwa unlängst gegen die von ihr kritisch beäugte „Öko-Bourgeoisie“ und „hochmoralische Gutmenschen“ vom Leder zog und deren vermeintlichen Mangel an sozialer Empathie herauskehren wollte, musste dafür ausgerechnet die Gattung der Echten Kröten (lat.: Bufo) herhalten: Die Grünen litten zwar mit „jeder Kröte am Straßenrand“, erhöhten den „frierenden Menschen“ durch CO2-Bepreisung aber zugleich skrupellos die Heizkosten
Donald Trump in Amerika, Björn Höcke in Deutschland: Wo gibt es noch Hoffnung, Jan-Werner Müller? Der Princeton-Professor über den harten Kampf um die Demokratie
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Kuhmilch und Milchprodukte sind fürs Klima weitaus schlechter, als viele annehmen. Grund dafür sind unterschlagene Emissionen, wie ein Foodwatch-Report jetzt aufdeckt. Auch der Tierschutz ist demzufolge ein unterschätztes Problem
Der Großteil des digitalen Lebens wird von einigen wenigen Tech-Konzernen kontrolliert. Trotz Regulierung und Alternativen bleibt ihre Macht ungebrochen. Es ist Zeit, das Problem an der Wurzel zu packen: Wir müssen Big Tech enteignen, vergesellschaften und demokratisieren. Ein Plädoyer.
Los geht die Stadtrallye Nürnberg am Hauptmarkt. Von da führt euch die etwa 3 km lange Strecke zu 11 weiteren City&Quest-Stationen – die meisten inmitten des Stadtkerns, einige etwas außerhalb. Dauer zu Fuß: ca. 2.5 Stunden. Mithilfe der GPS-Funktion der kostenlosen Actionbound-App gelangt ihr von Station zu Station. Bei jedem Stopp könnt ihr euch zusammen auf Spurensuche begeben und die einzigartigen Bauten bestaunen. Während des Spiels ist eine Pause jederzeit möglich. So erkundet ihr Nürnbergs schönste Seiten selbst!
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Das Thema Waffengewalt findet in den USA seit Jahrzehnten eine große mediale Aufmerksamkeit. Meist konzentrieren sich diese Debatten entweder auf ‚Shootings‘ an Schulen oder auf Polizeigewalt gegen junge, männliche people of color. Ausgeblendet wird dabei das Phänomen der bewaffneten Selbstverteidigung von Frauen und deren Geschichte.
Erschöpfung, Überwindung, Hochgefühle: die deutschen Ultracycling-Athleten Jana Kesenheimer und Joschka Völkel beim TCR, dem härtesten Radrennen der Welt – über 4000 km ohne Hilfe.
Wer beim Sex etwas nicht möchte, hat oft ein schlechtes Gewissen. Der Sexual- und Paartherapeut Carsten Müller erklärt, warum ein Nein im Bett ein Ja zur Beziehung sein kann. Eine Kolumne.
Im März startete die CDU eine Kampagne gegen das Bürgergeld, das sie 2022 im Bundesrat mitbeschlossen hatte. Kurz darauf verschärfte die Ampelkoalition die Bedingungen für Bürgergeldbeziehende. Die Kürzungen und die Debatte um angebliche Totalverweigerer hält Helena Steinhaus, Gründerin der Initiative Sanktionsfrei e.V., für eine Schande in einem demokratischen, den Menschenrechten verpflichteten Land.
OPTIMIZE TABLE has two main functions. It can either be used to defragment tables, or to update the InnoDB fulltext index.
Die Geschichte moderner Reproduktionspolitik erstreckt sich vom 18. Jahrhundert bis heute. Im Laufe der Zeit haben sich nicht nur reproduktionspolitische Vorstellungen gewandelt, sondern auch das technisch-medizinische Wissen und die Idee individueller Rechte.
Seit Jahrzehnten gibt es Streit um Grüne Gentechnik: »Wundermittel« sagen die einen, »Teufelszeug« die anderen. Die Sozialwissenschaftlerin Gabi Waldhof hat beiden Seiten genau zugehört – und sieht Chancen, den Glaubenskrieg zu beenden.
Manche Menschen lehnen Grüne Gentechnik aus Angst vor globaler Ungleichheit und der Macht großer Konzerne ab. Die Fragen, die dahinterstehen, sind: Wie gerecht ist Grüne Gentechnik? Ist es eine Chance für alle – oder profitieren nur Menschen aus bestimmten Regionen oder Unternehmen von ihr? Besteht die Gefahr, dass große Konzerne das gentechnisch veränderte Saatgut nutzen, um Abhängigkeiten zu erzeugen und Landwirt:innen auszubeuten?
Manche Menschen lehnen Grüne Gentechnik aus Angst vor globaler Ungleichheit und der Macht großer Konzerne ab. Die Fragen, die dahinterstehen, sind: Wie gerecht ist Grüne Gentechnik? Ist es eine Chance für alle – oder profitieren nur Menschen aus bestimmten Regionen oder Unternehmen von ihr? Besteht die Gefahr, dass große Konzerne das gentechnisch veränderte Saatgut nutzen, um Abhängigkeiten zu erzeugen und Landwirt:innen auszubeuten?
Viele Organisationen stehen der Grünen Gentechnik kritisch gegenüber. Es geht ihnen dabei um den Schutz von Mensch und Umwelt, sagen sie. Aber stimmt das? Diese Recherche zeigt: Hinter der Gentechnik-Kritik stecken oft finanzielle Interessen.
Der rechtsextreme amerikanische Radiomoderator Rush Limbaugh prangerte einst in seiner beliebten Radiosendung Folgendes an: „Die vier Eckpfeiler der Täuschung: Regierung, Hochschulen, Wissenschaft und Medien. Diese Institutionen sind heute korrupt und existieren nur noch auf der Grundlage von Betrug. Auf diese Weise behaupten sie sich selbst und auf diese Weise gedeihen sie.“[1] Limbaugh liefert hier ein perfektes Beispiel dafür, wie faschistische Politik das Konzept von Fachwissen ins Visier nimmt, wie sie es verspottet und abwertet.