Beim Festakt zum 75-jährigen Bestehen des Instituts für Bayerische Geschichte in der Münchner Universität wird deutlich, warum Bayern in der Bundesrepublik nach wie vor eine Sonderstellung genießt.
Engagement in Forschung und Lehre, im Humboldt’schen Bildungsideal als universitäre Einheit gedacht, ist schon seit Längerem nicht mehr alles, was von wissenschaftlich Tätigen erwartet wird. Zusätzlich zu diesen beiden klassischen Aufgabengebieten bekennen sich Hochschulen zunehmend zu einer "Third Mission". Ein Dossier des Centrums für Hochschulentwicklung fasst darunter "Wissens- und Technologietransfer, regionales Engagement, Weiterbildungsangebote oder auch Soziale Innovationen", die "im 21. Jahrhundert (…) zur akademischen Tagesordnung" gehörten. Der damalige Leiter des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und heutige Oberbürgermeister von Wuppertal, Uwe Schneidewind, forderte 2016 sogar, die "Third Mission" als "First Mission" zu denken, "d.h. auch die Aufgaben von Forschung und Lehre konsequent aus der Perspektive der gesellschaftlichen Funktion von Hochschulen" zu entwickeln. Von Wissenschaftler:innen wird also zunehmend erwartet, sich auch jenseits von Forschung und Lehre unmittelbar in aktuelle gesellschaftliche Debatten einzubringen.
Sony verklagt in Hamburg eine Schweizer Internet-Stiftung wegen Urheberrechtsverletzung. Diese wehrt sich mit allen Mitteln. Und aus Gründen, die uns alle betreffen.
Vor Gibraltar und im Golf von Cádiz attackiert eine Gruppe Schwertwale immer öfter Boote. Die Orcas zerstören gezielt Ruder und bewegen Fischer zur Umkehr. Was treibt sie dazu?
Die Staatsregierung hat 2017 versprochen den bayernweiten Radverkehrsanteil bis 2025 von 10 auf 20 % zu verdoppeln. Bis jetzt ist der Radverkehrsanteil aber nur um ca. ein Prozentpunkt auf 11 % gestiegen!
Das ist auch kein Wunder: Radwege, Abstellanlagen und Radmitnahmemöglichkeiten fehlen oder sind häufig so dürftig und unsicher, dass sie nicht zum Radfahren einladen.
Der Stralsunder Hendrik Bolz, bekannt als „Testo“ vom Rap-Duo „Zugezogen Maskulin“, veröffentlichte am 10. Februar sein erstes Buch, „Nullerjahre“. Die erschreckende Bilanz einer Nachwendejugend im nordöstlichsten Zipfel der Republik.
Darth Vader mäht Rasen, eine Salatsoße sagt vor Gericht aus: Skurrile Motive aus den Text-zu-Bild-Generatoren DALL-E 2 und Googles hauseigener KI »Imagen« fluten das Netz. Der Zugang bleibt aus guten Gründen vorerst beschränkt.
Die Weltlage bietet eigentlich keinen Anlass, um über sie zu lachen. Aber im Sinne der Aufklärung lohnt es sich vielleicht trotzdem: Peer Schader über Comedy, die jenseits ihres Unterhaltungsanspruchs fest an die eigene Wirkung glaubt.
In wenigen Tagen reisen Staats- und Regierungschefs zum G-7-Gipfel nach Elmau. Kritiker wappnen sich bereits für den mehrtägigen Protest und kündigen Aktionen von München bis in die Berge an. Auch die Polizei geht in Stellung.
Der Sommermonat bildet den Wandel im Verhältnis von Mensch und Umwelt schärfer ab als jede andere Jahreszeit. Längst entscheidet er nicht mehr über Leben und Tod. Doch der Zauber alter Mythen ist noch zu spüren, zum Beispiel im Kalender.
Jamel zählt zu den bekanntesten Dörfern Deutschlands. Hier konnten NPD-Anhänger:innen ihren Traum von einer ethnisch-homogenen Volksgemeinschaft durch gezielte Ansiedlungen Wirklichkeit werden lassen. In einer dreiteiligen Serie beleuchten wir Ihre Strukturen und Netzwerke, die bis zum organisierten Rechtsterrorismus reichen.
Das Projekt galt bundesweit als Leuchtturm für die Zusammenarbeit zwischen digitaler Zivilgesellschaft und städtischer Verwaltung. Übrig ist jetzt nur noch ein Scherbenhaufen. Wie konnte das passieren?
Julian Assange schmort weiterhin im Hochsicherheitsgefängnis in britischer Auslieferungshaft. Die Entscheidung der britischen Innenministerin muss bis 17. Juni fallen. Der neue australische Premierminister könnte intervenieren, aber ebenso sollten endlich auch die Regierungen demokratischer Staaten im Namen der Pressefreiheit ihr Schweigen brechen.
Sparsamere Kund:innen und vorsichtigere Investor:innen sorgen dafür, dass viele Quick-Commerce-Anbieter einen Gang runterschalten müssen. Das gilt auch für Gorillas, wo man die Geldbörsen der Kundschaft künftig mit Strategien erobern will, die etablierten Handelsunternehmen bekannt vorkommen dürften.
Der Klimawandel beeinflusst den ostatlantischen Vogelzug. Die Erwärmung führt etwa zu mehr Starkregen und Stürmen, die Tieren bei Rast und Brut im Wattenmeer zusetzen. Auch das Nahrungsangebot ändert sich.
Sie ist wieder da: bei "Wer stiehlt mir die Show?", "DSDS", Giovanni Zarrella, Carolin Kebekus und "TV total". Peer Schader über die Rückkehr eines Studiodesign-Klassikers – und dessen bisweilen ambitionierte Neuinterpretation.
Noch nie, dieser Superlativ ist durchaus angebracht, war die Bundesrepublik so unter Druck wie derzeit – wirtschaftlich, politisch, moralisch und sozial: Corona, ein brutaler Vernichtungskrieg Russlands gegen die Ukraine, eine dadurch ohnehin angstvolle Bevölkerung, die nun auch noch durch zum Teil kometenhaft ansteigende Preise, vor allem für Energie und Lebensmittel, gebeutelt wird. Und niemand weiß, wann sich all das wieder zum Besseren fügen wird. Angesichts dessen wird die Bevölkerung vorsorglich schon einmal auf Opfer und Verzicht eingeschworen.
Die Bundesregierung geht beim Streit um Windräder auf Bayern zu. Jetzt müssen beide Seiten flexibel bleiben.
Steigende Lebensmittelpreise, sparsame Verbraucher und hohe Produktionskosten treffen auch die Öko-Szene. Die Bauern fordern mehr Förderung vom Freistaat. Ihre Befürchtung: Sonst wird das Ziel von 30 Prozent Bio-Landwirtschaft bis 2030 verfehlt.
Mit Matrix gibt es ein Open-Source-Projekt, das es gestattet, einen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messengerdienst mit dem üblichen Funktionsumfang auf eigenem Metall zu betreiben. Unter Kontrollgesichtspunkten ist das erstmal super. Die öffentliche Verwaltung in Frankreich setzt deshalb künftig komplett auf dieses Konzept. Alles gut? Leider nicht ganz.