Weit draußen vor unseren Küsten liegt eine weitgehend ignorierte Weltregion, an der das Überleben der Menschheit hängt: die Hohe See. Sie bedeckt zwei Drittel der Erdoberfläche, in ihr leben rund 80 Prozent aller Tierarten, sie reguliert das globale Klima, bindet ein Drittel des vom Menschen verursachten CO2 und produziert darüber hinaus die Hälfte des globalen Sauerstoffs und damit jeden zweiten unserer Atemzüge. Die Hohe See ist das Gebiet, das 200 nautische Meilen (etwa 370 Kilometer) vor den Küsten beginnt und von dem bis heute weniger als ein Prozent erforscht ist. Sie gehört keinem Staat allein, sondern allen gemeinsam. Und genau darin liegt die historische Chance und die große Herausforderung des Abkommens mit dem Namen »Biodiversität jenseits nationaler Gesetzgebung« (Biodiversity Beyond Natural Jurisdiction, BBNJ), das am 17. Januar 2026 in Kraft tritt: Es ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der den Wettlauf um die Ausbeutung der Meere abbremsen und der Hohen See endlich besseren Schutz bieten soll.
Freundschaften gelten als Schlüssel zum Glück. Doch Beziehungen verschieben sich, brechen weg – und plötzlich stehen wir da mit der Frage: Wie finde ich neue Menschen, die wirklich zu mir passen?
Europäische Politikerinnen und Politiker versprechen, uns mit Aufrüstung vor aggressiven Autokraten zu schützen. Gleichzeitig aber verschärfen sie durch das Ausbremsen der Energiewende Europas Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten – und machen unsere Gesellschaften damit hochgradig angreifbar. Dabei gibt es längst Wege, das zu ändern.
Vier Jahre nach der Machtübernahme der radikal-islamistischen Taliban steht die internationale Gemeinschaft an einem Wendepunkt, über den kaum jemand spricht: Die anfängliche Isolation des Regimes verwandelt sich in eine faktische Anerkennung.
Fitnesstests gibt es viele. Doch welche sind wirklich aussagekräftig? Diese einfachen Übungen zeigen, wie es um Ausdauer, Kraft, Koordination, Gleichgewicht und Herzgesundheit steht.
Wildflüsse gibt es bei uns kaum noch. Einer der wenigen ist die Isel in Osttirol. Sie folgt ihrem ganz eigenen Rhythmus – und schafft dabei eine einzigartige Naturlandschaft.
Mit dem Angriff auf Venezuela will Donald Trump eine neue Weltordnung installieren. Die USA sollen im Wettstreit mit Russland und China das Sagen haben.
Rezensions- und Kommentarspalten sind kleine Oasen des Internets. Denn überall dort, wo Menschen ins Netz schreiben können, entsteht Leben.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner pocht darauf, doch wer kann heutzutage noch neutral sein? Um die Demokratie zu verteidigen, sei Rückgrat sogar Pflicht, ordnen Hannah Vos und Vivian Kube auf dem 39. Chaos Communication Congress die Debatte rund ums Neutralitätsgebot ein.
Ulf Poschardt, der Herausgeber der „Welt“, kritisiert regelmäßig angebliche Intransparenz in Medien. Das hält ihn nicht davon ab, Posts mit einer Frau zu veröffentlichen, die offenbar nicht existiert.
Die Journalistin Vera Papisova datete ein Jahr lang Republikaner, Abtreibungsgegner und sogar jemanden, der ihr einst Todesdrohungen schickte. Sie traf Männer, die keine Widerworte ertragen – und hatte trotzdem Verständnis.
Ein aufreibendes Jahr geht zu Ende. Was hat einzelne Redakteur*innen in den vergangenen Monaten umgetrieben? Was hat sie 2025 begeistert, bewegt und frustriert? Und was steht im kommenden Jahr für sie an? Einige Resümees aus der Redaktion.
Hereinspaziert in die Manege der Peinlichkeiten des Medienjahres und schütteln Sie mit uns den Kopf über Versagen & Scheitern, Pannen & Patzer. DWDL.de verleiht zum 18. Mal den Goldenen Günter. Die Wahl der ultimativen Peinlichkeit liegt jetzt bei Ihnen!
In seiner zweiten Amtszeit handle US-Präsident Donald Trump deutlich drakonischer, sagt der Politikwissenschaftler Corey Robin. Hoffnung setzt er auf Zohran Mamdani, der eine echte Partei aufbaue – «nicht wie die Demokrat:innen».
Rechtspopulisten finden mit ihrer rassistischen Rhetorik und ihrem Kulturkampf gegen liberale Eliten eine immer größere Gefolgschaft. Wie können diese Menschen wieder für die Demokratie zurückgewonnen werden? Während Rechtsextremen und völkischen Agitatoren keine Bühne geboten werden darf, sollten wir im Alltag das offene Gespräch mit ihren Wählerinnen und Wählern suchen – auch wenn es schwerfällt.
Die Stadt Karlsruhe könnte schon bald vor einem Dilemma stehen. Im Januar 2025 zeichnete sie ihren langjährigen Stadtvertreter Tom Høyem (FDP) mit der Ehrenmedaille aus. In den 1980er Jahren war der gebürtige Däne, mittlerweile auch deutscher Staatsbürger, Dänemarks letzter Minister für Grönland – ein Amt aus der Kolonialzeit, dessen Abschaffung 1987, acht Jahre nach Einführung der grönländischen Selbstverwaltung, besiegelt wurde. Dies wäre kaum erwähnenswert, hätte Høyem in jüngster Zeit nicht selbst wieder die Öffentlichkeit gesucht.
Das Internet der Gegenwart wird überschwemmt von massenproduziertem »KI-Schrott« mit Rechtsdrall
Wer noch eines Beweises bedurfte, dass Donald Trumps Agieren gegen die Regierung von Wolodymyr Selenskyj nicht nur der Ukraine, sondern Europa insgesamt gilt, hat ihn dieser Tage erhalten. Mit der neuen National Security Strategy der USA wird manifest, dass wir es mit einem Epochenbruch zu tun haben, der wohl nur mit dem von 1989 vergleichbar ist.
Unbemerkt von den meisten, verschiebt sich die Macht vom Menschen zur Maschine. Erste Studien bezeugen: Der Mensch wird dümmer durch KI. Je mehr er sie als Hilfsmittel nutzt, umso geringer seine kognitive Aktivität und schließlich seine Fähigkeit zum kritischen Denken. Um sich diesem Prozess entgegenzustemmen, brauchen wir eine Medienbildung, die uns verstehen lässt, wie Sprachmaschinen funktionieren.
Kinder wachsen in einer digitalen Umgebung auf, die sie oft überfordert und gefährdet, sagt der Digitaltrainer Julian Bühler. Schärfere Gesetze und Verbote alleine würden das Problem allerdings nicht lösen. Ein Gespräch über Klassenchats, Alterskontrollen im Netz und die Frage, was wirklich helfen kann.