Der Tod kam für uns überraschend.
Man hatte uns konstruiert, um Freude zu empfinden, und auch Neugier. Angesichts der Unberechenbarkeit der Welt mussten wir auf Überraschungen gefasst sein. Aber der Tod war schon eine extrem seltsame, unerwartete Facette unserer Existenz.
A.A. Dhand und Saima Mir sind in England für ihre Krimis bekannt, die in Breadford spielen, einer ehemaligen Textilmetropole mit einer großen Community muslimischer „british asians“. Ihre Literatur spiegelt die lokalen Geschichten der Zuwanderung, Protestbewegungen und Herausbildung einer neuen Mittelklasse und steht für ein neues Selbstbewusstsein jenseits rassistischer und frauenfeindlicher Klischees.
Susan hatte sich wie so oft am Spätnachmittag auf eine Bank im Park gesetzt. Die Sonne schien mild, die Wärme tat ihrer künstlichen Muskulatur gut. Zu dieser Uhrzeit kamen viele Menschen nach der Arbeit hier vorbei, Kinder spielten auf der Wiese. Es machte ihr Freude, das bunte Treiben zu beobachten.
Pa weiß genau, was du wollen wirst. Eine Kurzgeschichte von Andrew Kozma
Sie wollten schon immer Spiegel-Bestseller-Autor werden? Kein Problem: Alles, was Sie brauchen, ist eine mittelgute Idee und ein paar Tausend Euro. Über den Verfall eines kulturellen Statussymbols.
Science Fiction ist nicht nur ein künstlerisches Genre, sondern hat unseren Alltag erfasst. Dabei hat Science Fiction emanzipatorisches Potenzial und kann genauso gut antiliberal und populistisch vereinnahmt werden. Die US-amerikanische Medienwissenschaftlerin und Sciencefiction-Forscherin Sherryl Vint im Gespräch mit Christine Lötscher von GdG.
Normalerweise kann ich in den Augen von Big Steel Jim gar nichts lesen – vor allem nicht, seit die Firma sie verchromt hat. An diesem Abend drückte jedoch sein stierer Blick ganz eindeutig Mord und Totschlag aus. Sichtlich versuchte er, sich notdürftig zusammenzureißen, aber die Art, wie er die Tür zu meinem Büro aufstieß, sprach Bände. Und als ich den Vorschlaghammer in seiner Faust sah, wusste ich, was es geschlagen hatte.
In diesem Zukunftsszenario geht es um eine Welt, in der die meisten Länder im Chaos versunken sind. Doch die Superreichen haben vorgesorgt. Sie leben in abgeschirmten Luxusanlagen. Ein Vertreter des Internationalen Gerichtshofs lässt aber nicht locker und will Gerechtigkeit
Vince Brickle ist Detektiv in Boston und einem mysteriösen Killervirus auf der Spur. Vince Brickle verträgt keinen Kaffee, wohnt über einem Nagelstudio und weiß nicht viel über Wissenschaft. Vince Brickle, das ist der Protagonist des Thrillers “Das Institut”, erschienen 2025 im Piper-Verlag und geschrieben von Hendrik Streeck. Der Leiter des virologischen Instituts in Bonn wurde in den ersten Jahren der Coronapandemie vor allem durch die umstrittene COVID-19-Case-Cluster-Study oder auch “Heinsberg-Studie” bekannt und ist seit Kurzem Beauftragter für Sucht- und Drogenfragen der deutschen Bundesregierung. Und mit Vince Brickle hat er das geschaffen, was ich aus der Fanfiction als “Self-Insert” kenne.
Damals las ich sehr zum Leidwesen meiner Eltern blutig-brutale Erwachsenencomics – was sich auch in diesem Comic niederschlug. Ich blätterte also mit dieser charakteristischen Mischung aus Rührung und Cringe durch mein knapp 100 Seiten starkes Frühwerk, dessen Handlung im Wesentlichen daraus bestand, wie zwei Typen durch die Gegend zogen, und so sinnlos wie kreativ Leute umbrachten. Schnell stellte ich fest, dass der Stil auf den ersten Seiten noch stark vom französischen Künstler Moebius beeinflusst war, im Verlauf der Handlung allerdings deutlich erkennbar den Zeichenstil von Frank Millers „Sin City“ zu imitieren versuchte, dessen deutsche Übersetzung kurz zuvor erstmals in der Comiczeitschrift „Schwermetall“ erschienen war. Als ich meine Zeichnungen anschaute, teilweise exakte Adaptionsversuche von Millers und Moebius Panels, erinnerte ich mich auch, welchen nachhaltigen Einfluss die Werke meiner Vorbilder damals auf mich hatten. Und wie ich dachte: Das will ich auch!
Die “Redaktion Wadenbeisser” ist eine Ratekrimi-Comic-Reihe, die in Zusammenarbeit mit der Autorin Ina Rometsch (Text und Idee) für das Kindermagazin GEOlino entwickelt wurde. Jede Folge geht über zwei Doppelseiten. Zwischen 2008 und 2020 sind insgesamt 139 Folgen entstanden. Die Sammelbände (1 bis 7) mit jeweils 18 Fällen sind beim moses-Verlag erschienen.
Es war das Grauen der Jugend.
Die Achtziger Jahre.
Botschaft an eine untergegangene Spezies. Eine Kurzgeschichte von Christian Endres
In unserer digitalen Welt könnte man meinen, dass das Schreiben von Hand überholt sei. Einige Leserinnen und Leser haben diese Meinung auch in Reaktion auf den ersten Teil dieser Serie geäussert, in dem ich mit der Medium-Methode einen Workflow vorstellte, den ich für meine Bedürfnisse angepasst habe. Eigentlich wollte ich diese Woche meine Version der Medium-Methode vorstellen. Nachdem ich mich jedoch eingehender mit der Forschung zum Thema handschriftliche Notizen beschäftigt habe, möchte ich zunächst die wichtigsten Erkenntnisse vorstellen. Verschiedene Studienergebnisse betonen immer wieder die Bedeutung des Schreibens mit Stift und Papier – und bis zu einem gewissen Grad auch mit Stylus und Tablet. Eine Studie, veröffentlicht in Frontiers in Psychology von Audrey van der Meer und Ruud van der Weel [1], zeigt, dass das Schreiben von Hand zu einer höheren Aktivität in jenen Gehirnregionen führt, die für Bewegung, Sehen, sensorische Verarbeitung und Gedächtnis verantwortlich sind.
In einer Zeit, in der digitale Technologien unseren Alltag dominieren, suchen viele nach Möglichkeiten, die Vorteile des Digitalen mit der Haptik und Übersichtlichkeit von Papier zu verbinden. Nach einer jahrzehntelangen Odyssee habe ich in letzter Zeit einen funktionierenden Workflow entwickelt, der diesen Spagat schafft und die Stärken beider Welten optimal nutzt. In diesem ersten Blogbeitrag stelle ich zunächst die Medium-Methode von Chad Hall [1] vor, auf der mein Workflow basiert. Nächste Woche werde ich dann auf mein System eingehen und erläutern, warum das Schreiben von Hand tatsächlich vorteilhaft ist.
Als Dichter ist Goethe früh eine Berühmtheit, doch er will auch als Künstler reüssieren. Italien bereist er gar als »deutscher Maler«. Bis er sich eingesteht: Ich kann es nicht.
Erich Kästner war nicht nur Kinderbuchautor. Er schrieb pointiert in vielen Genres und stichelte auch mal gegen Hitler, erklärt Literaturforscher Sven Hanuschek im Interview über den Schriftsteller, der vor 125 Jahren zur Welt kam.
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Meine Tante hat immer gesagt, dass es regnet, wenn man seinen Teller nicht leer isst, aber bisher ist nie was passiert. Letzte Woche gab’s Suppe, Kartoffelsuppe. Ich hasse Suppe und hasse Kartoffeln, und hasse, dass Minus und Minus hier nicht Plus ergibt. Hab sie weggeschüttet, die Strafe kam am nächsten Tag, bin aufgewacht mit Spaghettifingern. Musste mir die Woche freinehmen, konnte nicht mit Spaghettifingern arbeiten.
If a tree dies in the forest I’m around to hear it. I always have been. I’ve listened to their tales—the mournful sigh of the pine, the agonizing groan of the oak, the last farewell of the fir.