Maria Brandis war mit ihrer Familie vor 1900 aus Mühlhausen/Ofr. nach #Bamberg zugezogen. Von 1911 bis zu ihrem Berufsverbot 1935 war sie dort Sprachlehrerin.

Ab 1934 stand sie auf der Liste der verarmten Personen der Israelitischen Kultusgemeinde, die keinen Beitrag zum »Kirchgeld« entrichten mussten.

Am 9. September 1942 wurde sie nach #Theresienstadt deportiert und kam dort am 23. Januar 1943 um.

#keinVergessen #Stolpersteine

Der Stein ist jedes Jahr -obwohl er in einer kleinen Nebengasse am Rand liegt- auffallend stark verschmutzt; ich bin immer wieder ganz überrascht, dass ich ihn doch wieder zum Glänzen bringen kann.

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friendica (DFRN) - Link zum Originalbeitrag

Selma Graf studierte in Erlangen und promovierte als eine der ersten Frauen in Deutschland im Fach Medizin. Sie praktizierte als Frauen- und Kinderärztin in Bamberg.

Bereits zum Boykott vom 1. April 1933 wurde ihr Name auf der Liste der Juden in der Bamberger Presse veröffentlicht.

Wegen des vorgeblichen Verbrechens der Abtreibung wurde sie 1939 verhaftet, in das Landgerichtsgefängnis eingeliefert und zu sieben Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt.

Dr. Selma Graf wurde Anfang Dezember 1942 aus dem Zuchthaus Aichach nach Auschwitz deportiert, wo sie Dezember 1942 angeblich an Grippe verstarb.

#Bamberg #keinVergessen #Stolpersteine #straffreieAbtreibungen

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Von @Goestern inspiriert auch mal einen Halb-Marathon gewagt.

Kurz hinter Bischberg, nach 7km, haben meine Kopfhörer den Geist aufgegeben und mich die restlichen 2/3 der Strecke mit meiner Atmung allein gelassen. Ging trotzdem. Wenn auch zum Ende hin etwas zäh... Sehr etwas. ¯\_ (ツ) _/¯

#Bamberg #running #laufen

Goestern hat dies geteilt.

Dr. Friedrich Reuß war ein intellektueller Freigeist, christlich, mit einer jüdisch-russischen Frau verheiratet, der in #Bamberg in den 1920er Jahren philosophische Gesprächskreise veranstaltete und sich für die russische Kultur und Sprache interessierte.

Das und seine familiären Verhältnisse waren für die Nazis Grund genug für eine Inhaftierung bereits 1933 und nachfolgend die Entfernung aus dem Staatsdienst. Er floh anschließend mit Ehefrau Chaja Anja und Tochter Margarete Lieselotte über Berlin nach Moskau, wo er wenige Jahre später aus ungeklärten Umständen starb.

Chaja Anja starb noch in der Verbannung, Margarete Lieselotte kam als Flüchtling mit ihrer Familie wieder zurück nach München, wo die Enkel heute noch leben.

Quelle: BLLV Lehrerbiografien

#Stolpersteine #keinVergessen

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Fanny Grollmann war die Tochter des Optikers Josef Rosenstrauß und Hanna Ottenstein und mit Aron Grollmann verheiratet gewesen. Sie wurde am 9. September 1942 aus Bamberg nach Theresienstadt deportiert und kam dort am 8. Dezember 1942 um.

Ihre Tochter Johanna Grollmann wurde am 24. März 1942 aus Bamberg nach Izbica (Distrikt Lublin) oder Riga deportiert. Das weitere Schicksal und die Umstände ihrer Ermordung sind nicht bekannt.

#keinVergessen #Stolpersteine #Bamberg

Karl Freiherr von Thüngen

Am 20. Juli 1944 wurde Thüngen durch die Verschwörer vom 20. Juli zum Befehlshaber des Wehrkreises III (Berlin) ernannt und übernahm den Befehl über das Generalkommando.

Nachdem sich das Scheitern des Umsturzes abzeichnete nahm er die „Walküre“- Befehle der Verschwörer zurück und war unter anderem an der Vernehmung von Major i. G. von Oertzen beteiligt, was ihn aber nicht vor seiner späteren Verhaftung durch die Gestapo bewahrte.

Aus der Wehrmacht entlassen, wurde Thüngen vor dem Volksgerichtshof unter dessen Präsidenten Freisler zum Tode verurteilt und heute vor 81 Jahren im Zuchthaus Brandenburg-Görden erschossen.

#Stolpersteine #Bamberg #keinVergessen

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Spendenaufruf: Zwei Feuerwehrfahrzeuge für die Ukraine.

#SlavaUkraini #Bamberg #Spende

Arappathor hat dies geteilt.

Emma Hellmann (geb. Goldschmiedt) war Ehefrau des Privatbankiers Hermann Hellmann und betätigte sich im sozialen Bereich. Während des Ersten Weltkriegs stiftete sie 1915 den sogenannten Eisernen Ritter – eine Holzfigur, in die Spendennägel eingeschlagen werden konnten – zur Unterstützung der Bamberger Heimatfront. Die verwitwete Emma Hellmann wurde am 19. August 1942 aus Frankfurt/Main zunächst nach Theresienstadt und von dort am 23. September 1942 nach Treblinka deportiert und ermordet.

Jeanette Wiesenfelder (geb. Laubheimer) wurde am 9. September 1942 aus Bamberg nach Theresienstadt deportiert und kam dort am 24. September 1942 um. Ihr Stiefsohn Martin wurde in Auschwitz ermordet.

Meta Obermeier war nach dem Tod ihres Ehemannes zusammen mit Norbert Berg Inhaberin des seit 1899 in Bamberg ansässigen Damenkonfektions- und Modewarengeschäfts »Gebr. Jacoby Nachf.«. Das Geschäft erlosch am 24. Juli 1936 durch Zwangsverkauf. Sie wurde am 9. September 1942 aus Bamberg nach Theresienstadt deportiert und kam dort am 24. September 1942 um.

#keinVergessen #Stolpersteine #Bamberg

Stefan hat dies geteilt.

Else (auch Elsbeth) Neisser war die Tochter des Fabrikbesitzers Philipp Silberstein und Maria Silberstein, geb. Silberstein. Sie war seit 1891 mit dem Justizrat Dr. jur. Gustav Neisser (29. März 1862 – 14. Dezember 1918 Breslau), Sohn des Arztes Dr. Moritz Neisser und Maria Steinthal, verheiratet gewesen. Die Familie Neisser war evangelischer Glaubenszugehörigkeit.

Die verwitwete Else Neisser war Anfang März 1934 aus Breslau nach Bamberg zugezogen. Ein eifriger Bürokrat vermerkte auf der Familienkarte des Einwohnermeldeamtes Bamberg: »Frau Jüdin, lt. Mitteilung des Pol. Präsidiums Breslaus v. 29. März 1934«.

Else Neisser wurde, obwohl evangelischen Glaubens, von der NS-Gesetzgebung
zur »Jüdin« erklärt und am 9. September 1942 aus Bamberg nach Theresienstadt deportiert. Else Neisser kam dort am 19. September 1942 um.

#keinVergessen #Stolpersteine #Bamberg

Pfefferfrau hat dies geteilt.

In #Bamberg erinnern heutzutage zwei #Stolpersteine an französische Kriegsgefangene – die hier ihr Leben verloren: der eine,

Ferdinand Rapiteau

wurde 1905 in Frankreich geboren. Er war Landwirt, Vater und Ehemann. Im Zweiten Weltkrieg wurde er Soldat und kam in deutsche Gefangenschaft. Er musste in Bamberg Zwangsarbeit leisten. Am 19. Juli 1941 wurde er am Bamberger Bahnhof angeblich versehentlich erschossen (...) Ein Junge hatte mit einem Gewehr Tauben verfehlt. Ferdinands Leiche wurde später nach Frankreich gebracht.

Aus einem Projekt des Dienzenhofer Gymnasiums in Bamberg.

#keinVergessen

Vor dem Haus Luitpoldstraße 16 in #Bamberg sind zwei #Stolpersteine angebracht: für Hans Wölfel und Babette Bernet.

Johann Wilhelm „Hans“ Wölfel war ein deutscher Jurist. Er wird dem katholisch motivierten Widerstand gegen den Nationalsozialismus zugeordnet. Er verteidigte Bamberger Bürger, die vor dem Sondergericht Bamberg wegen angeblich staatsgefährdender Vergehen angeklagt waren. Vielen vom Nationalsozialismus bedrängten Menschen half er, soweit ihm dies möglich war.

Für die im privaten Umfeld getätigte Aussage, der Krieg könne nicht mehr gewonnen werden und Hitler sei der größte Wortverdreher aller Zeiten wurde er denunziert und wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt. Am 3. Juli 1944 wurde er im Zuchthaus Brandenburg-Görden durch Enthauptung hingerichtet.

Babette Bernet war die Tochter des Viehhändlers Jakob Kaltenbacher und Karolina Bernet. Sie war seit 1887 mit dem Vieh- und Hopfenhändler Jonathan Bernet verheiratet gewesen.

Die Familie Bernet war 1890 aus Frensdorf nach Bamberg zugezogen. Die verwitwete Babette Bernet wurde am 9. September 1942 aus Bamberg nach Theresienstadt deportiert; sie kam dort am 30. Januar 1943 um.

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Hans Schütz wurde am 5. April 1895 in Burgebrach geboren.

Im Jahre 1927 trat er der #SPD bei und schloss sich auch der Organisation „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, wo er der Fahnenträger der Sektion Wunderburg wurde. Das Reichsbanner war zur dieser Zeit eine Organisation, in der sich die SPD, die Zentrumspartei und die Deutsche Demokratische Partei zusammenfanden mit dem übergeordneten Ziel der Erhaltung der Republik.

Im Jahre 1933 wurde die Organisation von den Nationalsozialisten verboten, Hans Schütz trug aber weiterhin die Uniform und hat dadurch seinen Widerstand gegen das Verbot und gegen den Faschismus offen gezeigt. Er wurde am 23. Juni 1934 im Alter von 39 Jahren in Folge eines Handgemenges von SS-Obertruppführer Ludwig Heintz erstochen.

Er hinterließ eine Frau und zwei minderjährige Kinder. Sein Mörder wurde zu neun Monaten Haft verurteilt und bereits nach drei Monaten Haft wieder entlassen. Der Familie von Hans Schütz wurde jegliche Unterstützung versagt.

2018 wurde in der Wunderburg eine Straße nach ihm benannt. Zuvor schon hatte ihn die Willy-Aron-Gesellschaft mit einem Stolperstein geehrt.

#keinVergessen #Stolpersteine #Bamberg

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Meta Brandes war die Tochter des Handelsmanns Hirsch Brandes und Hannchen Herrmann. Von 1917 bis zum Zwangsverkauf 1938 war sie Teilhaberin eines von ihrem Bruder Sally Brandes geführten Spezialgeschäftes für wollene und seidene Stoffe.

Sie wurde am 9. September 1942 aus #Bamberg nach #Theresienstadt
deportiert, wo sie am 13. Mai 1943 umkam.

#keinVergessen #Stolperstein

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Viele schöne Fahrradveranstaltungen an diesem Wochenende!

Und wer's nicht nach Bamberg (oder ganz woanders hin) schafft (so wie ich), der kann ja nach München hin (so wie ich).

Aufruf zur Sternfahrt in München an 18.5.2025

Aufruf zur Kiddical Mass am 18.5.2025 in Bamberg

#Sternfahrt #München
#KiddicalMass #Bamberg #Radfahren #Radtour #Verkehrswende #VisionZero

@fedibikes_de group
@mastobikes_de group

Wozu soll man Abstand halten? Zur #AfD .
#AfdVerbotJetzt heute auch in #Bamberg

Danke an #OmasGegenRechts #Seebrücke #JugendGegenRechts die sich von ein paar Stayawake- und AfD-Trollen am Rande der Veranstaltung nicht aus der Ruhe haben bringen lassen.

#BambergIstBunt #NieWiederIstJetzt #Antifa

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Als Antwort auf Arappathor

Die zu ignorieren fällt mir schwer, da sie jeden Montag an meinem Haus vorbeilaufen – und ihre Trommelgruppe ist dabei zumeist schon von weitem zu hören…
Ich hatte das aber auch gar nicht als Gegendemozug gemeint, sondern als was durch seine Kontinuität „Haltgebendes“. Ich war gestern schon ein Stück weit ernüchtert davon, wie vermeintlich wenige dort waren – irgendwie war ich verwöhnt von der ja doch sehr spontan zusammen gekommenen Menge nach Merzs Wortbruch…

Samuel Dames war selbständiger Reisender in Wien, Nürnberg und Süddeutschland, Soldat im Ersten Weltkrieg und in russischer Kriegsgefangenschaft. Ab 1919 bis Ende 1938 betrieb er in Bamberg gemeinsam mit seiner Ehefrau Johanna ein kleines Textilgeschäft »Dames Strumpfquelle« .

Am 20. Juli 1939 flüchteten Johanna und Samuel Dames Richtung Palästina zu ihren schon vorher dorthin geflüchteten Kindern, wurden aber in Bengasi (Libyen) festgenommen und zunächst in verschiedenen italienischen Lagern und Gefängnissen interniert. Am 5. April 1944 wurden sie nach Auschwitz deportiert.

Samuel Dames wurde am 10. April 1944, dem Tag seiner Ankunft im KZ, ermordet. Der Tag der Ermordung von Johanna Dames ist nicht bekannt.

#keinVergessen #Stolpersteine #Bamberg

De Fulenzer hat dies geteilt.

Artur Ulmann

war trotz seines Wechsel zum katholischen Glauben durch NS-Gesetzgebung als »Jude« eingestuft. Er war Kriegsinvalide und arbeitete als Kellner. Am 20. Dezember 1944 wurde er auf Veranlassung der Gestapo Nürnberg-Fürth, Außenstelle #Bamberg, in das KZ #Flossenbürg verschleppt und kam dort am 25. Februar 1945 ums Leben. Seine verwitwete Ehefrau lebte nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin in Bamberg.

Als ich gerade seinen #Stolperstein gereinigt hatte, kam ein Herr an und fragte, was es denn mit diesen Steinen auf sich hätte. Ich erklärte die Umstände und er nickte betroffen. So was würde aber ja heute zu Glück nicht mehr geschehen, sagte er. Das hoffe ich auch, habe ich ihm geantwortet.

#keinVergessen

Was wären wir ohne diese ganzen tollen #Frauen in #Bamberg? Von der #Seebrücke, von #widersetzen, vom #Migrantenrat, von den #OmasGegenRechts, von #FridaysForFuture?

Vielen, vielen Dank, dass es euch gibt, dass ihr tut, was ihr macht, dass ihr so laut und unbeirrbar seid!

#BambergIstBunt #noAfd

Regina Brief arbeitete zunächst im väterlichen Geschäft, ab 1922 handelte sie gemeinsam mit ihrer Schwester mit Wollwaren auf Messen und Märkten, bis ihnen der Handel 1938 verboten wurde.

Markus Brief war von Kindheit an blind. Von 1919 bis 1921 absolvierte er an der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt in Würzburg eine Ausbildung zum Blindenlehrer.

Die Geschwister wurden am 24. März 1942 aus Bamberg nach Izbica (Distrikt Lublin) deportiert. Das weitere Schicksal und die Umstände ihrer Ermordung sind nicht bekannt.


Meta Brandes war bis zum Zwangsverkauf 1938 Teilhaberin des von ihrem Bru-
der Sally geführten Spezialgeschäftes für wollene und seidene Stoffe. Sie wurde am 9. September 1942 aus Bamberg nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 13. Mai 1943 umkam.


Rosa Koburger war von 1930 bis 1938 Inhaberin einer Versicherungsagentur in Bamberg. Sie wurde am 25. April 1942 aus Bamberg nach Izbica (Distrikt Lublin) deportiert. Das weitere Schicksal und die Umstände ihrer Ermordung sind nicht bekannt.


#keinVergessen #Stolpersteine #Bamberg

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Pflichttermin am 8.2.2025 um 11:00 Uhr an der Hauptwachstraße in #Bamberg:

Die Omas gegen Rechts laden ein, da müssen wir auch kommen!
Unsere Omas sind die Besten! ❤

#BambergIstBunt #WirSindDieBrandmauer #HandInHand #NieWiederIstJetzt #Ehrenomas

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